Ich habe mir diesen Fernseher vor allem wegen der guten Rezensionen gekauft und ich wurde nicht enttäuscht.
Der Aufbau und die Installation sind kinderleicht. Nach dem Aufbau fragt der Fernseher alle wichtigen Daten wie Uhrzeit, Datum und Zeitzone ab, um anschließend vollautomatisch mit der Sendersuche zu beginnen.
An der Verarbeitung des Geräts ist nichts auszusetzen. Der 32LG3000 ist im sehr schicken Klavierlack verarbeitet, der allerdings einen Nachteil hat: Der Klavierlack zieht den Staub quasi magisch an. Besonders bei direkter Sonneneinstrahlung kann das stark auffallen. LG hat hierfür extra ein Mikrofasertuch beigelegt, das man auch öfters benutzen sollte, wenn der Staub stört. Unten rechts befindet sich eine große LED, die im Betrieb blau und im Standby rot leuchtet. Die LED leuchtet nur schwach und stört somit nicht. Falls doch, kann man sie in den Einstellungen entweder komplett oder nur für den Standby abstellen.
Zum Thema Standby muss ich sagen, dass sich das Gerät nicht komplett ausschalten lässt. Für einige mag das ein Nachteil sein, allerdings ist der Stromverbrauch im Standby so niedrig (unter einem Watt), dass man dies vernachlässigen kann. Ein Radiowecker verbraucht mehr Strom. Außerdem sind somit auch sehr nützliche Features möglich, wie dem eingebauten Timer mit dem man mit Hilfe der Electronic Program Guide (EPG) bei DVB-T festlegen kann, dass der Fernseher sich zu einer bestimmten Sendung von alleine einschalten soll. So verpasst man keine Sendungen mehr.
Der Fernseher hat 3 HDMI 1.3 Anschlüsse, einmal VGA, Komponente, S-Video und zwei Scart-Anschlüsse. Außerdem existiert ein optischer Audioausgang, ein Kopfhörerausgang, ein Audioeingang und ein PCMCIA-Slot für Länder in denen DVB-T verschlüsselt ausgestrahlt wird. Es sind also mehr als genug Anschlüsse vorhanden.
Die Einstellungsmöglichkeiten sind sehr vielfältig. Das Hauptmenü präsentiert sich übersichtlich mit 6 verschiedenen Icons. Von hier aus hat man Zugriff auf die Programmeinstellungen, Bildeinstellungen, Audioeinstellungen, Zeiteinstellungen, Sonstigen Optionen und Sperrungseinstellungen. Bei den Bildeinstellungen kann man entweder einen von fünf Modi (Standard, Lebhaft, Kino, Sport oder Spiel) wählen oder selber Beleuchtung, Kontrast, Helligkeit, Schärfe, Farbe und viele andere Optionen nach eigenem Geschmack verändern. Auch bei den Audioeinstellungen hat man die Möglichkeit verschiedene Modi auszuwählen (unter anderem SRS TruSound XT) oder selbst per Equalizer dem Fernseher guten Klang zu verleihen. Mit Hilfe der Sperrungseinstellungen kann man den Fernseher oder einzelne Programme mit einer PIN sperren.
Nun zum wichtigsten Teil meiner Rezension: Der Bildqualität. Generell ist das Bild gleichmäßig ausgeleuchtet, der Kontrast sehr gut und die Farben werden schön dargestellt. Der Schwarzwert ist leider nicht perfekt, aber in meinen Augen immer noch gut. Analoges Kabelfernsehen ist leider kein wirkliches Vergnügen: Das Bild ist unscharf und die Farben sind eher flau. Die Bildqualität über den integrierten DVB-T Tuner ist dagegen hervorragend. Satte Farben und ein scharfes Bild. Noch besser ist nur noch das Bild über HDMI. Ich habe meinen Rechner über ein DVI/HDMI Kabel angeschlossen und kann so ohne Probleme über den PC DVDs in sehr guter Qualität gucken. Auch Spiele sind für den Fernseher kein Problem dank null Inputlag. Spiele wie Fifa oder Pro Evolution Soccer machen erst auf so einem großen Bildschirm richtig Bock. :-) Zum Zocken, egal ob über den PC oder über die Konsole, ist dieses Gerät also auf jeden Fall zu empfehlen.
Der eingebaute DVB-T Tuner funktioniert, wie schon gesagt, ohne Probleme und liefert ein gutes Bild. Sehr praktisch ist das eingebaute EPG. Damit hat man die Möglichkeit sich eine virtuelle Programmzeitschrift auf dem Bildschirm zu holen und sich Informationen zu den einzelnen Sendungen durchzulesen. Ein Nachteil ist allerdings, dass der DVB-T Tuner keine 5V Stromversorgung für aktive Antennen liefert. Wenn man nicht gerade in Sendernähe wohnt, sollte man also unbedingt eine Antenne mit Netzteil verwenden oder ein DVB-T Powerset zwischen Fernseher und Antenne schalten.
Der Klang der eingebauten Lautsprecher, die übrigens nicht direkt sichtbar sind, ist in Ordnung. Nicht überragend, aber völlig ausreichend zum Fernsehen. Zum DVD gucken lohnt sich sowieso der Anschluss einer 5.1 Anlage.
Zusammengefasst handelt es sich beim LG 32LG3000 um einen sehr guten Fernseher. Über die kleinen Schwächen, der weniger gute Schwarzwert, die fehlende Stromversorgung für DVB-T Antennen, kann man hinweg sehen. Vor allem zu dem Preis ist dieser Fernseher uneingeschränkt zu empfehlen.