Jule geht in den Kindergarten. Dort soll ein Ritterfest gefeiert werden, mit Wettspielen und Verkleidungen. Jule ist begeistert und weiß, welche Rolle sie spielen will: eine tapfere Ritterin. Als ihr Vater dann am Abend eine Geschichte über ein Burgfräulein vorliest, das von einem Drachen entführt wird, kommen Jule nachts Zweifel. Sie weiß zwar, dass es keine Drachen gibt - doch was, wenn die Drachen das nicht wissen? Und wenn die Drachen nicht wissen, dass sie kein zu entführendes Burgfräulein, sondern eine mutige Ritterin ist? Jule hört unheimliche Geräusche und ruft schließlich nach ihrem Vater. Zusammen mit ihm klärt sie die Herkunft der Geräusche und der Schatten auf und erzählt ihm von ihren Ängsten. Gemeinsam lösen sie Jules Problem und sie kann beruhigt einschlafen.
Jule wird in dieser Geschichte mit ihren Ängsten ernst genommen. Ihr Vater sagt nicht, dass ihre Ängste unbegründet oder albern sind, auch versucht er nicht, mit der Nichtexistenz von Drachen zu argumentieren. Er lässt sich auf die kindliche Logik seiner Tochter ein und sucht mit ihr gemeinsam eine Lösung.
Eine schöne Geschichte, die empfohlen werden kann, wenn Kinder sich nachts vor Ungeheuern fürchten.
Am Ende des Hefts findet sich eine Kurzinformation für Eltern zum Thema Kinderängste.