LEGO bringt, zur Freude für alle Star Wars-Nostalgiker, wieder einen Star Wars-Klassiker heraus: Den X-Wing in seiner mittlerweile sechsten LEGO-Version (dazu noch einige Miniaturausgaben). Eine Bauanleitung führt durch den Zusammenbau der 560 Teile, die auch in einer halb so großen Schachtel Platz gefunden hätten. Die Montage der Flügel ist dabei unter Umständen etwas knifflig. Nach etwa einer Stunde Aufbauzeit, hat man einen super aussehenden X-Wing, mit einer Länge von gut 33 cm und einer Breite von knapp 32 cm, auf dem Tisch stehen. Das Raumschiff kommt optisch sehr nah an das (Film-)Original heran (es wurde sogar auf die Schnippraketen verzichtet, die ansonsten inflationär verwenden werden). Die Farbgebung (weiß, grau und zwei verschiedene Rottöne), die vier detaillierten Triebwerke (jeweils mit einem Aufkleber), die vier riesige Laserkanonen an den Flügelspitzen, ein ausfahrbares Fahrwerk am Bug, der Slot für den Droiden hinter dem aufklappbaren Cockpit und natürlich der X-Wing-Modus geben dem Modell eine hohe Star Wars-Authentizität. Über ein Drehkreuz am Heck des Raumschiffs lassen sich die zwei Flügelpaare auseinander "spreizen". Vier Gummiringe sorgen für den nötigen Zug, damit die Flügel in ihrer X-Position blieben bzw. wieder in die Ausgangsstellung zurück schnappen. Das funktioniert gut.
Mit dabei sind zwei Piloten in oranger Montur. Einer davon ist, wie könnte es anderes sein, Luke Skywalker (identisch mit der Figur aus Set 8129). Der andere ist Pilot Jek Porkins, dem man passenderweise ein recht feistes Gesicht verpasst hat. Neben den Gesichtern unterscheiden sich die beiden Piloten auch noch durch ihre detaillierte Helmbemalung. Jedem Pilot steht ein Astromech-Droide zur Seite, bzw. kann hinter das Cockpit eingesteckt werden. Die R2-D2-Figur ist ein alter Bekannter, ist sie doch unter anderem auch in den Sets 8038 und 9490 dabei. Nichtsdestotrotz ist der kleine, weiß-blaue Droide wie gewohnt detailliert bedruckt. Sein neuer, weiß-oranger Kamerad, R5-D8, steht ihm dabei in nichts nach. Neu an ihm ist allerdings der konisch geformte Kopf, denn bis dato hatten die Droiden-Figuren einen runden. Als Bewaffnung verfügt Luke über ein blaues Laserschwert und Jek über eine Laserpistole.
Jetzt fragt man sich vielleicht, warum in dem Set die Besatzung für zwei X-Wings enthalten ist? Und hier entpuppt sich ein kleiner, aber feiner Clou (einer der beteiligten LEGO-Designer muss ein absoluter Star Wars-Fan sein): Luke Skywalkers X-Wing besitzt als Kennzeichen jeweils fünf rote Streifen auf den Tragflächen. Diese werden als Sticker auf einem glatten und flachen 1x4 LEGO-Stein geklebt. Sitzt man nun Jek Porkins ins Cockpit, und R5-D8 dahinter, stimmt natürlich die Anzahl der Streifen nicht mehr mit dem Piloten überein. Was tun? Man baut einen glatten und flachen 1x1 Stein, auf dem ein roter Streifen aufgeklebt ist, neben die fünf vorhandenen, und voila, der X-Wing verfügt nun über sechs rote Streifen als Kennzeichen für Jek Porkins. Zwar ist damit letztlich immer noch ein X-Wing "zu wenig" in der Packung, aber die Idee von zwei Versionen ist einfach genial!
Trotz der zwölf Aufklebern und dem Preis (12 Cent pro Klotz) ein hervorragendes Set. Die Nähe zur Film-Version, die vier Figuren (davon zwei neu) und die Flügel-Mechanik machen den X-Wing zu einer lohnenden Investition, nicht nur für Star Wars-Fans. Einziges Manko: Man muss sich auch noch den TIE Fighter kaufen, um einen klassischen Star Wars-Kampf führen zu können...