Die ältere Generation sieht den heranwachsenden nun eher naserümpfend entgegen, wenn sie nur noch in ihre Smartphones sehen und sich alles nur noch um Apps dreht. Alles was nicht in irgendeiner Weise elektronisch ist oder mit zu viel Handarbeit verbunden ist, wird als altbacken abgestempelt und garnicht erst angerührt. "Früher haben wir mit einfachen Legosteinen gespielt und konnten der Phantasie freien Lauf lassen!" fällt dann oft.
Mit "Life of George" kann nun aber auch der iPhone-Generation der Spaß an Lego näher gebracht werden. Die (kostenlose) App ist innerhalb von Sekunden heruntergeladen und bietet ein umfangreiches Fotoalbum der verschiedenen Urlaubsziele von George. Um die Bilder nach und nach aufzudecken, müssen diese Erinnerungen in möglichst kurzer Zeit nachgebaut werden. Die App zeigt dabei den zu bauenden Gegenstand an (bsp. Palme, Surfer...) und startet eine Stoppuhr. Sobald der Spieler den Gegenstand gebaut hat, legt er ihn auf die beigelegte Platte, die dann mit dem iPhone abfotografiert werden muss. Die Zeit wird gestoppt und die Genauigkeit beim Bau bewertet, bevor es mit dem nächsten Urlaubsfoto weitergehen kann. In voller App-Manier sind die Bilder auch klein gehalten, um den kurzweiligen Bastelspaß zu bieten. Die Ergebnisse lassen sich auch bei Bedarf auf Facebook teilen. Leider gibt es keine Android-App dazu, also können nur iPhone und iPad-Besitzer etwas mit "Life of George" anfangen.
Die Bewertung eines Fotos ist etwas heikel geraten, da es viel zu schwer ist, die vollen 5 Sterne zu bekommen. Mit verbesserten Lichtverhältnissen hat sich die Bewertung bei uns etwas verbessert, aber es ist immernoch unklar, wieso die Baugenauigkeit nun eher passabel ist, obwohl nirgends Spalte zu sehen sind, o.Ä.
Insgesamt bekommt man hier viel fürs Geld, da die App viele Bauanleitungen bietet und sogar Eigenkreationen speichern lässt. Es ist insofern viel ergiebiger, als ein teurer Baukasten eines Lego Rennwagens, der nach einmaligem Zusammenbauen irgendwo im Eck staub fängt, auch wenn die Ergebnisse bei "Life of George" nicht so dekorativ aussehen können, sondern eher an ein Picross erinnern.