Ich bin schnell zu begeistern und schnell zu enttäuschen. Dieser Film hat eine Art einfühlsam, zart, gewaltig und wunderschön zu begeistern. Der Film erzählt viel Wahres und ist eine Geschichte, die überall, in jedem Land und in jeder Familienbande egal welcher sozialer Schicht passieren kann. Doch ist sie richtig und gut in einem Land angelegt, in dem Homosexualität ein Vergehen ist.
Trotzdem geht es um viel mehr als nur diesem Thema: Vertrauen, Misstrauen, Verständnis und Akzeptans suche sich in der Familie, den Verwandten und Freunden.
Die eingefangenen Bilder sind ruhig und doch bewegend, sie prägen ohne eindringlich zu sein. Fliessend wird zwischen der Vergangenheit und dem Jetzt entstand eine Geschichte eine sehr schöne Geschichte. Die Offenheit und doch auch die Verschwiegenheit über das sein und nicht sein, über die Sucht der Sehnsucht nach Verständnis und Anerkennung wurde selten so treffend gezeichnet. Die Liebe egal wie, die die Ketten der sozialen Schicht und der Unwägbarkeiten der Kultur sprengen kann, wird doch überleben. Am Ende wahrt die Vernunft den Schein. Aber das ist nebensächlich. Unbedingt anschauen.