Im Mittelpunkt dieser Prosakomödie steht Harpagon, dessen Geiz ihn zum Gespött der Leute macht. Der Geiz hat jedes menschliche Gefühl in seiner Seele erstickt: er mißtraut allen Menschen, die ihm begegnen, ist hartherzig im Umgang mit seinen Dienstboten und lieblos zu seinen Kindern. Ohne Rücksicht auf ihre persönlichen Neigungen, will er sie nach seinen eigenen Vorstellungen verheiraten: seine Tochter Élise an einen älteren Mann und seinen Sohn Cléante an irgendeine Witwe. Bei der Uraufführung des „Avare" am 9. September im Palais Royal spielte Molière, wie in vielen anderen seiner Stücke auch, die Hauptrolle. Das Stück lockte jedoch nicht jene Massen an, wie der „Tartuffe" oder der „Misanthrope". Nach neun Aufführungen, bei denen sich die Reihen im Publikum immer mehr lichteten, wurde der „Avare" bereits wieder vom Spielplan genommen. Auch als er Jahresende ein zweites Mal auf die Bühne, blieb der erhoffte Erfolg aus. Möglicherweise ist der Mißerfolg des Stückes darauf zurückzuführen, daß es nicht, wie erwartet in Versen, sondern in Prosa geschrieben worden ist. Heute gehört der „Avare" zu den erfolgreichsten Komödien der französischen Literatur. Versehen mit zahlreichen Vokabelerklärungen auf jeder Seite eignet sich diese Komödie sehr gut für Schule und Studium, aber auch zur privaten Lektüre. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)