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L'Absente
 
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L'Absente

Yann Tiersen Audio CD
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Zu sehen ist auf dem Cover ein in sich eingesunkener junger Mann mit wirrem Haar und in nachdenklicher Pose. Auch seine Mitspieler entfliehen dem Blick des Fotografen. Kein Wunder: Yann Tiersen hat sein jüngstes Album L'Absente (Die Abwesende) genannt.

Nicht selten hat man Tiersens musikalische Enfälle als kinematografisch empfunden. Nicht wenige Regisseure machten sich dies zunutze, etwa André Techiné und Christine Carriere. Der Durchbruch gelang Tiersen dann auch mit der Musik zu dem entzückenden Film Die fabelhafte Welt der Amelie. In der Tat: beim Anhören mancher Stücke von L'Absente, etwa "A Quai" oder "La Lettre d' Explication", wähnt man sich in einem jener charmanten französischen Filme, in denen die kleinen Alltagsgeschichten- und Nöte mit großer Leichtigkeit und Heiterkeit erzählt werden. Ein bisschen Erik Satie ist bei Tiersens Musik dabei, ein bisschen französischer Chanson, ein bisschen Michael Nyman und sehr viel Phil Glass. Tiersens Hang zu steten, wenn auch in sich variablen Wiederholungen könnte man kurzum so beschreiben: musikalischer Minimalismus mit großer Wirkung. Doch auch der Meister wird gedacht. Das Solostück "Qu'en Reste-T-Il?" scheint sogar ganz im Geiste der Cellosuiten von Johann Sebastian Bach zu stehen.

Etliche Musiker hat Yann Tiersen um sich geschart. 43 Musiker des Wiener Sinfonieorchesters und ein Streichquartett gehören dazu; ebenso Lisa Germano, Neil Hannon (The Divine Comedy), Dominique A., Les Têtes Raides, Sacha Toorop (Zop Hopop), die Komödiantin Natacha Regnier, Christian Quermalet (The Married Monk) und viele, viele andere. Sie alle spielen die unterschiedlichsten Instrumente, klassische aber auch andere wie eine Melodica, Mandolinen, Banjo oder Akkordeon. Einen "multiinstrumentalen Minimalisten" nennt die Presse Tiersen zu Recht. Für mich ist er ein Musiker, der es versteht, auf der Klaviatur der Gefühle zu spielen. Und was ist großes Kino Anderes als große Emotionen? --Teresa Pieschacón Raphael

INTRO

Der Bretone Yann Tiersen arbeitet schon beinahe zehn Jahre als Musiker, hat auf den Musikschulen in Rennes, Nantes und Boulogne (klassisches) Handwerk gelernt, unzählige Konzerte gespielt, Filmsoundtracks geschrieben. Dem deutschen Publikum ist er erst seit Mitte letzten Jahres ein Begriff - da kam Jean-Pierre Jeunets ("Delikatessen', "Die Stadt der verlorenen Kinder') Film "Die fabelhafte Welt der Amélie' in die Kinos. Der Independentfilm eroberte das Publikum "im Sturm', wurde einer der erfolgreichsten Filme des Jahres 2001. Yann Tiersen hatte den Soundtrack des Films komponiert und mit ein paar Stücken seiner alten Platten ausstaffiert. Dass es dazu kam, verdankt er einem Zufall: Der Regisseur hatte die Musik während der Dreharbeiten zu "Amélie' entdeckt - sein Produktionsassistent hörte eine CD des Komponisten bei der gemeinsamen Heimfahrt vom Set - und sich sofort in die Musik verliebt. "L'Absente' ist jetzt die zweite Platte von Yann Tiersen, die in Deutschland erscheint, in Frankreich gibt es das Werk schon seit über einem halben Jahr. Diese Musik ist zuallererst unglaublich schön, melodisch und vergnüglich. So sollte Jahrmarktmusik klingen. Yann Tiersen gelingt es wie nur wenigen, Folklore, Klassik und Pop zusammenzudenken und zu -bringen. Dabei bewegen sich seine Stücke zwischen den Momenten Glück und Melancholie hin und her. Traurig, um glücklich zu sein, und doch oft sehr euphorisch. Der Unterschied zwischen dem "Amélie'-Soundtrack und der neuen Platte ist, dass bei "L'Absente' die Stimmen eine wichtigere Rolle spielen. Yann Tiersen hat die Platte mit reichlich Gastmusikern eingespielt: Lisa Germano singt mit viel Inbrunst und Sehnsucht, Dominique A. spielt Gitarre und singt bei "Bagatelle', zusammen mit dem Divine-Comedy-Sänger Neil Hannon hat er das beschwingt-melancholische Meisterwerk "Les Jours Tristes' erschaffen, einige Stücke begleitet Tiersen selbst. Improvisiert und wilder sind die Stücke, die der Komponist mit den Musikern der Band Têtes Raides eingespielt hat. Wunderschön vor allem das Titelstück, ein Solo: Hier spielt er bedächtig Klavier, wechselt dann in schnelleres Tempo. Yann Tiersen ist mit Sicherheit ein ganz großer Musiker. Er sieht aus wie ein Romantiker, ein leicht altmodischer Rebell: mit Ohrring, schönen Gesichtszügen und leicht verlebt.

Alexander Jürgs / Intro - Musik & so
mehr unter www.intro.de

HIFI TEST (02/02)

Schon für sein Debütalbum "La Valse des Monstres" 1995 wurde Yann Tiersen hochgelobt. Erik Satie, Nino Rota und das Penguin Café Orchestra wurden fortan als Vergleiche bemüht. Ein großes Lob für den jungen Franzosen. Aber erst seit er die wunderbare Musik zu "Die fabelhafte Welt der Amélie" geschrieben hat, kennt man den Abenteurer aus Brest auch außerhalb eingeweihter Kreise. Phantasievoll ist seine Musik zwischen romantisch bis impressionistisch anmutenden Pianominiaturen und subtil orchestrierten Songs. Zum kammermusikalischen Folk mit typisch französischen Musette-Motiven steuern auch Gastvokalisten wie Lisa Germano und Neil Hannon (The Divine Comedy) magische Momente bei. Très charmant. Wer bei "Amélie" im Kino auch die Musik mochte, wird die CD "L'Absente" lieben.

© ; HIFI-Text - Detlef Kinsler

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