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Produktinformation
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| Disk: 1 |
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| 1. The Changeling (Remaster) |
| 2. Love Her Madly (Remaster) |
| 3. Been Down So Long (Remaster) |
| 4. Cars Hiss By My Window (Remaster) |
| 5. L.A. Woman (Remaster) |
| 6. L'america (Remaster) |
| 7. Hyacinth House (Remaster) |
| 8. Crawling King Snake (Remaster) |
| 9. The Wasp (Texas Radio And The Big Beat) [Remaster] |
| 10. Riders On The Storm (Remaster) |
| Disk: 2 |
| 1. The Changeling (Alternate Version) |
| 2. Love Her Madly (Alternate Version) |
| 3. Cars Hiss By My Window (Alternate Version) |
| 4. L.A. Woman (Alternate Version) |
| 5. The Wasp (Texas Radio And The Big Beat) [Alternate Version] |
| 6. Been Down So Long (Alternate Version) |
| 7. Riders On The Storm (Alternate Version) |
| 8. She Smells So Nice |
| 9. Rock Me |
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
L.A. Woman wird 40,
Von
Rezension bezieht sich auf: L.A. Woman - 40th ANNIVERSARY (Audio CD)
Spätestens seit dem Doors-"Box Set" von 1995 wissen wir, dass John Densmore mit seiner Feststellung, dass es von den Doors nur deshalb so wenig Bootlegs gäbe, einfach weil noch so wenig Outtakes existierten, wie er 1990 in seiner Autobiographie "Riders on the Storm" konstatierte, nicht ganz Recht hatte. Zum 40. Jahrestag von "L.A. Woman", das zusammen mit ihren ersten beiden zu meinen Lieblings-Doors-Alben gehört, hat man noch mal ein paar alternative Aufnahmen ausgegraben:CD 1 enthält das '99er Remaster des Originalalbums, an dem es klanglich für mich nie etwas auszusetzen gab. CD 2 enthält neben sieben alternativen Takes aus den Albumsessions mit She smells so nice und Rock me Baby zwei Outtakes, die direkt hintereinander aufgenommen wurden und von denen mir Rock me Baby besser gefällt. Die Alternativ-Versionen sind allesamt gut, und die eingefangene Studioatmosphäre erfreut zusätzlich, z.B. wenn Morrison vorm 10. Take von Riders on the Storm vorschlägt, den Song mit Gewittergeräuschen zu unterlegen. Andererseits bestätigt die Bonus-CD (wie z.B. auch die "Anthology"-CDs bei den Beatles), dass die besten Takes dann doch auf dem Album gelandet sind. Die Doppel-CD kommt ökologisch korrekt im reinen Pappschuber, zwar ohne gefütterte Innenhüllen, aber die Silberlinge lassen sich mühelos entnehmen. Abgerundet wird das Ganze durch einen schönen Begleittext von David Fricke; ich vermisse aber ein paar Infos wie Aufnahmedaten, Alter des Remasters oder Take-Nummerierungen. Und ich finde, zum 40. Geburtstag hätte man der "L.A. Woman" ruhig noch mal das Cover mit der gelben Cellophan-Einlage spendieren dürfen, das das Album schon in der Doors-Box "The Complete Studio Recordings" von 1999 zierte (okay, das wäre dann aber ökologisch nicht mehr korrekt!). Einen Punktabzug muss ich leider vornehmen, weil die Plattenfirma wieder die Gelegenheit hat verstreichen lassen, bei einer Spielzeit von 51 Minuten endlich mal den Single-Edit von Riders on the Storm sowie den Mono-Single-Edit von Love her madly samt der B-Seite (You need Meat) Don't go no further mit auf die Bonus-CD zu packen, vom Outtake Orange County Suite ganz zu schweigen, das ist heute einfach Standard. Für die beiden letztgenannten Titel muss man weiterhin auf den Album-Remix von 2007 zurückgreifen, der natürlich seinen eigenen Reiz hat. Zu sagen, "L.A. Woman" sei in Würde gealtert, wäre etwas unpassend, denn Jim Morrisons Vermächtnis ist, wie alle großen Rockalben, schlicht zeitlos. Abschließend empfehle ich begleitend noch die zeitgleich erscheinende DVD/Blue Ray "Mr. Mojo Risin' - The Story of L.A. Woman". Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
liebe in zeiten der cholera,
Von
Rezension bezieht sich auf: L.a.Woman (40th Anniversary Mix) (Audio CD)
als ihr langjähriger produzent paul rothchild bei den vorarbeiten zu diesem album das handtuch warf - er fand die songs schwach, spürte die spannungen in der band und hatte vermutlich keine lust mehr, mit einem besoffenen sänger zu arbeiten - rettete er der band noch einmal das leben. denn die vier, inklusive morrison, wurden durch diesen schock wach und rissen sich enorm am riemen.aus der not wurde eine tugend gemacht: die gruppe beschloss, gemeinsam mit ihrem toningenieur bruce botnick selbst zu produzieren - und zwar nicht in einem studio, sondern im proberaum. aufgenommen wurde schnell und entspannt, in wenigen takes. fehler wurden ausgebügelt oder gleich draufgelassen. das gibt dem album ein enorm lässiges workshop-feeling - es fühlt sich stressfrei, gelöst, aber konzentriert an. das ist aber nur die halbe wahrheit. die andere hälfte lautet: dieses album klingt nach tod. es hat die anmutung eines letzten, hellen verglühens. jim morrison legt noch einmal alles an kreativität hinein, was ihm geblieben ist. danach war er leer, ein halbes jahr später war er tot. das macht den speziellen, widersprüchlichen reiz dieser platte aus: sie zelebriert lebensfreude im angesicht des untergangs. zum spiel: die band (plus rhythmusgitarrist marc benno und elvis-bassist jerry scheff) ist besser denn je, weil lockerer denn je. keine spur von kampf und krampf mehr. ray manzarek hört auf, jeden takt mit orgel-girlanden zuzuhängen, robbie krieger muss nichts beweisen und lässt die akkorde und licks einfach rollen, john densmore bringt ein bisschen funk und soul in die grooves. die band ist deutlich hörbar in den siebziger jahren angekommen - das spiel ist härter und unbehübschter, näher am blues und rock 'n' roll (wie bei vielen anderen bands dieser zeit auch). zum gesang: jim morrison singt großartig und gespenstisch intensiv. seine stimme klingt auf diesem album ganz anders, als man es gewohnt ist, härter, rauher, der whisky und die zigaretten haben sie deutlich beschädigt, aber dadurch noch eigenartiger gemacht. zudem verzichtet er hier auf pathos und niedlichkeiten. zu den songs: dass sie zu wenig material hatten, wirkt sich hier sogar gut aus, denn im aufnahmeraum fließt die kreativität. legendäre stücke wie der titeltrack oder "the changling" wachsen spontan aus dem studioboden. inhaltlich gibt es in wahrheit die ganze bandbreite des doors-katalogs. "love her madly" ist ein typischer krieger-pophit und könnte auch aus der frühzeit stammen, der zynische text ist ein hübscher kontrast zu den niedlichen melodien. "la woman" ist harter bluesrock, intensiv, stark, mit einfachen, aber kraftvollen metaphern im text. "hyacinth house" ist ein kuriosum im doors-katalog, es klingt, als würde ein müder frank sinatra ein stück von simon & garfunkel interpretieren (was er ja eh auch getan hat). großartig breitwandiger folkrock, im kern ganz simpel, mit einem mythologischen, aber vielleicht auch nur geblödelten text. morrison singt mit sich selbst zweistimmig, und manzarek zitiert im solo chopin. "the wasp" gibts als rudiment schon länger auf live-konzerten, ist wieder einmal vertonte poesie, fällt aber als einziger track doch ab - es fehlen die packenden ideen, dieses stück ist "nur" doors-routine. "riders on the storm" wäre - spielten sie es nicht so großartig dicht und faszinierend - tatsächlich "cocktail-jazz", wie paul rothchild abfällig urteilte. so ist es ganz großes, düsteres kino. die drei blues-stücke sind weniger infektiös aufregend, sie gefallen eher durch ihre knochentrockeene lakonik. "the changling" klingt, wie schon erwähnt, herrlich spontan, funky, aufbegehrend, wild. aus dem zusammenhang fällt - ein wenig - "l'america". das stück wurde schon früher aufgenommen (für einen filmsoundtrack, auf den es dann doch nicht kam) und klingt noch ganz anders, sauberer, jünger, frischer. die hochdramatischen, bedrückenden melodiebögen, die sägenden gitarren - das alles passt dann aber doch wieder gut zu den übrigen liedern. die bonustracks sind beide eh schon bekannt, von boxsets und samplern: "orange county suite" ist eine skizze, interessant, aber unfertig, da fehlt noch der twist, etwas, was das lied aufwertet. "don't go no further" ist ein alter blues, unspektakulär von ray gesungen. zum sound: die neuauflage ist remaster UND remix. wie auch auf den anderen doors-alben hat bruce botnick den klang wunderbar restauriert, den staub weggewischt, den sound aufgehellt. die lässige proberaum-atmo des originals kommt wunderbar heraus, die instrumente klingen klar und kraftvoll, ganz und gar nicht nach garage oder keller. den gesang hat er auch beim remastern nicht retten können (oder wollen): jim morrison verwendete damals erstmals sein bühnenmikro beim singen, aufnahmekabine war das klo im doors-büro. und das hört man: der gesang übersteuert und verzerrt und wird schmal, wie auch auf den live-aufnahmen der doors. aber natürlich kann man argumentieren, dass gerade dieser räudige klang eben zur stimmung des albums gehört. beim remixen wurde, ebenso wie bei den anderen alben, nichts zerstört, die stimmung bleibt, die songs verändern sich nicht grundsätzlich. es gibt hier und da eine zusätzliche gitarren- oder gesangsspur, ein bisschen percussion, der bass wurde deutlich aufgewertet. wie bei den anderen alben auch: die doors klingen dadurch ein bisschen rauher, weniger brav, weniger sauber. im idealfall müsste man die alte und die neue abmischung als doppelalbum herausbringen. 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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
L.A. Woman, I Love You Madly!!!,
Von very-tame-angel (Unterwelt) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: L. A. Woman (Audio CD)
Viele die Morrison's Gesang bzw. Stimme auf diesem Album als schwach beschreiben, haben schlichtweg keine Ahnung. Sicherlich hört man die Jahre seines Lebens auf der Überholspur heraus, sie ist aber abwechselungsreicher als je zuvor: The Lizard King turns into a chameleon! Er ist der kompromislose Rocker bei "The Changeling" (eines der größten Opener ever) und "L.A. Woman". Der FM-Radio-Top-Ten-Popper auf "Love Her Madly". Der mit seinem Schicksal hadernde Südstaaten-Bluessänger; geil geifernder Trunkenbold in "Been Down So Long" (nie klangen drei Gitarrenspuren so gut) der nach der Entlassung aus einer Zelle Befriedigung bei einer Kniende sucht und findet, um anschließend in "Cars Hiss By My Window" verkatert in einem Motel neben ihr zu erwachen. In "L'America" und "The WASP" (die schleppenden Live-Versionen früherer Tage sind besser) ist er der Musik folgender rezitierende Poet, wie im Cabaret oder in einer Brecht-Oper. Auch in antike Amphitheater darf man sich hierbei versetzt fühlen. Zum samtweichen Crooner wird er in "Hyacinth House", nicht verwunderlich wenn man weiß, dass Sinatra einer seiner Lieblings Sänger war. Was dann auch das Orchestrieren des "Soft Parade" Albums erklärt. Und bei "Riders On The Storm" wird dieses Album endgültig zu einem Road-Movie im Kopf, der Soundtrack zu Jack Kerouac, und mehr als das. Hoffnung, Ankunft und letztlich doch Abschied von einem der nicht mehr wiederkommt. Eines der besten Alben des Rock, von der besten amerikanischen Band - mit Betonung auf Band.
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