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Alles in allem eine triste Situation, welche Regisseur Cuesta perfekt in Szene setzt. Durch eine "Freundschaft" mit einem berechneneden Schulkollegen namens Gary gerät Howie dann noch durch Einbrüche aus purem Jux auf die schiefe Bahn.
Doch es kommt noch schlimmer. Gary verletzt Howie zutiefst durch einen brutalen Verrat und Vertrauensbruch. Howies Vater wird wegen windiger Machenschaften verhaftet und Howie wird - unter Ausnützung seiner miserablen Situation - von einem homosexuellen älteren Herrn langsam auf seine sexuelle Ausbeutung vorbereitet (zumindest sieht es zu Beginn so aus).
Wie diese Geschichte sich löst, soll nicht verraten werden, doch der Film ist, in seiner Ehrlichkeit und Authentizität ein echtes Meisterwerk.
Ein Hohelied auf die Bezwingung seiner selbst zum Guten und zu echter Nähe hin. Ein Muß!
1. Tiefgang: Der Film ist ungeeignet zum Entspannen. Er lädt zum Nachdenken ein und behandelt dabei ein kritsches Thema, ohne dabei Flach zu werden. Der Film könnte, so wie er gespielt wird, auch durchaus wahr sein.
2. Offenheit: Er wirkt offen, weil er nichts zu verschönern versucht. Dieses reine Darstellen der Personen auf realistische Weise sorgt auch dafür, dass man sich in den Film denken kann. Gleichzeitig hat man als Zuschauer das Gefühl die Charaktere selbst beurteilen zu können. Man bekommt keine vordefinierten Charaktere vorgesetzt.
3. Thematik: Der Film zeigt einen wichtigen Teil von dem Leben eines Jugendlichen. Dabei wirft er eine entscheidende Fragen auf, die in unserer Gesellschaft in solch rein darstellenden Form selten behandelt werden. Die Freundschaft eines alten Mannes (ca. 65) zu dem jugendlichen Hauptdarsteller (16). Dabei wird auch die Möglichkeit einer sexuellen Beziehung dieser beiden aufgeworfen.
(Bei der Beurteilung einer möglichen sexuellen Beziehung ist zu berücksichtigen, dass der Film nicht in Deutschland spielt. In Amerika gelten andere Gesetzte; Vermutlich müsste der jugendliche in Deutschland ein Jahr jünger sein, damit eine ähnliche Gesetzessituation im Sinne des orginals besteht.)
Ein Lob ist auch an die jungen Schauspieler zu richten. Gerade Howie schafft es den Film zu beleben.
Ein Kritikpunkt könnte seien, dass in dem Film Probleme eines männlichen Jugendlichen angesprochen werden. Inwiefern der Film auch weibliche Zuschauer begeistert, kann ich nicht beurteilen.
Das Ende des Films ist sowohl erfreulich als auch störend, weil es viele Fragen offen lässt. Der Film lädt mit diesem Ende zum Nachdenken ein, da er gleichzeitig kaum Antworten gibt.
Resume:
Ich empfehle den Film jedem, der sich mit dem Thema beschäftigt, oder gerne tiefgreifende Filme anschaut.
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