Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Geht voll unter die Haut !!!, 22. Mai 2008
Für mich der beste Film über Rassismus, Gewalt, Hass und Mord über die Realität in unserem Jahrhundert im Hier und Jetzt!
Genauso stellt man sich das Raue Leben in einer Stadt in L.A. vor. Hier bekommt man nie das Gefühl etwas wirke zu übertrieben oder Realitätsabschweifend.
Nach dem Film überkommt einem das beklemmende Gefühl, wieviel eigentlich auf dieser Welt schon kaputt ist und wie wir uns eigentlich immer weiter selbst kaputt machen. Die Musik hätte passender nicht sein können, denn diese gibt diesem Drama noch den letzten grandiosen Schliff. Sehr sehr intensiv das ganze. Was mich persönlich so fasziniert hat sind ja die immer wieder "zufälligen" Begegnungen der Darstellern in verschiedenen Situation um was es ja eigentlich in dem Film geht.
Die "Director´s Cut" Version im schicken Steelbook beinhaltet einige Extra-Minuten die meiner Meinung nach nicht unbedingt sein müssten. Aber der Vollständigkeits halber in keiner Sammlung fehlen dürfen ;-)
Von mir gibts 5 Sterne für dieses einzigartige Meisterwerk
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Unwissenheit ist Glückseligkeit, 10. Juli 2009
"Unwissenheit ist Glückseligkeit" - das wusste schon der englische Dichter Thomas Gray.
In anderen Worten, was wir nicht wissen, kann uns nicht schaden. Dieser Film zeigt dem geneigten Cineasten dennoch, wie verheerend die Folgen mangelnden Wissens, Kennens und Verstehens sein können.
"Crash" ist ein direkter und provokanter Blick auf die komplexen sozialen Konflikte im Herzen Amerikas, auf eine Gesellschaft, die von Rassismus, einem der bedeutendsten Probleme der Menschheit, und Angst geprägt ist, auf eine Gesellschaft, in der oft Gefühle mit einer routinierten Sentimentalität verwechselt werden. Gekonnt setzt sich der Drehbuchautor und Regisseur Paul Haggis mit Thematiken wie Vorurteil, Moral, Diskriminierung, Missbrauch, Mut, Selbstlosigkeit, Wut, Hilflosigkeit, Verzweiflung und gewaltsame (Re)Aktion auseinander und erinnert uns daran, dass die Handlungen eines jeden von uns andere Menschen beeinflussen kann.
Der simple und zugleich kontroverse Inhalt dieses Films dürfte hinlänglich bekannt sein: Eine Reihe von Menschen, geblendet von auferlegten Klischees und Vorurteilen, treffen "zufällig" aufeinander. Sie gehören verschiedenen Kulturen und sozialen Schichten an, sie alle sind Räuber und Geraubte, Täter und Opfer, Unterdrücker und Unterdrückte in einer Person. Sie alle fühlen sich missverstanden, allein, sind frustriert und haben das Vertrauen in andere verloren. Der daraus entstandene Mikrokosmos erschüttert, bringt zum Weinen, aber auch zum Lachen, und bleibt bis zur letzten Sekunde unberechenbar.
Wir, die Zuschauer, sehen und hören den Mangel an Verständnis zwischen den Menschen, ferner nehmen wir wahr, dass Gut und Böse nebeneinander existieren. Menschen sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen, ferner können und sollten sie nicht kategorisiert werden. Es gibt keine guten und/oder schlechten Menschen, es sind nur Menschen und Situationen, die interagieren.
Mein Fazit: "Crash" hat seine 3 Oscars, darunter einen für den besten Film, zu Recht verdient. Auch für mich ist dieser geniale und zum Reflektieren anregenden Film einer der besten überhaupt, welcher der bitteren Realität sehr nahe steht. Die Darsteller brillieren alle, ohne Ausnahme, die Kameraführung sowie der Soundtrack sind ausgezeichnet.
PS. L.A. ist überall. Leider.
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46 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Atmosphärisch, 12. März 2007
Eigentlich mag ich Episodenfilme nicht. Mir hat weder "Short Cuts" oder "Magnolia" gefallen, deshalb habe ich mich lange nicht getraut, mir "L. A. Crash" anzutun. Jetzt habe ich es doch getan und nicht bereut.
"L. A. Crash" erzählt zwei Tage aus dem Leben mehrerer Menschen, deren Schicksale irgendwie miteinander verbunden sind. Dabei geht es im Grundton meist um Rassismus oder Vorurteile. Am deutlichsten wird das in der Matt Dillon-Episode: Dillon spielt einen Polizisten, der bei einer Leibesvisitation eine schwarze Frau mehr begrabscht als durchsucht. Eben dieser Frau rettet er einen Tag später bei einem Verkehrsunfall das Leben. Der Blick, den ihm die Frau dann am Ende der Szene zuwirft, lässt erahnen, dass sie nicht begreift, was da eben passiert ist, weil sie diesen Mann wegen dem Vorfall am Tag zuvor so hasst, dass sie sich nicht einmal von ihm retten lassen will und trotz ihrer Notsituation darauf bedacht ist, ihren Rock gerade zu ziehen.
Am Ende des Films hat fast jede der Personen eine Wandlung durchgemacht. Dass sie alle auf irgendeine Art und Weise dem Zuschauer schließlich sympathisch werden, ist zwar nicht ganz glaubwürdig, aber nicht wirklich ein Fehler.
Was den Film so gelungen macht, ist die Leistung sämtlicher Schauspieler (wie z. B. Sandra Bullock, die völlig untypisch eine zänkische Frau spielt, der auf einmal bewusst wird, wie sie sich damit selbst kaputtmacht) und die wunderbare Atmosphäre, die durch den Song "In The Deep" von Bird York (auf diesem Director's Cut auch als Video zu sehen) unterstrichen wird.
Am Ende ist man teils entspannt, teils nachdenklich. Wie viele Filme können das schon von sich behaupten?
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