Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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45 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
rollo tomasi , 17. Dezember 2006
Bud White (Russell Crowe), Jack Vincennes (Kevin Spacey) und Edmund Exley (Guy Pearce) sind drei Detectives, die jeweils eine verschiedene Definition von der Ausübung ihres Berufes haben. Bud White ist ein Cop, der auf die Aussagekraft seiner Fäuste setzt. Jack Vincennes ein Cop, der sein Gehalt aufbessert in dem er als Informant für den findigen Sid Hudgens (Danny De Vito) tätig ist. Außerdem ist Vincennes technischer Berater für die berühmte Cop Serie Badge Of Honour. Exley ist ein karrieregeiler Cop, der genaue Vorstellungen von seiner beruflichen Laufbahn hat.
Als in der Polizeistation einige Häftlinge von Polizisten brutal zusammengeschlagen werden und dieses Thema von der Presse ausschlachtet wird, ist es einzig Exley zu verdanken, dass die Polizei ihr Gesicht wahren kann. Für die Beförderung zum Detective Lieutenant zuckt Exley nicht einmal mit der Wimper und verpfeift seine Kollegen. Die Reaktion ist, dass unter anderem Bud White und sein Partner Stensland (Graham Beckel) suspendiert werden. Captain Dudley Smith (James Cromwell) kann sich für Bud White einsetzen und verhilft ihm in seine alte Position zurück. Doch für Stensland ist der Zug abgefahren. Fortan ist Exley bei seinen Kollegen unten durch und seine Autorität wird nur missbilligend akzeptiert.
Eines Tages kommt für Exley die lang erwartete Chance: Im Nite Owl Café werden einige Menschen getötet und unter ihnen war der Ex Cop Stensland. Captain Dudley Smith und Exley leiten die Ermittlungen in dem Fall und es geraten drei schwarze Verbrecher in Verdacht. Bei einer Razzia werden die drei jedoch von den Polizisten erschossen. Der Fall ist gelöst und Exley hat das was er wollte: Er ist hoch dekoriert und hat dazu noch eine Tapferkeitsmedaille erhalten.
Mit der Zeit kommt für Exley der Sinneswandel: Er stellt sich selber in Frage und besinnt sich darauf warum er Polizist geworden ist. Speziell der Nite Owl Fall bereitet ihm Bauchschmerzen, da er Zweifel an der Schuld der drei Schwarzen hat. Unabhängig von einander ist auch Bud White der Auffassung, dass die wahren Verbrecher des Nite Owl Massakers nie gefasst wurden. Bud White ist Exley jedoch einen Schritt voraus. Exley bittet daraufhin Jack Vincennes um seine Hilfe.
Ins Visier der Ermittlungen gerät Pierce Pratchett (David Strathairn), ein spitzfindiger Zuhälter, dessen Prostituierte Ähnlichkeiten mit bekannten Schauspielerinnen haben. Einer seiner Prostituierten ist das Veronika-Lake-Double Lynn Bracken (Kim Basinger), in die sich Bud White verliebt.
Die drei Detectives sind zweifellos auf der richtigen Fährte, doch was sie jetzt raus gefunden haben ist nur die Spitze des Eisberges.
Kritik:
Kameramann Dante Spinotti hat hier ein wunderbares Timing was die Halbtotale, Nah- und Großaufnahme angeht. Spinottis Farbkontrast ist für L.A. Confidentials' Atmosphäre wunderbar abgestimmt. Für die Filmmusik war, die im Jahre 2004 verstorbene Legende, Jerry Goldsmith zuständig.
Es ist nicht nur die gewaltige Atmosphäre die einen umgehend fesselt, sondern die fabelhafte Story und die ausgezeichnete Darstellerriege. Unter anderem sieht man einen James Cromwell in eine für ihn überraschende Rolle. Und eine Kim Basinger als die verletzliche Prostituierte Lynn Bracken, die zurecht mit einem Oscar ausgezeichnet wurde. Guy Pearce und Russell Crowe waren damals nicht ganz so bekannt wie heute, überzeugen aber in ganzer Linie. Und über Kevin Spacey kann ich nur sagen: brillant und beeindruckend.
In einer bestimmten Szene fragt Exley Detective Vincennes warum er sich entschieden hat Polizist zu werden. Vincennes hält kurz ein, nach ca. 15 Sekunden kommt die Antwort: ich weiß es nicht mehr". Dabei scheint Vincennes mehr erstaunt über seine eigene Antwort, als über Exleys Frage. Man sieht förmlich die Enttäuschung in Vincennes Gesicht. Eine großartige Szene wie ich finde.
Curtis Hansons Film wurde mit zwei Oscars ausgezeichnet (best adaptiertes Drehbuch, beste Nebendarstellerin).
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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"Unterm Weihnachtsbaum bei der Polizei von L.A. ...", 9. April 2005
Los Angeles, die "Stadt der Engel", in den 50ern: Der junge und aufstrebende Polizist Ed Exley sagt nach einer brutalen Schlägerei zwischen Häftlingen und Cops gegen einige seiner Kollegen aus, da er noch an Werte wie "Gerechtigkeit" und "Ehrlichkeit" glaubt. Unbeirrbar folgt er seinem Idealismus und lässt sich auch nicht in den Sumpf von Korruption und Bestechlichkeit ziehen, der offenbar unter vielen Polizisten vorherrscht. Unter dem Missfallen seiner Kollegen steigt er schließlich zum Lieutenant auf und übernimmt kurze Zeit später auch schon seinen ersten Fall jenseits des Schreibtisches: In einer Bar gab es nach einer Schießerei sechs Tote, darunter ein vom Dienst suspendierter Cop und eine Prostituierte, die aussieht wie die Schauspielerin Rita Hayworth. Bei seinen Ermittlungen stößt Exley nach und nach auf ein Komplott von ungeahnten Ausmaßen, in das auch der Polizeichef Dudley Smith verwickelt zu sein scheint, und das ihn an die Grenzen der Legalität und seiner persönlichen Überzeugungen und Werte führt...
"L.A. Confidential" ist ein hervorragender und stilvoller Film Noir, der vor allem mit seiner raffinierten und verschachtelten Story und einer äußerst dichten Atmosphäre zu überzeugen weiß. Der Film hat daher völlig zu Recht den Oscar für das "Beste adaptierte Drehbuch" erhalten.
Regisseur und Drehbuchautor Curtis Hanson versteht es, die Spannungsschraube immer weiter anzuziehen und die Akteure seines erstklassigen Ensembles zu Höchstform auflaufen zu lassen. Guy Pearce ist als aufrichtiger Anfänger, der sein Leben nach dem Tod seines Vaters (ebenfalls Polizist) der Gerechtigkeit verschrieben hat, absolut sehenswert. Kevin Spacey liefert als "Hollywood-Jack" wie immer eine brillante Leistung und ist mit seiner verspielt-ironischen Mimik einfach unschlagbar. Russell Crowe gelingt die Gratwanderung und Mischung zwischen Härte, Kälte, ungebremster Emotionalität und wortkargem Einzelgänger erstaunlich gut, und sein Schauspiel zählt zu den Highlights des Films. Kim Basinger, die für ihre Rolle mit dem Oscar als "Beste Nebendarstellerin" prämiert wurde, beeindruckt durch ihr sensibles und geheimnisvolles Spiel, und auch die übrigen Darsteller wie Danny DeVito, James Cromwell und Ron Rifkin wissen zu überzeugen. Dazu kommt noch ein exzellenter und sehr stimmungsvoller Score vom inzwischen leider verstorbenen Altmeister Jerry Goldsmith.
"L.A. Confidential" zählt zu den herausragendsten und besten Thrillern der 90er und zieht einen jedes Mal wieder durch seine raffinierte Story, das überragende Schauspiel der Darsteller und natürlich die gekonnte und extrem spannende Inszenierung in seinen Bann. Sollte man wirklich mal gesehen haben!
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23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
hervorragende Darsteller - Spannung - intelligent gemacht, 9. September 2002
Als Terroranschlag sieht niemand in Los Angeles Anfang der 50er Jahre den Massenmord in einem Cafe. Dass jedoch einer der sechs Ermordeten ein Polizist ist trifft einen empfindlichen Nerv, und es werden die drei besten Maenner auf den Fall angesetzt: Jack Vincennes (Kevin Spacey, "Shipping News"), Ed Exley (Guy Pearce, "Memento") und Bud White (Russel Crowe, "A Beautiful Mind")Details ... Es ist ein Wunder, wie gut dem Regisseur Curtis Hanson ("Die Hand an der Wiege/The hand that rocks the cradle") die Umsetzung der Roman-Reihe von James Ellroy trotz der komplizierten Handlungsstraenge auf intelligente Art und Weise gelingt. Curtis Hanson verlaesst sich jedoch nicht nur auf den Plot, sondern er vervollkommnet sein Werk mit einem brillanten Soundtrack, unzaehligen beeindruckenden Hintergrund-Umgebungen/Sets ohne wirklichkeitsfremde Verfaelschungen. Einige der von ihm gewaehlten Schauspieler waren seinerzeit weniger bekannt. Hinsichtlich dieser Details wurde zumindest das Drehbuch von den professionellen Filmbewertern bedacht, obwohl die ueberzeugenden schauspielerischen Leistungen leicht von den perfekt aufeinander abgestimmten Details ablenken. Schauspieler ... Wie Kim Basinger, die einen Preis erhielt, haucht JEDER Schauspieler seinen Charakter auf dem gleichen, hohen Niveau eine ausserordentliche Lebendigkeit ein. Kim Basinger ist in einer Nebenrolle die widerspruechliche Edel-Hure Lynn Bracken. Dem vielseitigen Russel Crowe gelingt die Darstellung von Bud White ganz locker, fuer den die Gewalt, das bevorzugte Ausdrucksmittel ist. Immer wieder ein Genuss sind die Darbietungen von Kevin Spacey, der hier als Celebrity Cop Jack Vincennes Insider-Informationen an die Presse verkauft und dem verlorenen Sinn in seinem Leben nur noch mit Sarkasmus und Zynismus entgegentritt. Besondere Aufmerksamkeit verdient Guy Pearce als Ed Exley, der seine Kollegen unabhaengig von Recht oder Unrecht verraten wuerde, wenn es nur seiner Karriere dient. Danny DeVito lockert den Film als Reporter Sid Hudgeons mit komoediantischen Zuegen auf. Und natuerlich muss auch das wohlbekannte Gesicht von James Cromwell - hier als Capt. Dudley Smith - erwaehnt werden, der vorzugsweise ernste, hagere Autoritaetspersonen spielt ("The Sum Of All Fears", "Space Cowboys", "The Green Mile", "Babe"). Trotz der Gewaltszenen ist der Film eher ruhig, der andererseits unter der Oberflaeche eine stetig wachsende, wahnsinnige Spannung aufbaut, die sich am Ende in einem Showdown entlaedt. Das Bonusmaterial (3 "Making of"s, Infos ueber die 50er Jahre, Deleted Scenes, ...) ist zufriedenstellend und vom Umfang her befriedigend. 5 Sterne ... Kritiker vergleichen den Film haeufig mit Roman Polanskis "China Town". Dieser Vergleich laesst "L.A. Confidential" zuwenig Ehre zukommen. Fuer zukuenftige Filme wird "L.A. Confidential" gleichermassen wie das ebenbuertige "China Town" als Messlatte dienen. Bei "L.A. Confidential" stimmen nicht nur das Drehbuch und Kim Basinger, sondern auch alle anderen Details, alle anderen Schauspieler und deren gesamte harmonische Komposition. Bei jedem Sehen koennen neue der unzaehligen Details entdeckt werden.
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