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L.A. Confidential: Stadt der Teufel
 
 
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L.A. Confidential: Stadt der Teufel [Gebundene Ausgabe]

James Ellroy , Hans H. Harbort
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 506 Seiten
  • Verlag: Süddeutsche Zeitung Kriminalbibliothek; Auflage: 1. (2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3866152280
  • ISBN-13: 978-3866152281
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 12,8 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 367.785 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Nichts ist, wie es scheint. Süddeutsche Zeitung Kriminalbibliothek.

50 große Kriminalromane, ausgewählt und präsentiert von der Feuilletonredaktion der Süddeutschen Zeitung. „Blutspuren aus den feinsten Federn, eine wohlexplosive Mischung aus Klassik, Moderne und Neuland des Genres.“ Fred Breinersdorfer, Tatort-Autor und Krimischriftsteller

Klappentext

Los Angeles zu Beginn der Fünfzigerjahre. Unbekannte Täter überfallen das Nachtcafé „The Nite Owl“ und ermorden wie im Rausch die Gäste und das Personal. Drei farbige Tatverdächtige werden des Gemetzels beschuldigt, doch während der Festnahme kommt es zu einer Auseinandersetzung, in deren Verlauf sie von der Polizei erschossen werden. Drei ungleiche Polizisten werden auf den Fall angesetzt: Ed Exley, Jack Vincennes und Bud White vom Los Angeles Police Department sollen klären, was geschehen ist. Doch als sich die Wege der Polizisten kreuzen, nimmt das Unheil seinen Lauf. Jeder ermittelt aus anderen Gründen, jeder verschweigt seine eigenen schmutzigen Geheimnisse. Währenddessen zieht der Fall Kreise, und schon bald geht es nicht mehr allein um den Überfall, sondern auch um einen kriminellen Callgirl-Ring und einen mysteriösen Prostituiertenmörder.

„L.A. Confidential“ (1990), auch unter dem deutschen Titel „Stadt der Teufel“ erschienen, ist der dritte Teil einer Krimi-Tetralogie, in der James Ellroy ein düsteres Bild des Los Angeles der Nachkriegszeit zeichnet. Zur Popularität des stets an der Grenze zwischen Realität und Fiktion angesiedelten Romans trug nicht zuletzt die oscarprämierte Verfilmung von Curtis Hanson mit Russel Crowe, Kevin Spacey, Danny de Vito und Kim Basinger in den Hauptrollen bei.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Erstklassig 11. September 2006
Wir haben es hier mit einem echten Meisterwerk zu tun!

Dieser Roman sprengt in jeder Hinsicht die Grenzen des Kriminalromans und auch des Thrillers.

Denn die Frage nach dem Täter des fraglichen Massakers, mit dem die Polizei in LA in diesem Buch befaßt wird, gerät hier immer mehr zur Nebensache, ja der Krimimalfall selbst wird beinahe immer unwichtiger.

Er ist nur der Aufhänger für ein haarsträubendes Porträt einer von Gier und Korruption zerfressenen Stadt, in der Gerechtigkeit und Moral nichts, Karriere und Macht hingegen alles sind.

Dabei artet der Roman immer mehr in ein immer komplizierter werdendes Geflecht von Nebenhandlungen und zwielichtigen Figuren aus. Daß der Roman aber bei all diesen zahllosen Nebensträngen nicht den Faden verliert, sondern alles fast mühelos miteinander verzahnt, gehört zu den besonderen Stärken des Buchs.

Das Bemerkenswerteste ist aber, daß sich der Roman für die Verbrecherwelt kaum interessiert, sondern die Geschehnisse vielmehr nutzt, um das Innenleben der Polizei zu beleuchten. Und dabei stellt sich heraus, daß diese genauso verkommen ist wie das Verbrechen selbst, das sie eigentlich bekämpfen soll.

Stattdessen bekämpfen sich die einzelnen Polizisten untereinander bis auf's Messer und schrecken selbst vor Kollegenmord nicht zurück. Vor der Polizei muß man hier mehr Angst haben als vor den Verbrechern!

Bezeichnenderweise ist auch keine der porträtierten Hauptfiguren moralisch integer. Die hier dargestellten Polizisten sind entweder brutale Schläger, geltungssüchtige Aufschneider oder karrieregeile Intriganten. Am Ende arbeiten sie dann nicht aus Kollegialität oder Freundschaft zusammen, sondern weil sie einen Pakt geschlossen haben, von dem sich jeder seine eigenen Vorteile verspricht.

Aber der finsterste Intrigant, der für das Blutbad, das den Ausgangspunkt der Story bildet, der Hauptverantwortliche ist, kommt am Ende unbeschadet davon.

Dies alles ist in einer sehr plastischen direkten Sprache geschrieben und der Autor geht hier ohne Kompromisse voll zur Sache.

Gegen ihn sehen selbst gestandene Größen wie Raymond Chandler oder Dashiell Hammett ziemlich alt aus.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
literarischer Berserker 4. Februar 2007
Von helmut seeger TOP 1000 REZENSENT
Wenn einer die soziologischen Auswirkungen des Verbrechens verstanden hat, dann James Ellroy.

Im Mittelpunkt des Romans stehen zwar der mehrfache Mord in einem Nachtclub und die Verstrickung eines führenden Polizeioffiziers des LAPD in die Kontrolle des organisierten Verbrechens von Los Angeles in den 50er Jahren , auf der Anklagebank sitzt aber eigentlich die gesamte Gesellschaft L.A.s in den 50ern mit ihrem verfilzten Justiz- und Polizeiapparat, in dem sich Polizisten um Gerechtigkeit mühen, die selber so viel Dreck am Stecken haben, dass die Grenzen zwischen Gut und Böse, wie man sie in schlechteren Kriminalromanen findet, komplett eingerissen werden. Los Angeles wird präsentiert als ein Sumpf aus Drogen, Prostitution, Erpressung, Brutalität und Perversion, der keinerlei Moral mehr zulässt. Die handelnden Personen handeln aus verschiedensten eigensinnigen Motiven, die in keinster Weise irgend einem öffentlichen Interesse mehr unterworfen sind. Insofern hat der Autor auch ein Gesellschaftsporträt entworfen.

Ellroy ist ein literarischer Berserker, der von Beginn des Romans bis zur 500sten Seite den Leser mit einer Fülle an Stoff und Details in einem solchen Tempo traktiert, dass der irgendwann entweder den Faden verliert oder in eine Art literarisches Delirium gerät. Teils liest sich das Buch wie ein Zeitungsartikel, mal wie ein Zitat aus dem Polizeibericht, die Grenzen zwischen Literatur und Realität werden vollends beseitigt und irgendwann glaubt man alles, was Ellroy schreibt.

Es ist vielleicht der einzige Kriminalroman, den ich kenne, dessen Autor es über die gesamte Distanz schafft, keine einzige der handelnden Personen als Identifikationsfigur zuzulassen. Alle beteiligten Polizisten sind dermaßen verstrickt und unsympathisch und sich größtenteils in Abneigung und Hass verbunden, dass auch zu dem Zeitpunkt, als sie den Drahtzieher des Verbrechens zur Strecke bringen, keinerlei Katharsis eintritt, weil der Sumpf, in dem alle waten, kein Stück trocken gelegt wurde.

Die Geschichte bleibt bis zur letzten Seite packend, aber, und das ist das einzige, was man ihr vorwerfen könnte, sie macht keinesfalls 500 Seiten erforderlich.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Meisterwerk! 1. September 2006
Da der Inhalt bereits genügend wiedergegeben wurde, hier nur noch einige persönliche Anmerkungen: Der Inhalt dieses Buch ist hart, schnell, gewaltig und gewalttätig. Korruption überall, Schatten der Vergangenheit, Kämpfe um Macht und das eigene Ego - kurzum, gigantisch!

Mir hat es noch deutlich besser gefallen als "Die schwarze Dahlie", unter vielen guten Ellroy's ist "L.A. Confidential" für mich der Beste!
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