Um es gleich vorweg zu nehmen: Dieses ist von allen, die ich bisher gelesen habe, das schwächste Buch, das unter dem Namen Jule Brand erschienen ist. Es ist zwar wie gewohnt leicht und flüssig zu lesen, aber die Geschichte ist im Ganzen doch sehr vorhersehbar und das Ende eine Kitsch-Katastrophe. So reicht diese Geschichte keinesfalls an die anderen heran. Deshalb sollen sich alle, die zum ersten Mal Jule Brand lesen bitte nicht abschrecken lassen, ich kann versichern: Es geht auch besser!
Wer außerdem weiß, wer hinter dem Pseudonym Jule Brand steckt, und insbesondere auch Kerstin Giers Mütter-Mafia-Reihe gelesen hat, der wird einige Parallelen erkennen wie zum Beispiel Charakterzüge und Eigenarten, derer sich die Autorin offenbar häufiger bedient und die sich in den nachfolgenden Kerstin-Gier-Romanen häufig wieder finden und das Stilmittel der Tagebucheinträge der Tochter, die im vorliegenden Fall aber noch in keinster Weise an die aus der Mütter-Mafia-Reihe heranreichen und dagegen ob ihrer Einfältigkeit sehr verblassen.
Insgesamt seichte Unterhaltung, allerdings keine, die mich vollkommen begeisterte.