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Lügen in Zeiten des Krieges. Roman [Großdruck] [Taschenbuch]

Louis Begley , Christa Krüger
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (23 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 9,90 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

18. Mai 2009
Suhrkamp Großdruck - Bestseller im großen Format mit sehr gut lesbarer Schrift Lügen in Zeiten des Krieges erzählt die Geschichte einer Kindheit in Polen. Maciek, Sohn jüdischer Eltern, wächst behütet in einem wohlhabenden Arzthaushalt auf – bis die deutsche Invasion im Herbst 1939 mit einem Schlag das Schicksal seiner Familie verändert.

Hinweise und Aktionen

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 310 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp; Auflage: 1 (18. Mai 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518460927
  • ISBN-13: 978-3518460924
  • Originaltitel: Wartime Lies
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 14 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (23 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 547.771 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Lügen in Zeiten des Krieges
OT Wartime LiesOA 1991 DE 1994 Form Roman Epoche Moderne
Lügen in Zeiten des Krieges von Louis Begley gehört zu den wichtigsten Holocaust-Romanen des 20. Jahrhunderts. Insbesondere die Schilderung des Warschauer Aufstands aus der Sicht eines Kindes macht das Buch zu einem Dokument, dessen Lektüre unter die Haut geht.
Entstehung: Begley war 57, als er 1991 seinen ersten Roman veröffentlichte. Um Lügen in Zeiten des Krieges zu schreiben, ließ er sich vier Monate von seiner New Yorker Rechtsanwaltskanzlei beurlauben. Der Roman trägt stark autobiografische Züge.
Inhalt: Lügen in Zeiten des Krieges schildert die Kindheit des polnischen Jungen Maciek wäh-rend des Zweiten Weltkriegs. Maciek stammt aus einer gut situierten jüdischen Arztfamilie. Seine Mutter starb im Kindbett; einen Mutterersatz fand der Junge in seiner Tante Tanja. Aus der Perspektive von Maciek wird beschrieben, wie es dem Jungen und seiner einfallsreichen, mit allen Wassern der Verstellungskunst gewaschenen Tante gelingt, ihr Leben zu retten. Als Mutter und Sohn katholischen Glaubens getarnt, schlagen sie sich von Versteck zu Versteck durch. Die Lüge wird für die beiden zur wesentlichen Existenzgrundlage. Tanja denkt sich stets aufs Neue eine möglichst überzeugende Geschichte aus und studiert mit dem kleinen Maciek die Version ein, die er im Fall einer Befragung wiedergeben soll.
Parallel zu dem Lügengebäude, mit dem Tante und Neffe den Holocaust überleben, bemüht sich Tanja um die Erziehung und Bildung des ihr anvertrauten Kindes. Dazu gehört Unterricht im Luftschutzkeller ebenso wie die – parallel zu den offiziellen Vorbereitungsstunden auf die Erstkommunion erfolgende – heimliche Einführung in den jüdischen Glauben.
Aufbau: Dem Romangeschehen hat Begley eine kurze Rahmenhandlung vorangestellt, die auf vier Seiten einen 50-jährigen Mann beschreibt, der sich aus dem Kind Maciek entwickelt haben könnte. In Interviews danach befragt, beteuerte Begley immer wieder, dass sich hinter dieser Person nicht er selbst verberge.
Die Binnenhandlung ist in sieben Kapitel gegliedert. Im achten Kapitel wechselt Begley – für den Leser überraschend – die Perspektive: Ein allwissender Erzähler berichtet, wie es dem heranwachsenden Maciek in den Nachkriegsjahren ergangen ist. Seinen jüdischen Namen konnte er auch nach Kriegsende nicht wieder annehmen, denn im befreiten Polen wurde bereits kurz nach dem Krieg das nächste Pogrom ausgerufen. Und auch in dieser Zeit trugen Lügen dazu bei, das Überleben zu sichern.
Wirkung: Begleys Erstling Lügen in Zeiten des Krieges wurde unmittelbar nach Erscheinen zu einem Bestseller. Die Kritik lobte neben der eindrucksvollen Schilderung einer verlorenen Kindheit vor allem die Sprache, die trotz der grausamen Umgebung, in der die Handlung spielt, mal schlicht und dann wieder fantasievoll, fast lyrisch ist. Das Buch wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. M. E. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Der Verlag über das Buch

»Ein einzigartiges Zeitdokument und ein ergreifender Roman.«
Marcel Reich-Ranicki -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

4.3 von 5 Sternen
4.3 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lügen, um zu überleben 3. Februar 2008
Von R. Funk
Format:Gebundene Ausgabe
Dieser Roman ist kein Fantasieprodukt sondern traurige Realität. Louis Begley, ein New Yorker Anwalt, der als Ludwig Begleijter geboren wurde, hat als jüdisches Kind Krieg und Holocaust in Polen überlebt. Was er als Ich-Erzähler beschreibt, trägt starke autobiographische Züge.

Der kleine Maciek hat seine Mutter verloren, da diese im Kindbett verstarb, wächst aber trotzdem behütet in einer polnischen Mittelstadt auf. Sein Vater ist ein geachteter Arzt. Das Kind wird von seiner Tante Tanja, den Großeltern und einem Dienstmädchen umsorgt, bis die Katastrophe des Zweiten Weltkrieges hereinbricht. Damit beginnt eine Odyssee, welche die Familie nicht nur um ihren Besitz bringt, sondern diese auch völlig auseinanderreißt. Der Vater kämpft im Osten zusammen mit der Russischen Armee. Die Großeltern und Tanja mit dem kleinen Maciek entrinnen dem Ghetto und der drohenden Deportation mit falschen "arischen" Identitäten und getrennten wechselnden Aufenthaltsorten.

Maciek ist unter der Obhut Tanjas gezwungen, sich je nach Situation einen neuen Lebenslauf einzuprägen und sein ganzes Verhalten daran auszurichten. Er muß wie ein Schauspieler seine jeweilige Rolle lernen. Nur so können die beiden im Untergrund überleben, zunächst im galizischen Lemberg und später in Warschau, wo sie den ganzen Schrecken des Warschauer Aufstands und dessen Folgen miterleben. Der Feind besteht nicht nur aus deutschen Nazischergen, sondern auch aus den eigenen katholischen Landsleuten, weshalb nach dem Krieg aus Furcht vor Pogromen die falsche Identität beibehalten werden muss.
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39 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Autobiographischer Roman eines Shoah-Überlebenden 6. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
„Wenn man die Tür zu einer dunklen Vergangenheit öffnen will, dann läuft man Gefahr, sich die Hand am glühenden Türgriff zu verbrennen. Die literarische Form des Romans erlaubt hier eine Distanzierung, sie ist wie ein handschuh, den man sich anzieht, um die Hitze ertragen zu können." So sieht Louis Begley in der Form des Romans eine „Art Schutzhaut", die es ihm erlaubt, „meine eigene Geschichte erzählen zu können". Louis Begley wurde 1933 als Kind jüdischer Eltern in Polen geboren. Die Familie überlebte die Shoah und emigrierte in die USA. Das literarische Erstlingswerk des New Yorker Anwalts erzählt die Geschichte der Kindheit des polnischen Juden Maciek zur Zeit des Zweiten Weltkriegs. Aus der Perspektive des kleinen Jungen wird erzählt, wie es ihm und seiner Tante immer wieder gelingt, ihr Leben durch Lügen zu retten. Die Lüge wird so zur Existenz-Vorraussetzung; der Verlust der eigenen Identität ist der Preis für das Überleben. Am Anfang des Buches ist von dem Mann die Rede, der aus diesem Jungen Maciek geworden ist, von seiner „Scham, am Leben geblieben, mit heiler Haut, ohne Tätowierung davongekommen zu sein, während seine Verwandten und fast alle anderen im Feuer umgekommen waren..." Louis Begley spricht in einem Interview von seiner eigenen Scham, die er „als Überlebender des Holocaust empfunden" habe. Viel Autobiographisches steckt in diesem Roman, Realität und Fiktion greifen ineinander; und dies in einem auf hohem sprachlichen Niveau. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unbedingt lesenswert! 18. August 2011
Format:Taschenbuch
Unaufhaltsam geht der gesellschaftliche Abstieg der angesehen Arztfamilie aus dem beschaulichen Dorf T. von statten: zunächst wohlsituiert, mit Personal und allen Annehmlichkeiten in einer großzügigen Villa; über kleinere Wohnungen, dann Pensionszimmer voller Wanzen, schließlich Luftschutzkeller. Maciek und seine alleinstehende Tante sind die einzigen der Familie, die den Krieg und die Judenverfolgung überleben, Grund dafür ist die beherzte Hilfe eines deutschen SS-Mannes, der sich um Maciek und seine Familie nicht zu verraten selbst erschießt und der unglaubliche Listenreichtum der Tante Tanja, der Maciek schließlich das Überleben sichert.

Doch um welchen Preis? "Mußte das Kind, das er einmal war, sich so entwickeln, ist das der Preis für seine Weise des Überlebens?", so fragt sich der Erzähler. Denn Grundbedingung dafür, Progromen und der Deportation zu entkommen, ist die Lüge. Die Lüge, die immer tiefer in das eigene Leben eindringt, schließlich den gesamten Alltag vereinnahmt. Nicht die eigene Identität kann mehr gelebt werden, sondern immer nur eine imaginierte Biographie, die mit Disziplin unermüdlich eingeübt, verinnerlicht werden muss.

Neben den grausigen, wenn auch ohne Hass oder Wut vorgetragenen Schilderungen der russischen wie der deutschen Armee, enthält vor allem der erste Teil des Buches eine äußerst einfühlsam erzählte Kindheitsgeschichte, mit einem Schmunzeln vorgetragene Episoden und Anekdoten bereiten den unheilvollen Boden für das, was schließlich 1939 in Form schwarzer Stiefelspitzen das Leben der Familie Macieks radikal verändern sollte.
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5.0 von 5 Sternen Erschütternd und großartig zugleich
Als ich acht jahre alt war, hatte ich zum ersten Mal in der Schule etwas über dieses Thema und die damit verbundene Zahl sechs Millionen gehört. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Hanno Hartwig veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Lügen in Zeiten des Krieges
Diese Lektüre hätte ich nicht unbedingt gebraucht. Es gibt so viel Literatur in diesem Bereich, und ich bin auch immerbereit, sie zu lesen und mich mit diesem Thema... Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Jürgen Hering veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen bedeutende deutungen
in jeder andeutung,jeder begegnung und jedem dialog kann ein entscheidender hinweis zum weiteren verlauf enthalten sein,was das buch etwas schwer zu lesen macht. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von theo veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Bestens!!
Die Erledigung der Bestellung ging sehr schnell. Die Qualität ist ebenfalls sehr zufriedenstellend. Würde hier auch wieder bestellen. Herzlichen Dank.
Vor 15 Monaten von Bührnheims Literatursalon Gmbh veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen 'Erfahrungen aus zeiten des krieges'
es waren keine luegen! es waren eindruecke, erfahrungen, gelebtes - missgluecktes. sprachlich gesehen fuer die schulische oberstufe gedacht - ansonsten zu langatmig...
Vor 18 Monaten von hans rudat veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Flop
Dieses Buch ist erbärmlich geschrieben und für Leser gedacht, die in einer Springreitschule gelernt haben. Der Papierkorb nimmt's an. Schade !
Vor 20 Monaten von Kolumnist veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Große Literatur uas kindlicher Sicht
Hier schreibt ein älterer Autor seinen ersten Roman und wählt als Thema sein Leben. Nicht neu, passiert beinah wöchentlich. Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von Edgar Uhl veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Zu nüchtern geschrieben, um wirklich tief zu berühren
Begley schildert die Erlebnisse des jungen Maciek während seiner Flucht im Zweiten Weltkrieg. Anschaulich wird die Odyssee dargestellt, die er und seine Tante erleben,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. September 2012 von Jörg Wolter
5.0 von 5 Sternen Eine polnische Kindheit unter den Nazis - unbedingt lesen!
Als die Deutschen 1939 in Polen einmarschieren, taucht der der junge Jude und Arztsohn Maciek gemeinsam mit seiner Tante unter und flieht quer durch Polen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Juli 2011 von Kiepura
5.0 von 5 Sternen Erschütternd und ergreifend- ein Wettlauf mit dem Tod
Louis Begley, bekanntermaßen ein Meister seines Fachs, schlägt mit diesem Werk zwei Fliegen mit einer Klappe. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. Februar 2011 von Ein Leser
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