Ein wohlsituiertes Ehepaar in New York City wird schon seit einiger Zeit von einem anonymen Briefeschreiber bedroht. Eines Tages entführt der rätselhafte Unbekannte den geliebten Pudel der beiden. Das Ehepaar, das den Vorfall bei der Polizei meldet und um Hilfe bittet, erntet von dieser nur Unverständnis und Ignoranz. Ein junger Polizist wittert in dem Fall eine Bewährungsprobe, um sich die Anerkennung seiner Kollegen zu erringen. Er stellt auf eigene Faust Ermittlungen an.
Patricia Highsmith gelingt es, in einer schönen und gleichzeitig schnörkellosen Sprache, die Charaktere ihrer Geschichte zu zeichnen und die tiefgreifenden Verwerfungen der amerikanischen Gesellschaft der späten 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts aufzudecken. Sie zieht den Leser in ihren Bann, obwohl sie vollkommen auf kriminalistische Knalleffekte und Überraschungsmomente verzichtet. Das Buch beginnt absurd: mit der scheinbar grundlosen Entführung eines verhätschelten Hundes. Doch mit jeder Seite werden die Protagonisten tiefer in den Strudel der Ereignisse hineingezogen.