Stanley, zu Unrecht eines Diebstahls wegen verurteilt, kommt nach Green Lake Camp, einem Besserungslager für Jungen am Rande eines vertrockneten Sees, 100 Meilen von jeglicher Zivilisation entfernt. Alle Insassen müssen pro Tag ein Loch graben-angeblich, um ihren Charakter zu bilden. Doch schnell wird Stanley klar, dass die launische, unberechenbare Chefin in Wirklichkeit nach etwas Wertvollem und Verborgenem suchen lässt.
Neben den grabtechnischen Eingewöhnungsschwierigkeiten versucht Stanley, als Neuer in der Gruppenhierarchie seinen Platz zu finden und sich Respekt zu verschaffen. Was ihm eigentlich recht gut gelingt. Nur das spezielle Abkommen mit Zero, den alle für dumm halten, der Stanleys Achtung gewinnt und ihn um Lese-und Schreibunterricht bittet und ihm dafür beim Graben hilft, irritiert die andern und verärgert sie.
Stanleys unverhoffter Fund eines kleinen, goldigen Röhrchen mit eingravierten Initialen stellt -von allen völlig ungeahnt- die Schicksalsweiche seiner Familie, die seit dem Urgrossvater von einem Fluch belastet ist, und damit auch seine persönliche. Doch ins Rollen bringt das Ganze erst Zero, der abhaut, weil ihm der Lese-/Schreibunterricht verboten wird. Stanley macht sich nachträglich auf seine Suche und findet ihn auch.
Zusammen entkommen die Jungen knapp dem Verdursten und planen, den verschollenen Schatz zu heben und das Camp zu verlassen. Nichtsahnend, dass Zero der Ururenkel derjenigen Frau ist, dem Stanleys Familie den Fluch zu verdanken hat und dessen Wirkung er beiläufig und unwissentlich getilgt hat...
Sachar ist mit "Löcher" eine in meinen Augen nicht unbedingt skurrile, jedoch durchwegs unterhaltsame, spannende und in einigen Wendungen überraschend erfrischende Geschichte gelungen. Witzig finde ich die am Schluss zusammenkommenden Schicksalsfäden der verschiedenen Generationen der Yelnats, Stanleys Familie. Und Stars, die zu ihrem abartig stinkendem Fusspilz stehen, sind doch auch nicht gerade alltäglich...