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Trotz seiner Unschuld, wird Stanley rasch in die Routine von Camp Green Lake eingebunden: vor Sonnenaufgang aufstehen, um ein Loch von fünf Fuß Durchmesser und fünf Fuß Tiefe zu graben; lernen, wie man mit der Horde von Jungs in Gruppe D zurechtkommt, die nach einem Herr-der-Fliegen-Muster gestrickt zu sein scheinen; und sich vor der Wärterin fürchten, die sich ihre Fingernägel mit Klapperschlangengift lackiert. Als Stanley aber dahinterkommt, dass die Jungs möglicherweise nicht nur zur Verbesserung ihres Charakters Löcher graben, sondern weil die Wärterin etwas ganz Bestimmtes sucht, wird die Handlung genauso heftig wie die Ironie.
Dies ist eine seltsame Geschichte, sie ist aber auch auf seltsame Weise bezwingend und schön. Mit pokergesichtiger Untertreibung schafft Louis Sachar eine bizarre, jedoch glaubwürdige Welt, in der sich Major Major Major Major von Catch-22 so richtig zu Hause fühlen würde. Aber obwohl die Geschichte vor Humor und Absurdem nur so strotzt, zeigt sie auch ein tiefes Verständnis für die Bedeutung von Freundschaft wie auch ein glühendes Mitgefühl für die Schwächeren der Gesellschaft. Als Stanley unbewusst beginnt, sein Schicksal zu erfüllen -- die zwei Handlungen der Geschichte laufen zusammen, um zu zeigen, dass das Schicksal große Pläne auf Lager hat -- kommen wir nicht umhin, den Guten zuzujubeln, und all den Yelnats, wo immer sie auch sind. --Bragien Davis -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Der etwa elfjährige Stanley hat nicht viel zu lachen: Immer wieder ist er zur falschen Zeit am falschen Ort. Dieses Problem kannte auch schon sein Großvater und dessen Vater. Ist das einfach nur Pech, oder liegt eine Art Fluch über der Familie? Als Stanley mal wieder am falschen Ort ist, wird er wegen eines Diebstahls verhaftet, den er gar nicht begangen hat, und landet im Erziehungslager Green Lake in der texanischen Wüste. Auch wenn es zunächst nicht danach aussieht: Dort ist er endlich am richtigen Ort, denn über Green Lake liegen Schatten aus der Vergangenheit, die auf seltsame Weise mit Stanleys Familiengeschichte verknüpft sind. Niemand anderes als der dicke, oft gehänselte Stanley wird die Geheimnisse von Green Lake aufdecken, wobei Zwiebeln, Schweißfüße, Pfirsiche und natürlich Löcher eine entscheidende Rolle spielen.
Louis Sacher beschreibt keine heile Welt und findet recht deutliche Worte für ihre Schattenseiten. Der ehemalige Rechtsanwalt kritisiert die Art, wie in den USA schon Kinder in die Mühlen des Strafvollzugs geraten und wirft ein Schlaglicht auf Amerikas rassistische Vergangenheit und Gegenwart. Dennoch hinterlässt dieses moderne Märchen, vorgelesen von Konstantin Graudus, nach dem Hören ein wunderbar heiteres Gefühl. Louis Sacher ist ein überaus unterhaltsames und in jeder Weise wertvolles Buch gelungen!
Hörspiel, Spieldauer ca. 185 Minuten, 2 MC. --Robin Rudolph -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Von inneren und äusseren Löchern oder dem Mut, einer Sache auf den Grund gehen zu wollen,
Von
Rezension bezieht sich auf: Löcher. Die Geheimnisse von Green Lake. (Taschenbuch)
Stanley, zu Unrecht eines Diebstahls wegen verurteilt, kommt nach Green Lake Camp, einem Besserungslager für Jungen am Rande eines vertrockneten Sees, 100 Meilen von jeglicher Zivilisation entfernt. Alle Insassen müssen pro Tag ein Loch graben-angeblich, um ihren Charakter zu bilden. Doch schnell wird Stanley klar, dass die launische, unberechenbare Chefin in Wirklichkeit nach etwas Wertvollem und Verborgenem suchen lässt.Neben den grabtechnischen Eingewöhnungsschwierigkeiten versucht Stanley, als Neuer in der Gruppenhierarchie seinen Platz zu finden und sich Respekt zu verschaffen. Was ihm eigentlich recht gut gelingt. Nur das spezielle Abkommen mit Zero, den alle für dumm halten, der Stanleys Achtung gewinnt und ihn um Lese-und Schreibunterricht bittet und ihm dafür beim Graben hilft, irritiert die andern und verärgert sie. Stanleys unverhoffter Fund eines kleinen, goldigen Röhrchen mit eingravierten Initialen stellt -von allen völlig ungeahnt- die Schicksalsweiche seiner Familie, die seit dem Urgrossvater von einem Fluch belastet ist, und damit auch seine persönliche. Doch ins Rollen bringt das Ganze erst Zero, der abhaut, weil ihm der Lese-/Schreibunterricht verboten wird. Stanley macht sich nachträglich auf seine Suche und findet ihn auch. Zusammen entkommen die Jungen knapp dem Verdursten und planen, den verschollenen Schatz zu heben und das Camp zu verlassen. Nichtsahnend, dass Zero der Ururenkel derjenigen Frau ist, dem Stanleys Familie den Fluch zu verdanken hat und dessen Wirkung er beiläufig und unwissentlich getilgt hat... Sachar ist mit "Löcher" eine in meinen Augen nicht unbedingt skurrile, jedoch durchwegs unterhaltsame, spannende und in einigen Wendungen überraschend erfrischende Geschichte gelungen. Witzig finde ich die am Schluss zusammenkommenden Schicksalsfäden der verschiedenen Generationen der Yelnats, Stanleys Familie. Und Stars, die zu ihrem abartig stinkendem Fusspilz stehen, sind doch auch nicht gerade alltäglich... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Spannend mit vielen Überraschungen,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Löcher (Das Geheimnis von Green Lake) (Gebundene Ausgabe)
Schuld an allem ist Elya Yelnats der alte Tunichtgut und Schweinedieb. Weil der Ururgroßvater von Stanley Yelnats ein Versprechen nicht eingelöst und ein Schwein gestohlen, klebt seinen Nachkommen das Pech an den Sohlen. Auch Stanley war 'zur falschen Zeit am falschen Ort'. Der Richter sieht das anders. Stanley soll die Turnschuhe eines Baseballstars geklaut haben und landet deshalb in einer Besserungsanstalt. Jetzt muss er unter der sengenden Sonne Löcher graben - immer so breit und so tief wie die Grabschaufel lang ist. Aber außer der harten Fronarbeit und der 'Charakterbildung' steckt in der Graberei ganz offensichtlich noch ein Geheimnis. Stanley will dahinter kommen und löst nebenbei noch den Fluch, der auf seiner Sippe liegt.Ein kräftiger Schuss Abenteurer, ein Stückchen Sozialkritik und ein wenig Märchen ergeben zusammen ein spannend geschriebenes Buch über junge Tunichtgute, die alles andere sind als Pfadfinderinnen. Der Autor Louis Sachar schreibt in einer einfachen und ganz geradlinigen Sprache. Die 'Helden' und anderen Akteure sind vielleicht ein wenig zu einfach gezeichnet und die Realität der Jungen in einer wirklichen Besserungsanstalt ist vermutlich schlimmer als in den 'Löchern'. Trotzdem - es hat unheimlich Spass gemacht das, Buch an nur zwei Abenden zu lesen. Stefan Kühner (48 Jahre), Karlsruhe Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
7. Klasse Lektüre, Schülermeinungen,
Rezension bezieht sich auf: Löcher. Die Geheimnisse von Green Lake. (Taschenbuch)
Löcher: Die Geheimnisse von Green LakeGelesen im Deutschunterricht, Gymnasium, 7. Klasse, "Löcher" kam überwiegend gut an - würde es beim nächsten Mal eher in einer 8. Klasse lesen und mehr Zeit (4 Wochen?) einplanen, vielleicht als Projekt mit Englisch und Ethik/Religion, Erdkunde, ... Hier die Beurteilungen der Schüler/innen (nicht alle Schüler/innen haben eine abgegeben)- 4 Sterne als "Quersumme" der Klasse: Leandra: 4 Sterne Ich finde das Buch toll, weil es spannend geschrieben ist und es um ein Thema geht, das noch nicht Stoff für ein anderes Buch war. Ich gebe nur vier Sterne, weil das Genre einfach nicht das ist, was ich gerne lese. Ansonsten ist das Buch toll. Am meisten hat mir gefallen, dass das Buch von der Geschichte von Stanley zu der von Kissin' Kate Barlow übergegangen ist und dass am Ende alles gut ausging Jan: 2,5 Sterne Das hat mir gefallen: es ist lustig und alles hängt zusammen Das gefällt mir nicht: nichts Tilman: 5 Sterne Das Buch hat mir sehr gut gefallen, weil man zuerst scheinbar zwei verschiedene Geschichten liest, aber man nach einer Weile immer wieder Zusammenhänge erahnt und zum Schluss alle wie ein Puzzle zusammenfügen kann. Außerdem kann man wegen der Parallelgeschichte das Buch auch aus einer anderen Perspektive lesen. Was mir nicht gefällt, ist, dass Stanley, außer zu Zero, während der ganzen Zeit im Camp keine sehr festen Freundschaften zu den Leuten aus Zelt D knüpft. Meine Lieblingsperson ist Mr. Pendanski, weil er Stanley immer so behandelt als sei er hochkriminell, obwohl er unschuldig ist und in seinem Leben noch keine Straftat begangen hat. Lorenz: Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil es niemals langweilig ist, es passiert immer irgendetwas Spannendes. Am Anfang habe ich gedacht, es würde - so wie der Name sagt - um Löcher gehen, aber als ich dann angefangen habe zu lesen, wurde es immer cooler. Ich finde auch durch die anderen Geschichten im Buch kann man sich vieles zusammenstellen. Nach der Stelle, bei der Zero Mr. Pendankski mit der Schaufel ins Gesicht schlägt, wird es nur noch spannend. Außerdem hat mir gefallen, dass es am Ende sowas wie ein Happy End gibt, denn die Familie Yelnats hatte noch nie Glück und dann ... (selber lesen!) Stefan B. 5 Sterne Das Buch ist witzig und spannend. Es reißt den Leser mit, man vertieft sich in das Buch. Tolle Dialoge der Figuren sorgen für Abwechslung. Die Hauptperson, Stanley, wird anfangs als ein langweiliger Teenager dargestellt, doch später findet der zu Unrecht gefangen genommene Junge Freunde und erlebt mit ihnen vieles. Die sechs Personen werden im Buch mit den Spitznamen X-Ray, Deo, Magnet, Zickzack, Torpedo und Zero bezeichnet, ihre wahren Namen sind unwichtig, denn sie reagieren sowieso nicht darauf. Doch im weiteren Verlauf werden fünf der Personen Nebensache, nur Zero erlebt mit Stanley ein gefährliches Abenteuer. Die beiden müssen sich mühsam durch das Buch kämpfen. Das packende Buch ist einfach zu lesen und ist deshalb sehr für Kinder weiter zu empfehlen! Natascha Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da es sehr spannend aufgebaut ist und keine langweiligen Stellen hat. Wenn man anfängt zu lesen, kann man nicht mehr aufhören. Es ist sehr gut, dass die einzelnen Kapitel so kurz sind, da es einem dann nicht so langgezogen und langweilig vorkommt. Die Geschichte ist realistisch und gut geschrieben. Man kann dadurch mehr über die USA und ihre "Erziehungsmethoden" lernen. Larissa 3 Sterne Ich finde das Buch gut, da es viele spannende Rätsel hat und Humor. Nicht so gut finde ich, dass in diese Geschichte zwischenrein Abschnitte geschoben werden, die über die Vorfahren des Jungen Stanley erzählen, weil ich manchmal nicht wusste, ob das jetzt Gegenwart oder Vergangenheit ist. In diesem Buch geht es aber um Freundschaft, was der Leser dann später noch erfahren wird. Auch gut finde ich, dass sich Louis Sachar nicht nur auf eine Person, Stanley, beschränkt hat und im letzten Kapitel alle noch offenen Fragen beantwortet werden. Die Kapitel sind allgemein sehr kurz und in der Vergangenheit geschrieben. Alles in allem ist das Buch gut. Thuy-Mi Das Buch finde ich sehr interessant wegen seiner realistischen Geschichte, die zwar über einen "Familienfluch", aber auch um eine Anstalt für Jugendliche, die sich strafbar gemacht haben, geht. Es besitzt viele traurige und ernste Momente, aber auch welche, bei denen man sich fühlt, als ob man diese gerade selber durchmacht. Die für mich beste Stelle im Buch ist, wo die beiden Hauptcharaktere Stanley und Zero von den gelb gefleckten Eidechsen umzingelt werden. Mirco Ich finde das Buch gut, weil es einfach und verständlich, aber auch immer komisch ist. Trotzdem stören die Einschübe, die einen immer wieder durcheinander bringen, auch wenn man durch sie die Zusammenhänge zwischen verschiedenen Orten bzw. Personen besser versteht. Durch den freien und umgangssprachlichen Schreibstil wird das Buch auf eine sarkastische Weise komisch. Bei dem Buch gefallen mir vor allem nicht die Anspielungen auf Rassismus. In die Personen, v.a. die Kinder, kann man sich sehr gut hineinversetzen, dadurch ist das Buch für Kinder und Jugendliche bis 15 Jaher geeignet. Anna 4 Sterne Im Großen und Ganzen ist das Buch gut und schön zu lesen. Aber manchmal macht es etwas zu große Sprünge und die Geschichte vor 100 Jahren ist manchmal zu ausführlich beschrieben. Ich finde aber gut daran, dass es kurze Kapitel hat und es spannend aufgebaut ist. An manchen Stellen ist das Buch auch ziemlich traurig und gefühlvoll. Am Schluss kam ganz viel Spannung zusammen und es ging gut aus, das ist gut. Das Buch ist an den meisten Stellen real, aber manchmal auch übertrieben. Ich gebe dem Buch vier Sterne, weil es an manchen Stellen noch besser sein könnte. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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