In "L'élégance du hérisson" schildern die 54jährige Concierge Renée und die zwölfjährige Paloma, Tochter einer wohlhabenden Pariser Familie, ihre Erlebnisse und Gedanken. So unterschiedlich die beiden auf den ersten Blick sein mögen, dass sie im gleichen Haus wohnen, ist bei weitem nicht ihre einzige Gemeinsamkeit. Beide leben im Verborgenen, verstecken ihre Intelligenz und vertrauen sich nur ihrer besten Freundin Manuela (Renée) oder ihrem Tagebuch (Paloma) an. Bis die beiden sich und den neuen Hausbewohner Kakuro kennenlernen und merken, dass sie sich sehr ähnlich sind ...
Dieses Buch handelt von den kleinen schönen Dingen dieser Welt (wie der Eleganz eines Igels), die zu entdecken allen Menschen möglich ist. Der Wunsch der Gesellschaftsschichten, unter sich zu bleiben, wird bei der Begegnung dieser drei Figuren radikal in Frage gestellt. Nicht Herkunft oder Reichtum entscheiden darüber, ob zwei Menschen zueinander passen. Wichtig ist, ob es zu einem Austausch oder intuitivem Verstehen kommt.
Zugegebenermaßen ist das Buch nicht immer leicht zu lesen. Bis zur Begegnung der drei dauert es eine ganze Weile, so dass bei mir mitunter auch Langeweile aufkam. Ab diesem Punkt hingegen hat mich das Buch mit seiner schönen Sprache fasziniert. Besonders gefallen hat mir auch, dass die Seelenverwandtschaft der drei Protagonisten so schön geschildert wird, dass die Autorin auf eine aufwendige Handlung verzichten kann.