Afrika, der unbekannte Kontinent direkt vor unserer Haustüre. Gibt es so etwas wie eine Seele Afrikas? Wo kommen die erstaunlichen Leistungen der Läufer her?
Robert Hartmann hat Afrikas Seele bei den ostafrikanischen Läufern gefunden, Sie haben ihm Einblicke in das letzte Paradies gegeben, das Läuferparadies. Er setzt das Staunen des Zuschauers über dieses Paradies und den Leistungen der Athleten und Athletinnen fort. Alle Fragen beantwortet der anerkannte Keniakenner, in dem er ihre Geschichten erzählt. Er schreibt nie über sie, er lässt die Läufer und Läuferinnen selbst erzählen. Dadurch wird Vieles beantwortet, aber noch mehr Fragen türmen sich auf. Eine schier endlose Kette von Geschichten, die alle miteinander verwoben sind. Hartmann ist mitten drin und hält doch Distanz und wird so den Läufern gerecht. Es ist das Gesetz der Savanne, das den Läufern Kraft gibt. Wer diese Geschichten liest, wird das Büchlein kaum mehr aus der Hand legen. Ein Hauch Paradies, ein Hauch Afrika, ein Hauch unserer eigenen Kindheit weht uns entgegen. Er schreibt über eine große Familie, etwas, das uns in Europa ins Staunen versetzt. Der Erzähler als raunender Beschwörer des Imperfekts sieht man unter der Schirmakazie sitzen. So muss es bei Scherazade gewesen sein. Hartmann setzt auf seine Weise - unbewusst - Tausend und eine Nacht fort. Ein Muss für jeden Leichtathletik Liebhaber.