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Lärm im Spiegel [Taschenbuch]

Erich Kästner , Rudolf Grossmann
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

1. Dezember 1988
Mit scharfer Zunge wider die Heuchler und Spießer Wie bereits in "Herz auf Taille" entwirft Erich Kästner auch in seinem zweiten Gedichtband "Lärm im Spiegel" ein bissiges und ironisches Panorama der Gesellschaft der Weimarer Republik. In den pointierten Gedichten der 1929 erstmals erschienenen Sammlung attackiert er Kriegstreiber, Heuchler und Spießer, während seine Sympathie denen gehört, die unter den Mächtigen zu leiden haben. Die Sammlung umfasst 49 Gedichte, darunter so bekannte wie die "Sachliche Romanze" und das Anti-Kriegs-Plädoyer "Fantasie von übermorgen". 49 frech-ironische Kästner-Gedichte zum 75-jährigen Jubiläum der Erstveröffentlichung.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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Lärm im Spiegel + Herz auf Taille + Doktor Erich Kästners Lyrische Hausapotheke
Preis für alle drei: EUR 22,80

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 112 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Dezember 1988)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 342311004X
  • ISBN-13: 978-3423110044
  • Größe und/oder Gewicht: 18,9 x 12,1 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 785.904 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Als die Nationalsozialisten am 10. Mai 1933 Bücher und Bilder unliebsamer Künstler verbrannten, waren auch Werke von Erich Kästner darunter. Seine zeitkritischen und satirischen Texte hatten ihn in Ungnade fallen lassen. Der am 23. Februar 1899 in Dresden geborene Journalist und Schriftsteller lebte und arbeitete weiter in Berlin und publizierte im Ausland. Die Gedichtbände "Herz auf Taille" und "Lärm im Spiegel" erschienen 1928 und 1929, ebenso sein bekanntestes Kinderbuch "Emil und die Detektive". Nach dem Krieg lebte Kästner in München und rechnete als Mitglied der "Schaubude" sowie in seinen Hörspielen und Liedern mit den Nazis ab. Er starb am 29. Juli 1974 in München.

Foto: Kaestner(c)Dressler Verlag

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Erich Kästner wurde 1899 in Dresden geboren und starb 1974 in München. Der Schriftsteller, Satiriker, Dramatiker und nicht zuletzt Autor der berühmten Kinderklassiker ›Das doppelte Lottchen‹, ›Das fliegende Klassenzimmer‹, ›Pünktchen und Anton‹, ›Emil und die Detektive‹ und ›Die Konferenz der Tiere‹ wurde mit zahlreichen Preisen bedacht (u.a. mit dem Büchner-Preis und der Hans-Christian Andersen-Medaille).

»Erich Kästner war ein wehmütiger Satiriker und ein augenzwinkernder Skeptiker. Er war Deutschlands hoffnungsvollster Pessimist und der deutschen Literatur positivster Negationsrat. War er ein Schulmeister? Aber ja doch, nur eben Deutschlands amüsantester und geistreichster. Er war ein Prediger, der stolz die Narrenkappe trug.« Marcel Reich-Ranicki


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen witzige und melancholische Gedichte 8. Juli 2000
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Der Lyrikband "Lärm im Spiegel" erschien 1929, ein Jahr nach "Herz auf Taille". Nach Erich Kästner sollen Gedichte nicht zum Träumen veranlassen oder die Wirklichkeit verfremdet und idealisiert darstellen, sie sollen vielmehr den Leser ansprechen und dessen Bewußtsein schärfen. Deshalb wählt er einen knappen ironischen Stil, denn "mit der Sprache seiltanzen, das gehört ins Variete". Der Inhalt hat vor der Form Vorrang. Neben so bekannten Gedichten wie "Sachliche Romanze", in der es um die einsame Gemeinsamkeit eines Paares geht und "Ganz besonders feine Damen", einen Seitenhieb auf diese "steifen Halbgefrorenen", die mit Hüten und Mänteln ins Bett gehen oder das "Plädoyer einer Frau", die nach der Jagd der Jahre nur noch skeptisch dem Zusammenleben mit einem Du entgegensieht, enthält dieser Band viele leise Gedichte, in denen sich der Autor mit den kleinen Leuten solidarisiert. Die lustigen Zeichnungen Rudolf Grossmanns unterstreichen Kästners ironischen und melancholischen Charme.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zynisch und besorgt, bissig und Melancholisch 6. April 2012
Von Timo Brandt TOP 100 REZENSENT
Format:Taschenbuch
"War dein Plan nicht: irgendwie
alle Menschen gut zu machen?
Morgen wirst Du drüber lachen.
Aber, bessern kann man sie."

Unter diesem Motto hat Kästner sich lyrisch betätigt und das in einer Zeit, in der es bitter nötig war. Als Lärm im Spiegel 1929 herauskommt, kritteln bereits Wirtschaft und Haltung der Weimarer Republik und auch die politische Stabilität ist in Gefahr, die extremen politischen Gruppen haben großen Zulauf. Vielleicht deswegen kommt Kästners zweiter Lyrikband manchmal ein wenig überzynisch daher. Ein Jahr nach der erfolgreichen Publikation von Herz auf Taille, in dem Kästner noch klare Töne anschlug, ist er in seiner Lyrik etwas melancholischer geworden, viele seiner Charaktere wirken sehr verloren. Auch sein Bild von der Rolle des Dichters hat sich nach einem Jahr im Caféhausleben von Berlin gewandelt.

"Wir spielen Harfe auf den eigenen Nerven.
Und wenn wir stöhnen, reimt sich das auch schon.
Wir lassen gern mit Steinen nach uns werfen.
Das klingt so schön. Denn Dichter sind aus Ton."

Das Verlorensein, das Kästner zelebriert - trotz aller zynischen Heiterkeit und aller melancholischen Bedenklichkeit, wird es einem lyrisch einwandfrei serviert. Man kann den Reimen gut folgen, sie sind einfach, sachlich, aber doch immer wieder, meistens in der Endzeile, mit vielen kleinen Funken Genialität geladen.

"Vom Fenster aus konnte man Schiffe winken.
Er sagte, es wäre schon Viertel nach Vier
und Zeit, irgendwo Kaffee zu trinken.
Nebenan übte ein Mensch Klavier.
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5.0 von 5 Sternen "Es ist so furchtbar still. Mir fehlt der Krach" 16. Februar 2014
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Kästner sieht sich selbst als Gebrauchslyriker. Seine Gedichte sollen die Gefühle und Stimmungen der Menschen wiedergeben - sie sollen "seelisch verwendbar" sein. In dem kleinen Band schlägt er allerhand Töne an. Er zeigt sich auch politisch und kämpferisch. Aber immer öffnet Kästner neue Ausblicke. Ein Mann von großer Erfahrung, der die Sprache so geschickt beherrscht, dass er mit seinem Können niemals prahlen muss. Fast selbstverständlich lesen sich seine Gedichte. Er schreibt wie ein kleines Kind, das sich das Wissen und den Verstand eines Erwachsenen zunutze gemacht hat.

"Man müsste wieder sechzehn Jahre sein
und alles, was seitdem geschah, vergessen."
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