Der Klappentext verspricht eine spannende und witzige Geschichte um Gunter Konarske, einen skrupellosen Arzt, und seine Ehefrau Adele, die glaubt, die Tochter des Führers zu sein. Anfangs hält der Text auch, was der Umschlag verspricht: souverän und ideenreich erzählt Kerstin Hensel von Adeles und Gunters Geburt, Kindheit, Jugend im Krieg und dann in der DDR. Doch schließlich treffen die beiden aufeinander und heiraten - und ab da geht es abwärts. Gunter ist zwar seltsam und kalt, aber er könnte noch kälter sein. Adele ist albern, aber sie könnte noch alberner sein. Und irgendwie verliert sich die Geschichte in grotesken Einzelheiten, die man nicht mehr richtig zuordnen, zum Teil nicht einmal verstehen kann, beinahe jede Figur ist extrem überzogen dargestellt. Zudem wollte sich das gezeichnete Bild des Dorfes im Osten nicht so recht in meine eigenen Vorstellungen einfügen, es wirkte um einiges zu altmodisch.
Durch die letzten Seiten habe ich mich regelrecht durchgequält, weil ich wirklich keine Verbindung mehr zu Figuren und Geschehen hatte. Schade!