Das voluminöse OEuvre besticht vor allem durch die hervorragende Qualität der Fotographien, die auch den weit überwiegenden Teil des Buches füllen. Die eher knappen landeskundlichen Überblicke der beiden Geographen Breuer und Weber sind gut strukturiert, bleiben aber notgedrungen in vielen Punkten oberflächlich. Vor allem Breuers Text liefert darüber hinaus ein Gesamtbild, das viele Realitäten des teilföderierten Spaniens verzerrt darstellt, vor allem wenn es um das Thema der Regionalkulturen (Baskenland, Katalonien, Galicien) geht. Hier ist Breuers Beitrag teilweise unsachlich und fehlerhaft. Auch formale Fehler (vor allem was korrekten und konsistenten Gebrauch von Ortsnamen angeht) sind dem Text und den Bildlegenden anzukreiden; so verwendet Breuer durchgängig das Adjektiv "katalonisch" (statt "katal_a_nisch"), ein Fehler, der einem Spanien-Experten nicht unterlaufen sollte. Der Textteil zu Portugal weist dagegen weniger Schwächen dieser Art auf. Fazit: ein preisgünstiges schönes Bilder-Buch, als Fachbuch und landeskundliche Einführung jedoch mit Defiziten behaftet.