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4.0 von 5 Sternen
Ein Schlüssel zur japanischen Kultur, 11. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Das Lächeln der Geisha. Geheimnisse japanischer Lebenskunst (Gebundene Ausgabe)
"Pflichtlektüre für Nippon-Fans" - so oder ähnlich stand es in der dpa-Rezension, die mich auf das Buch aufmerksam machte. Dick aufgetragen, dachte ich zuerst, aber nun muss ich sagen, dass sich dieses faszinierende Land tatsächlich ganz wunderbar erschließt anhand des Typus Geisha - wenn man hinter die Maske blickt, wie hier.
Meine erste und bisher einzige Begegnung mit Geishas fand in einem Geisha-Haus auf Kyushu statt. Da bestellt man nicht einfach so einen Platz, wie in einem Restaurant. Da kommt man - als Europäer zumal - nur rein, wenn man von ortsansässigen Honoratioren ins Schlepptau genommen wird. Die nächste Überraschung: Im wesentlichen wurde musiziert, Essen serviert und gepflegte Konversation betrieben. Die Geishas waren mindestens Mitte 50. Nix Madame Butterfly.
Japan verwirrt und überrascht den Besucher, der genau hinsieht, besonders wenn er mit den Menschen privat verkehrt. Unsere Vorstellungen von fundamentalen Dingen des Lebens wie "Freundschaft", "Familie", "Liebe" usw. funktionieren in Japan nur an der Oberfläche.
Ich finde es daher ziemlich gut, dass dieses Buch über Geishas den westlichen Erfahrungshorizont mitdenkt und -schreibt. Denn das ist die Brille, durch die wir die Dinge betrachten.
Dabei kommt dieses Buch wohltuend unakademisch daher. Und wir erfahren sogar Neues. Mir jedenfalls war bis dato nicht klar, dass der Job der Geisha früher von Männern ausgeübt wurde. Spannend auch zu lesen, wie die Agenturen arbeiten, die junge Frauen zu Geishas ausbilden.
Fazit: Rundum gelungen.
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7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Geisha, Teil 117, 23. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Das Lächeln der Geisha. Geheimnisse japanischer Lebenskunst (Gebundene Ausgabe)
Ursula Richters "Geisha"-Buch ist nur eines von vielen sintflutartigen Erscheinungen auf dem Büchermarkt, die alle seit Arthur Goldens "Geisha" im wahrsten Sinne des Wortes aufgetaucht sind. Und es ist genauso wie 95% dieser Bücher Strandgut, das den ersten aufkommenden Sturm nicht überleben wird.
Anfangs noch annehmbar interessant, schildert Richter die Begegnung mit Mineko Iwasaki (DER "Die Geisha"-Geisha) und kommt damit auf scheinbar grundlegende Fragen zu sprechen: Wer oder was ist eine Geisha und was nicht, was macht sie, trägt sie, lernt sie etc - das Gleiche wiederkauend, das man auch in anderen, wesentlich fundierteren Büchern findet...
Die Tatsache(n), dass diese Geisha (wie ihre strandgutartigen Mitläuferinnen) extrem populärwissenschaftlich, plump exotisierend und weder fundiert noch interessant sondern zum Teil auch sachlich falsches weitergibt, macht es zu einem verzichtbaren Werk...
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