Das nächste Delphinbuch ist von mir verschlungen worden.
Ich bin im Moment irgendwie im Lesefieber :-)
Innerhalb weniger Tage habe ich „ Das Lächeln des Delphins " von der Autorin Pascale Noa Bercovitch genossen. Auch von diesem Buch bin ich total begeistert und deswegen schreibe ich heute über diese wahrhaftig einzigartige Freundschaft zwischen Mensch und Delphin - die von Abid`allah und Oline.
Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit und spielte sich am Roten Meer, in Ägypten, ab.
Es geht um Abid`allah, einen Mann, der zum Volk der Beduinen von Mezaina gehört.
Er ist durch einen tragischen Unfall seit seinem 5. Lebensjahr taubstumm. Er wird zum Außenseiter im Beduinendorf, leidet sehr unter seiner Situation und zieht sich in seine eigene Welt zurück.
Das Rote Meer mit all seinen Faszinationen und Schönheiten wird zu seiner Ersatzheimat, in der er sich am wohlsten und geborgensten fühlt. Jeden Tag schwimmt er, taucht, fischt und genießt seine Ruhe auf und im Meer. Eines Tages begegnet ihm ein Delphin - Oline, ein Tümmlerweibchen.
Dieser Tag verändert Abid`allahs Leben schlagartig.
Er und der Delphin schließen eine außergewöhnliche, innige Freundschaft.
Sie verständigen sich duch zärtliche Gesten und Bewegungen ihrer Körper. Oline und Abid'allah scheinen sich, trotz seiner Behinderung, ohne Worte zu verstehen. Oline schenkt Abid`allah neuen Lebensmut, sie begegnet ihm so anders als seine Familie oder die anderen Menschen im Dorf. Sie versteht ihn und akzeptiert ihn so, wie er ist. Das macht den Taubstummen unendlich glücklich.
Nach einer gewissen Zeit merkt Abid`allah, wie sich etwas bei ihm verändert.
Oline reagiert auf seine unartikulierten Laute unter Wasser.
Es kommt soweit, daß Abid`allah nach Jahren wieder beginnt zu sprechen. Es ist wie ein Wunder...
Das ist nur ein Teil des Inhalts, später mehr. Erst möchte ich Euch noch die Autorin vorstellen. Ihre Art und Weise die Freundschaft von Abid`allah und dem Delphin zu beschreiben, hat mich fasziniert.
Sie war, um dieses Buch zu verfassen, selbst vor Ort und Stelle, hat die Beduinen kennen und lieben gelernt und durfte selbst mit Oline schwimmen, was auch für sie ein unvergeßliches Ereignis war.
Ergriffen von dieser wunderbaren Freundschaft entschloß sie sich dieses Buch zu schreiben.
Pascale Noa Bercovitch, so heißt sie, war seit ihrer Kindheit in Frankreich und Israel Zuhause. Sie arbeitet als Journalistin und Dokumentarfilmerin und hat nach einem schweren Zugunglück beide Beine verloren.
Wovor ich großen Respekt habe, und, was man beim Lesen des Buches auch deutlich merkt, ist, daß sie niemals ihre Lebensfreude verlor.
Alle 224 Seiten des „ Lächeln des Delphins " sind sehr informativ, man lent viel über die Kultur und das Leben der Ägypter, was äußerst interessant ist.
Natürlich aber steht die Geschichte von Abid`allah im Vordergrund, der mit seiner Freundschaft zu Oline in aller Welt bekannt geworden ist. Oline wird zur Attraktion und viele Menschen aus fremden Ländern kommen ans Rote Meer, um den Delphin zu sehen und mit ihm zu schwimmen.
Für Abid`allah ist Oline seine Lebensgefährtin - ohne die er nicht mehr leben kann und will.
Es passiert vieles am Roten Meer, Oline wird überraschend Mama, Abid`allah eröffnet ein eigenes Hotel und Restaurant, er wird durch seine Freundschft zu Oline immer bekannter und angesehener im Beduinendorf, was alles nicht immer Vorteile mit sich bringt..
Ich möchte Euch nicht alles verraten - nur soviel:
Dieses Buch ist wunderschön!
Es hat mich mal wieder in andere Welten - in die der Delphine - eintauchen lassen.
Ich bin verzaubert und meine Liebe zu diesen Tieren wächst und wächst
* grins *
Nie hätte ich gedacht, daß mich die vielen Informationen über die Religion und das Leben der Beduinen so interessieren würde, aber tatsächlich war es so.