Mit diesem Buch „Zur Flotte gepresst", das die viel versprechende Reihe mit dem neuen Marinehelden Kydd eröffnet, lernen wir diesmal keinen jungen Midshipman wie z.B. bei Bolitho oder David Winter kennen, sondern einen jungen Perückenmacher, der gegen Ende des 18. Jahrunderts zum Dienst in der britischen Marine gepresst bzw. gezwungen wurde. Damit erlebt der Leser, wie Thomas Kydd aus einfachem Hause sich wohl oder übel mit dem harten Dienst an Bord eines Dreideckers bzw. Linienschiffes anfreunden muss. Zunächst mit Widerwillen, dann aber später nach und nach mehr mit Begeisterung! Am Ende des Buchs wurde Kydd trotz kurzweiliger Desertion ein echter pflichtbewusster Matrose, sprich „Teerjacke", der das Seeleben schätzen gelernt hat, und schaffte somit den ersten erfolgreichen Schritt in seiner ungewöhnlichen Marinekarriere.
Julian Stockwin hat mit diesem Buch aus meiner Sicht als alter Marineliebhaber dieser Epoche einen sehr interessanten Seeroman geschrieben, bei dem man erstmals richtig im Detail den harten Alltag eines Matrosen an Bord eines britischen Kriegschiffes um 1800 kennen lernen kann.