Auch ich wollte nachdem ich ich eine Fernsehsendung mit A. Bopke sah und "Die weisse Massai" sowie "Die weisse Hexe" bereits kannte, unbedingt dieses Buch lesen und bin nicht enttäuscht wurden. Ehrlich geagt, bewundere ich diese Frau. Sie, die Thüringerin, die eigentlich nie weit herauskam, steht dem Vodoo und der afrikanischen Kultur viel offener gegenüber als ihr Mann aus Benin. Ohne zu wissen, was ihm widerfährt, hilft sie ihm aufopferungsvoll als er verhext wird. Ähnliches erfahren wir schon bei I.M. Hilliges. An diesen Stellen konnte auch ich nicht mehr das Buch aus der Hand legen. Sie stellt sich ganz einfach dem Zauber, nimmt es hin ohne gross nach irgendwelchen wissenschaftlichen Erklärungen zu suchen und dankt den Ahnen. Sich zu Zeiten der Wende als Kind der DDR auf eine gänzlich fremde Kultur einzulassen und versuchen, diese zu verstehen, eine Familie zu gründen und eine Existenz aufzubauen, verlangt einfach Hochachtung. Schade, dass der Schluss ziemlich schnell abgehandelt wird, der Bruch mit Maurice wird mir etwas zu hastig dargestellt. Aber vielleicht hat sie auch ihre Gründe dafür, denn
offensichtlich sind die Geister doch übers Meer gekommen. Auch würde den Leser sicherlich interessieren, wie sich der Kontakt zu Frau Hilliges ergab. Ich wünsche der Familie alles Gute und grüssen Sie Afrika. Das Buch macht Lust auf diesen Kontinent und seine Menschen. Danke.