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Kuss der Spinnenfrau [Blu-ray]
 
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Kuss der Spinnenfrau [Blu-ray]

William Hurt , Raul Julia , Hector Babenco    Freigegeben ab 16 Jahren   Blu-ray
4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 11,99 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Produktinformation

  • Darsteller: William Hurt, Raul Julia, Sonia Braga, Jose Lewgoy
  • Regisseur(e): Hector Babenco
  • Sprache: Deutsch (DTS-HD Master Audio 5.1), Deutsch (Mono), Englisch (DTS-HD Master Audio 5.1), Englisch (Mono)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Alle Regionen
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.85:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Concorde Video
  • Erscheinungstermin: 7. Juli 2011
  • Produktionsjahr: 1985
  • Spieldauer: 121 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B004UJ3FYA
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 21.370 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Produktbeschreibungen

inkl. 8-seitigem Booklet, Artwork-Kunstdruck, ca. 153 Minuten Special Features

Luis Molina bekommt Valentin Arregui als neuen Zellengenossen in einem südamerikanischen Gefängnis zugeteilt. Der homosexuelle Luis ist wegen Verführung Minderjähriger inhaftiert und der Journalist Valentin wurde vom rechtsgerichteten Regime wegen seiner oppositionellen politischen Einstellung aus dem Verkehr gezogen. Um den menschenverachtenden Gefängnisalltag zu vergessen, flüchtet sich Luis in romantische Filmfantasien. Der gefolterte und geschwächte Valentin hadert mit seiner ausweglosen Situation. Bald zeigt sich, dass Luis nicht so harmlos und oberflächlich ist, wie er vorgibt zu sein.

Die brillante Verfilmung des gefeierten Romans Kuss der Spinnenfrau von Manuel Puig zeigt eindringlich, welche Rolle Sex, Politik und Folter unter einem rechtsgerichteten Gewaltregime spielen. Die zeitlose Geschichte ist heute aktueller denn je und erzählt von der verwickelten Beziehung zwischen zwei völlig verschiedenen Männern mit gegensätzlichen Lebenseinstellungen. William Hurt trägt mit seiner fesselnden, OSCAR®-prämierten Leistung dazu bei, die Kraft von Film und Fantasie als Fluchtweg aus unmenschlichen Bedingungen aufzuzeigen.

Bonusmaterial:
Tangled Web - Making-Of
Vom Roman zum Film
Manual Puig - Geheimnisse der Spinnenfrau
Trivia Track
Fotogalerien (über 250 Bilder)
Trailer

Pressezitate:
"… fraglos ein Erlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte, besonders wegen William Hurt …" Die Welt
"Subtiler Horror und Solidarität in einem südamerikanischen Gefängnis: Der Film KUSS DER SPINNENFRAU ist mehr als ein Polit-Thriller." Stern
"KUSS DER SPINNENFRAU" ist mitsamt seiner depressiven, deprimierenden Grundstimmung bestes Erzählkino. Spannend, auch witzig, liebevoll, traurig und ausweglos." Berliner Morgenpost

Produktbeschreibungen

Luis Molina und Valentin Arregui sind Zellengenossen in einem südamerikanischen Gefängnis. Luis ist wegen Verführung Minderjähriger inhaftiert und Valentin ist ein politischer Gefangener. Um der Realität zu entfliehen, schwärmt Luis von romantischen Filmen, während Valentin versucht, erst einmal die ausweglose Situation, in der er sich befindet, zu erfassen. Die völlig unterschiedlichen Charaktere müssen lernen, auf engstem Raum Verständnis und Respekt

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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Blu-ray
Über den Film möchte ich gar nicht so viele Worte verlieren, jeder, der sich für diese Blu-ray interessiert wird ihn wohl kennen. Dass er auch nach 25 Jahren so packend ist und auch bei einer Laufzeit von zwei Stunden keine Durchhänger hat und dabei ganz ohne Action und dramatische Spitzen auskommt ist schon eine herausragende Leistung, die man in erster Linie den beiden hervorragenden Hauptdarstellern zu verdanken hat.

Dass dies auch ganz anders hätte kommen können erfährt man in der äußerst ausführlichen Dokumentation "Tangled Web" mit einer Laufzeit von sage und schreibe 108 Minuten, in der praktisch keine Frage offen bleibt und viele nie gestellte Fragen beantwortet werden. So erfahren wir, dass wir nur einem komplett neu erstellen Schnitt des Films zu verdanken haben, dass dieses Meisterwerk überhaupt jemals ins Kino kam. Denn haben wollte die Urfassung kein Studio und selbst um die endgültige Fassung hat sich keiner gerissen und wurde von 'wahren Kulturkennern' wie den Reagans verschmäht. Eigentlich ist das ja schon eine Auszeichnung für den Film. Die anderen Featurettes sind bei weitem nicht so informativ. Wenn ich den Film nochmal anschaue werde ich mal den Trivia-Track einschalten, vielleicht birgt der noch weitere Details. Kann ich mir aber fast nicht vorstellen. Alles in allem kommt man beim Bonusmaterial auf eine Laufzeit von 2,5 Stunden, was für einen Low-Budget Film, der erstmals auf einem digitalen Medium bei uns erscheint, wirklich erstaunlich ist.

Nun zur Blu-ray selbst: Einen Vergleich kann und braucht man zum Glück nicht anzustellen, denn bisher gab es nur eine Veröffentlichung auf VHS. Hier wurde nicht die xte Neuauflage zelebriert und der Kunde immer und immer wieder von neuem gemolken mit einer leicht verbesserten Special Edition oder ähnlichem. Nein, man musste einfach nur sehr sehr lange warten und bekommt dann dafür praktisch gleich die ultimative Blu-ray, kann also auch die zeitgleich erschienene DVD gleich überspringen. Das nenne ich mal eine lobenswerte Veröffentlichungspolitik.

Der Ton: Es wurde ein 5.1 Upmix in beiden Sprachen erstellt. Man sollte hier aber keine allzu hohen Erwartungen stellen. Ich kannte bisher nur einen Mono-Mix und dem ist der Surround-Ton um Längen überlegen. Auch einige Backsurround-Töne haben sich in dem dialoglastigen Film auf die hinteren Kanäle getraut und das immer passend und nie aufdringlich. Auch die seltenen Musikeinlagen sind schön über alle Kanäle verteilt und sorgen für angenehme Räumlichkeit. Die Dialoge sind gut verständlich, wobei ich hierbei ausdrücklich die fantastische Synchronfassung erwähnen möchte. Ich wage fast zu behaupten, dass Williams Hurts deutsche Stimme noch überzeugender ist als seine originale. Sie klingt noch etwas melancholischer und auch femininer. Der leider zwischenzeitlich verstorbene Randolf Kronberg liefert hier die beste Leistung seines Lebens ab. Wer es nicht weiß wird es kaum glauben: Ihn kennen wir vor allem als hysterische Stimme von Eddie Murphy. Bis zu seinem Tod hat er auch William Hurt permanent seine wandlungsfähige Stimme geliehen. Raul Julia wird von dem überaus talentierten Wolfgang Condrus gesprochen, den man vor allem als Stammsprecher von Sam Neil, Ed Harris und Jeff Daniels kennt. Auch er kann hier mit seiner Wandlungsfähigkeit auftrumpfen durch weinen, schreien, flüstern und fluchen. Wer den Film so ursprünglich wie möglich hören möchte dem hält die BD die beiden originalen Mono-Tonspuren bereit. Somit kann man auch sehr schön vergleichen und hören, dass eine neue Abmischung tatsächlich eine Bereicherung darstellen kann.

Das Bild: Der Film wurde aufwändig restauriert. Natürlich ist prinzipiell mehr drin bei einer Restaurierung. Es gibt viele noch deutlich ältere Filme, bei denen ein sehr viel überzeugenderes Ergebnis erzielt wurde. Nur muss man natürlich bedenken, was für ein Ausgangsmaterial zu Grunde liegt und vor allem welche finanziellen Mittel zur Verfügung stehen. Bei einem Nischenfilm wie "Der Kuss der Spinnenfrau" steht kein finanzkräftiges Major-Studio dahinter, das gerne mal die eine oder andere Million spendiert um einen Klassiger aufwändig zu restaurieren. Man kann ja nicht davon ausgehen, dass die enormen Kosten wieder durch den Verkauf von DVDs und Blu-rays eingespielt werden. Nichtsdestotrotz hat "Der Kuss der Spinnenfrau" nie besser ausgesehen. Vor allem analoge Defekte wurden ordentlich entfernt. Die Schärfe ist eher mittelmäßig, vergleichbar mit einer durchschnittlichen DVD dafür bleibt aber auch ein Filmkorn relativ unsichtbar. Die Film-im-Film Szenen in Sepiatönen sind leider eine Katastrophe. Natürlich war das schon ursprünglich als Stilmittel gewollt, hebt sich nun aber äußerst negativ vom restlichen Film ab. Zum Glück halten sich (nach dem Umschnitt vor der Kinoaufführung) diese Szenen im Rahmen. Auch die bläulichen Traumsequenzen sehen eher aus wie ein altes VHS-Band. Hier konnte man wohl einfach nicht mehr aus dem Ausgangsmaterial rausholen. Sehr schade.

Alles in allem muss man einfach dankbar sein, dass diese Filmperle endlich fürs Heimkino erschienen ist. Und das ohne große Umwege, einfach nur mit einer extrem langen Verzögerung. Mit einer besseren Veröffentlichung sollte man nicht rechnen, deshalb mein Tipp: Zugreifen und bei einigen Szenen ein bisschen die Augen zukneifen und nicht so empfindlich sein. Der Film ist vollkommen zeitlos und sollte in keiner Cineasten-Sammlung fehlen.
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Videokassette
"Der homosexuelle Luis Molina teilt sich eine Zelle eines Gefängnisses irgendwo in Südamerika mit dem Journalisten & politischen Aktivisten Valentin Arregui. Obwohl Valentin nur am Rande für die Untergrundorganisation aktiv war, soll er Informationen zum Kern der Bewegung liefern & wird daher brutal gefoltert. Er ist willensstark, jähzornig + engagiert & lehnt den sensiblen, weichen & unpolitischen Molina zunächst ab. Um Schmerz & Gefangenschaft zu vertreiben, erzählt Molina von einem Film, dessen Hauptfigur Leni, eine schöne & begehrte Diva, ihre große Liebe in den Reihen der verhassten nazistischen Besatzermacht findet. Molina identifiziert sich mit Leni, ahmt während der Erzählung ihre Gestik & ihr Aussehen nach, während Valentin sich mehr & mehr als Lenis Liebhaber sieht & ihr in seiner Fantasie das Äußere seiner großen Liebe gibt. Über diese gemeinsame Fantasie kommen die beiden Männer sich näher & entwickeln eine tiefe Freundschaft. Molina möchte dem Gefängnis entkommen & er soll im Auftrag der Gefängnisleitung Valentin ausspionieren, aber die haben die Rechnung ohne die Liebe gemacht...
Spannende Konfrontation zweier Gegensätze: Babenco lässt die anfangs bewusst klischeehaft gezeichneten Charaktere im Lauf des Films einen beeindruckenden Rollenwechsel durchleben. Über sparsam gestreute überraschende Enthüllungen gewinnen die Figuren an Tiefe & nehmen im Wechsel die Sympathie des Zuschauers für sich in Anspruch. Die Begrenztheit des Raums & die Atmosphäre der Gefangenschaft lassen auch das Publikum Erleichterung in den Phantasien der Männer finden.
"Der Kuss der Spinnenfrau" feierte im Juli 1985 in New York Premiere & wurde schnell zum Kassenschlager. 1986 wurde Babencos Werk für 4 Oscars nominiert, doch kurz nach diesem großen Erfolg ging der ursprüngliche Verleih Island Alive Pleite & die Aufkäufer des Bestands stritten sich um die Rechte. So verschwand der Film für 10 Jahre in den Schubladen der Verleihfirmen, bis er 2001 ein großes Comeback feiern konnte, denn Strand Releasing brachte ihn in die Kinos der USA zurück. Das Drehbuch basiert auf einer Novelle von Manuel Puig von 1976, deren Theaterversion auch heute noch erfolgreich auf Bühnen in aller Welt gespielt wird.
William Hurt erhielt für seine Rolle als Luis Molina neben vielen anderen internationalen Auszeichnungen die goldene Palme in Cannes sowie den Oscar als bester Schauspieler. Damit wurde erstmals ein Oscar für die Darstellung eines homosexuellen Charakters vergeben & Hurt etablierte sich als einer der vielseitigsten Schauspieler unserer Zeit."
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9 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von ETT
Format:Videokassette
...sie ihre Wirkung nicht werden verlieren können. Dieser Film gehört mit aller Sicherheit dazu.

Alleine die Idee, die ganz und gar unterschiedliche, und doch im Grunde so eng benachbarte Gefühlswelt zweier Männer, welche ganz unfreiwillig auf engem Raum zusammen sind, durch eine dritte "Welt" (nämlich die Welt des erzählten Filmes) miteinander zu verflechten, ist wunderschön und sehr künstlerisch. Der Film im Film ist ohnehin ein äußerst geschickter Kunstgriff und öffnet eine weitere Spiel- und Empfindungsebene. Letztendlich sind alle Figuren des Filmes, und zwar sowohl die beiden männlichen Hauptfiguren als auch alle Figuren des von Luis Molina erzählten Filmes, auf geheimnisvolle Weise ineinander verwoben.

Es geht um Wünsche, Träume, unerfüllte Bedürfnisse und Hoffnungen der beiden Männer, deren ganz unterschiedliche Erfahrungshintergründe in ein gemeinsames Empfindungsresultat münden, und die im Laufe der Geschichtsentwicklung sich auf ausgesprochen sensible Weise einander nähern. Es geht um sehr viel intime Berührung auf geistiger Ebene. Der Film ist hochsensibel.

Die Schauspieler sind genial gewählt, und zwar alle zusammen:
Die Figur des Luis Molina ist wohl eine der Glanzrollen für William Hurt und gibt ihm die Möglichkeit, die ganze Tiefe seines Könnens und seines Künstlerseins auszuloten. Und durch seine künstlerische Arbeit an dieser Figur gelingt ihm dann auch nicht alleine ein an die Substanz gehender, durchdachter und empfundener Charakter. Sondern durch das gefühlstiefe Spiel, durch welches er seinem Mitgefangenen Valentin Arregui seine Sehnsüchte und seine Verletztheit in filmischen Bilder offenbart, nimmt er auch uns als Zuschauer mit auf eine Reise in seine empfindsame Gefühlswelt.

Das schauspielerische Niveau dieses Filmes würde man sich heute nicht selten als Maßstab wünschen, um der zunehmenden Verwahrlosung in diesem künstlerischen Bereich entgegenzuwirken.

Für uns ein wunderschöner Film, der ganz offensichtlich wenig übrig zu haben scheint für ein bloßes Aneinanderreihen von äußerlichen, oberflächlichen Ereignissen, sondern der von einem einzigen Ausgangspunkt mit der ganzen Kunst des Filmes ziemlich steil in die Tiefe geht.
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