In diesem farbenprächtigen Ende der ersten Kushiel-Trilogie begibt sich Phèdre auf die Suche nach Melisandes verschwundenem Sohn. Zunächst beginnt der Roman als typische Abenteuer-Jagd nach dem Jungen durch Aragonia (Spanien), Meneketh (Ägypten) bis in ein finsteres Land im Gebiet von Persien, wo sich ein wahnsinniger Tyrann zum Auserwählten seines Gotts des Bösen aufschwingen möchte.
Ungefähr zehn Kapitel umfasst der Aufenthalt in diesem Reich - die ich alle in einer einzigen Nacht verschlungen habe, denn ich wusste, ich würde nicht schlafen können, wenn ich das Buch weglegte, ohne dass Phèdre diesen Ort verlassen hat. Eine dermaßen düstere und finstere Schilderung habe ich selten in einem Fantasy-Roman gelesen, gleichermaßen grausam und hinreißend erzählt.
Das letzte Drittel des Buches, in dem Phèdre eine Möglichkeit sucht, ihren Freund Hyacinthe von seinem Fluch zu befreien, liest sich regelrecht entspannend dagegen. Auch hier taucht Jacqueline Carey tief in alte Mythen und Legenden ein, um ein faszinierendes, mystisches Ende zu spinnen.
Alles in allem ein mehr als mitreißender Abschluss einer der besten Serien, die mir je zwischen die Finger gekommen ist!