Grundsätzlich halte ich es ja für eine gute Idee, die Plattform der Kuschelrock-Alben zu nutzen, um der breiten Masse auch andere musikalische Richtungen zugänglich zu machen. Während das bei den Kuschel-Klassik-Alben an sich ganz gut gelungen ist, hat bei dem nun vorliegenden Album 'Kuscheljazz 8' die Redaktion dann doch einige Male gehörig daneben gegriffen. Was bitteschön hat - der von mir durchaus sehr geschätzte - Dean Martin mit seinem 'That's Amore' auf diesem Sampler verloren? Seit wann ist 'Warwick Avenue' von Duffy Jazz? Oder 'Sign Your Name' von Terence Trent D'Arby? Auch 'Smooth Operator' von Sade ist kein Jazz im klassischen Sinne, ebensowenig passt Doris Day in diese Compilation.
Angesichts der unzähligen, wirklich 'kuscheligen' Jazztitel, die auf dem Musikmarkt existieren, fragt man sich daher schon, wer diese Zusammenstellung zu verantworten und ihr sodann auch noch den Stempel 'Jazz' aufgedrückt hat. Ich gebe trotzdem 3 Punkte, weil es insgesamt nette Titel sind, die aber mitnichten durch die Bank weg der Jazzmusik zuzuordnen sind.