In einem illustren Reigen unterschiedlich kurzer Kalendergeschichten lotet Cavazzoni die Grenzen zwischen Wahn und Dummheit aus, und mehr als einmal stellt man sich schmunzelnd die Frage, was nun gerade noch verschroben und was schon krankhaft ist. Da hört man von Zeitgenossen, die die eigene Frau nicht mehr erkennen aber widerspruchslos mit der scheinbar fremden Frau weiterhin Tisch und Bett teilen, andere, denen die stupide und schwere Arbeit vieler Maschinen die Tränen der Rührung und des Mitleides auf die Wangen treiben und erfährt von einem Karneval, bei dem sich das von der Stadt initiierte Verteilen kostenloser Pappnasen zu einem echten Problem der geistigen Gesundheit der Ortsbevölkerung auswächst und noch vieles andere mehr.
Herrlich skurrile Geschichten, gekonnt und pointiert vorgetragen von zwei Berliner Vollblutschauspielern. Schade nur, dass der Verlag die 140 Seiten des Buches auf eine einzige CD zusammengestrichen hat.