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Kurze Interviews mit fiesen Männern: Storys [Gebundene Ausgabe]

David Foster Wallace , Marcus Ingendaay
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

15. August 2002
"_Der geniale Kritiker des westlichen Wahnsinns_" (Iris Radisch, Die Zeit) Nach dem Erzählungsband Kleines Mädchen mit komischen Haaren, der mit großer Begeisterung von Presse und Leserschaft aufgenommen wurde, folgt hier die jüngste Veröffentlichung des gefeierten amerikanischen Autors.Die Storys beschreiben Landschaften und Geisteszustände, die einem bekannt und zugleich gänzlich fremd vorkommen: Ob einen Jungen auf dem Sprungbrett lähmende Angst überfällt oder eine unter Depressionen leidende Frau auf Anraten ihrer Therapeutin alte Freunde lediglich als Bezugssystem sehen soll - fast fröhlich stehen die Figuren am Abgrund und erkennen nicht, was sie treibt. Allen voran die »fiesen« Männer«, die in fiktiven Interviews ihre - vor allem sexuellen - Beziehungen zu Frauen ungeschminkt beschreiben dürfen: Wie ein Einarmiger Frauen aufreißt oder welche Motivation dahinter stecken kann, wenn ein Mann eine Frau heiratet, die bereits ein Kind geboren hat - durch die Interviews entsteht ein Beziehungskosmos, in dem die Protagonisten selbst, mal stammelnd, mal eloquent, ihre emotionalen Qualen darlegen, ihre Höhenflüge selbstbewusst zur Schau stellen oder ihre Ängste zu verbergen suchen.

Hinweise und Aktionen

  • Gewinnen Sie einen Weber Grill: Lösen Sie das Buchstabenrätsel und nehmen Sie am Gewinnspiel teil - nur bis zum 30. Juni 2013.


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Kurze Interviews mit fiesen Männern: Storys + Das hier ist Wasser / This is Water: Anstiftung zum Denken Zweisprachige Ausgabe (Engl. / Dt.)
Preis für beide: EUR 27,89

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer&Witsch; Auflage: 4 (15. August 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462030795
  • ISBN-13: 978-3462030792
  • Größe und/oder Gewicht: 21,5 x 13,9 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 171.313 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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"Willst Du mal eine krasse Geschichte hören?" -- so beginnt eine der Geschichten in den Kurzen Interviews mit fiesen Männern von David Foster Wallace -- aber eigentlich könnte jede Unterhaltung in diesem Buch so anfangen. Denn was wir zu hören oder besser: zu lesen bekommen, sind in der Tat eher unangenehme Geständnisse. Ein Einarmiger schildert genüsslich und mit unverhohlenem Stolz, wie er die Frauen reihenweise mithilfe seiner gelähmten Hand ins Bett bekommt, ein anderer breitet den Alltag seines Vaters, der im Nobelhotel die Männerklos säuberte, in allen nur denkbaren akustischen und olfaktorischen Einzelheiten aus. Zunehmend verstört lauschen wir sodann der Leidensgeschichte einer anonymen "depressiven Person", die sich im überdrehten Psycho-Jargon selbst zugrunde analysiert und dabei ihre Therapeutin zu Tode redet, während zwei Seiten weiter ein beziehungsgestörter Supermacho seiner (baldigen Ex-)Freundin seine Angst gesteht, er sei "vielleicht von Natur aus allein zum Anbaggern geschaffen, mit der unausweichlichen Konsequenz danach sofort die Schubumkehr zu aktivieren und abzuhauen."

Auf den ersten Blick wirken Wallaces Interviews wie Gesprächsprotokolle aus dem Ton-Archiv von Hans Meiser oder Jerry Springer. Doch das täuscht. Mag der Gestus des öffentlichen Geständnisses oder der fernsehgerechten Nachmittagsprovokation auch hier zu finden sein, die "fiesen Männer" (und Frauen) sind bei Wallace eher einsame Sprachbesessene, die ihre verqueren Fantasien und monströsen Macken ohne Rücksicht auf Regie und Einschaltquoten im wahrsten Sinne des Wortes vor sich ausbreiten. Konsequenterweise lässt Wallace die Fragen der unsichtbaren Gegenüber gänzlich unausgesprochen; weder simuliertes Mitleid noch therapeutische Distanz schützen so die Leser vor diesen psychopathologischen Anschlägen. "Liebe Dein Symptom" so schreibt der slowenische Philosoph Slavoj Zizek in seinen Betrachtungen zur postmodernen Psyche und Wallaces Interviewpartner kommen diesem Rat nur zu gerne nach -- in diesem Sinne kann man die Kurzen Interviews mit fiesen Männern durchaus als Liebesgeschichten verstehen.

Wie schon in Kleines Mädchen mit seltsamen Haaren und Schrecklich amüsant - aber in Zukunft ohne mich präsentiert sich Wallace in den Kurzen Interviews mit fiesen Männern als äußerst eigenwilliger Erzähler, der mit staunenswerter Leichtigkeit Stimmen und Register wechselt und immer für eine Überraschung gut ist. Markus Ingendaay übersetzte den größten Teil der Interviews wieder einmal mit viel Einfühlung und Sprachwitz; die anderen der gelungenen Übersetzungen lieferten Clara Drechsler, Bernhard Robben und Christa Schuenke. --Peter Schneck

Pressestimmen

"Diese Literatur, von so quasselnder Sinnlichkeit und intellektuellem Raffinement zugleich, stellt unermüdlich Fragen. Wir alle sind ihre Kandidaten." (FAZ)

"Eine Entdeckung! Klasse!" (Stern)

"Geniale Geschichten? David Foster Wallace!" (Die Welt)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Die Meinung bei diesem Werk, ja, bei diesem Autoren, sind geteilt. Anscheinend gibt es nur Leser, die es liebten oder es vollkommen verabscheuten.

Wie man sehen kann gehöre ich zu ersteren. Ich möchte es so ausdrücken: Mit "Kurze Interviews mit fiesen Männern" schaffte David Foster Wallace ein Werk, dass in seiner Unterschiedlichkeit und Variabilität nicht stärker sein könnte. Er experimentiert geübt mit ganz neuen und unerwarteten Stilmitteln, die einem schon des öfteren einen ordentlichen Ruck geben und vor allem zum Denken anregen.

Dieser Autor ist nicht gewillt, all das was er schreibt zu erklären, nein, er überlässt vielmehr dem Leser die Rolle des Bewerters und Moralisten, wie beispielsweise in den Pop-Art Quiz, in dem ethisch anspruchvollste und kontroverseste Fragen auf eine ganz einfache Art und Weise gestellt werden.

Dieses Buch hatte soviel Neues, das ich es lieben musste. Innovation und neue Kreativität: Dieses Buch ist erfrischend zwischen all den standardisierten Werken und doch manchmal schwierig - halt seiner Zeit vorraus, wie ich denke.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kurze Interviews mit fiesen Männern (Hörspiel) 18. November 2010
Von Poldis Hörspielseite TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Audio CD
Erster Eindruck: Bekanntes Buch in Hörversion

Männer sind fies. Weil sie als Einarmige mit der Mitleidstour Frauen ins Bett kriegen und dies auch noch genüsslich ausbreiten. Weil sie ihre Freundinnen verlassen und ein ziemlich geheucheltes Abschiedsgespräch führen, das klischeehafter nicht sein könnte. Weil sie ihre Psychologinnen kaum zu Wort kommen lassen. Aber Frauen sind auch fies...

David Foster Wallace sorgt in letzter Zeit immer wieder für Aufsehen mit seinen Büchern, und wird ebenso harsch kritisiert wie in den Himmel gelobt. Sein Werk "Kurze Interviews mit fiesen Männern" wurde 2004 vom SWR als Hörversion umgesetzt und nun vom Hörverlag veröffentlicht. Dabei handelt es sich nicht um ein Hörspiel im klassischen Sinne, da die Gesprächspartner(innen) der Männer schlicht ausgeblendet und durch Geräusche ersetzt werden. Die Texte in unterschiedlicher Länge werden gekonnt vorgetragen, dennoch fällt der Zugang nicht immer leicht, etliche Fremdwörter hemmen das Verständnis, im Laufe der Zeit gewöhnt man sich aber an die Sprache des Stückes. Inhaltlich sind die fiesen Männer sehr kreativ geschrieben, wohl jeder wird den einen oder anderen Charakterzug an einem bekannten Menschen (oder sich selbst?) feststellen. Wallace' Beobachtungsgabe ist sehr genau, die Männer im Hörspiel aber auf die Spitze getrieben und damit recht Klischeebeladen. So recht in eine Kategorie will sich das Stück nicht einordnen lassen, das kann jeder für sich selbst vornehmen, wenn er sich auf dieses originelle Experiment einlässt.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Überdosis Literatur 20. Dezember 2009
Von ludwigwitzani TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Wer noch nichts von Wallace gelesen hat, wird mit dem vorliegenden Buch "Kurze Interviews mit fiesen Männern" eine neuartige literarische Erfahrung machen - nur: worin besteht diese Erfahrung? Man kann sich ja auch den Mund an zu heißer Milch verbrennen und hat dann eine Erfahrung gemacht - aber eine negative. An den 23 Geschichten des vorliegenden Buches habe ich mir zwar nicht den Mund verbrannt, aber nach der Lektüre war ich erst einmal groggy.
Warum war ich so groggy? Weil die Lektüre der Texte eine Herausforderung darstellt. Wallace Geschichten erschließen sich nicht, wenn man während der Lektüre Radio hört oder ein Sandwich isst, sie erfordern eine genaue - man könnte fast sagen - eine "hingebungsvolle Lektüre", einen reifen und leidenfähigen Leser, der dafür aber auch mit einer anschauungsgesättigten Sprache und einer formalen Raffinesse belohnt wird, die ihresgleichen sucht.
Zuerst zur Sprache: Wallace Sprache kommt mir vor wie ein UV-Licht, mit denen man Sachverhalte gewahr wird, von deren Existenz man zwar immer etwas geahnt, von denen man aber nicht geglaubt hatte, man könne sie in Worte fassen. Man hat das Gefühl, als würden manche Probleme, Nuancen, Fragen, die in den untersten seelischen Schubladen vor sich hin gammeln, bei Wallace zum ersten Mal rückhaltlos ausgesprochen - und man erschrickt! Die Vatergeschichte (S. 297ff) kann man meiner Ansicht nach niemanden empfehlen, der noch an eigene Kinder denkt - und doch ist sie wahr in einem ganz fundamentalen Sinn.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Schlichtweg genial. Es sind Geschichten, bei denen einem der Mund offen stehen bleibt. Geschichten zum Hören - und Sehenvergehen. Das ist keine gewöhnliche Literatur. Wenn man sich als Wallace-Novize erstmalig dem Schreiben dieses amerikanischen Literaten aussetzt - und mir geht es so - erkennt man augenblicklich, dass hier etwas ganz Besonderes am Werke ist. Man ist erfreut, erstaunt, geschockt mitunter - aber unbedingt überzeugt davon, dass hier etwas anders ist, als bei anderen Büchern, die man so liest. Als stieße man in eine weitere und erweiterte Dimension von Literatur vor, als wäre es nicht mehr ausschließlich Literatur, um das es sich hier handelte. Alles erscheint irgendwie schärfer, näher, größer, farbiger und beängstigender. Ja, manche dieser rund 20 Geschichten, die Wallace in diesem Erzählband versammelt hat, sind durchaus beunruhigend. Andere überzeugen durch die ungeheure sprachliche Präzision und Plastizität und andere wiederum durch ihre außergewöhnliche formale Struktur und ihren inhaltlichen Einfallsreichtum.
Worum geht es bei den Geschichten genauer? Ich will ein paar wenige Storys aus dieser Fundgrube kurz skizzieren: Da gibt es beispielsweise die zweite Geschichte FÜR IMMER GANZ OBEN, die den Leser gleich in den Bann schlägt. Es geht darin um einen 13-jährigen Jungen, der Geburtstag hat und diesen Tag im Schwimmbad verbringt: "Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag. Dein dreizehnter. Der dreizehnte ist wichtig, vielleicht der erste Tag, an dem du öffentlich in Erscheinung trittst, hinaustrittst ins Leben." Geschildert wird aus der Ich-Perspektive die Auseinandersetzung des Jungen mit diesem Tag - und dann klettert er auf den Sprungturm.
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Die neuesten Kundenrezensionen
4.0 von 5 Sternen anregende Sprachkonstruktionen...
Klar - bei DFW wirkt angesichts von "Unendlicher Spass" fast alles andere von ihm geschriebene wie eine Fingerübung. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Tagen von Bernhard Klaus veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Blrillant
Brillant geschrieben, wie immer bei Wallace, - das Gemeine kommt durch die "Hintertür"; das Lachen und Schmunzeln bleibt im Halse stecken. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Brigitte Loderbauer veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Amüsement
jedes der Bücher von Wallace ist ein Spaß, den man sich nicht entgehen lassen darf. Ein scharfer Beobachter und fabelhafter Schreiber.
Vor 11 Monaten von Kdw veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Ich liebe Dich nicht mehr, Danke gleichfalls!
Also mit dieser Einzel CD habe ich mich jetzt wirklich schwer getan. Ich mag den Autoren David Foster Wallace sehr, er analysierte zu Lebzeiten sehr pointiert und seine Feder war... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. November 2010 von Thorsten Wiedau
3.0 von 5 Sternen Große Erwartungen...
experimentelle Wahrheit. Zum Durchlesen zu nerdig, manchmal sehr kreativ, manchmal aber halt das was es quasi ist: ne B-Seiten-Sammlung. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. Februar 2010 von Andre Mörs
4.0 von 5 Sternen In Sprache und Stil seiner Zeit vorraus - und doch richtig!
Wie man schon an den anderen Rezensionen sehen kann, ist die Meinung bei diesem Werk geteilt. Anscheinend gibt es nur Leser, die es liebten oder es vollkommen verabscheuten. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Februar 2004 von langspielplatte
1.0 von 5 Sternen sehr schwach
Man fragt sich wirklich, in welcher Welt die heutigen Literaturkritiker zuhause sind. Dass dieses Buch in fast allen Besprechungen gute Noten erhalten hat, kommt mir wie ein Wunder... Lesen Sie weiter...
Am 3. Februar 2003 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Meisterlich ...
Nach "Kleines Mädchen mit komischen Haaren" und "Schrecklich amüsant - aber in Zukunft ohne mich" liegt mit "Kurze Interviews mit fiesen Männern" das dritte Werk von... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. Januar 2003 von Bookworm
2.0 von 5 Sternen Großgemachter Kleinschreiber
Er wird gefeiert, er wird gelobt, und das, was zu lesen ist über seine Bücher, macht neugierig. Lesen Sie weiter...
Am 2. Januar 2003 veröffentlicht
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