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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Lohnend für Neueinsteiger und Sammler,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Kurtiositäten (Audio CD)
Dieser tiefe Griff ins Archiv fördert Ostbahn-Raritäten aus den Jahren 1975 bis 1999 ans Licht - allemal ein lohnendes Objekt für Fans und selbst für Einsteiger als erster Überblick durchaus empfehlenswert. Willi Resetarits und Dr. Trash steuern Infos zu jedem Stück bei. "3 Wochen z'lang" und "I schwör auf 1 PS" stammen von der längst verschollenen Ostbahn-Debut-LP "Antifrost Boogie". Auf einer Single-B-Seite erschien der 1977 aufgenommene Live-Track "Caorle", erstmals mit Bläsersatz. Ebenfalls live mitgeschnitten wurde "Wie woa des gestan Nocht?": ein interessantes Experiment, denn die Chefpartie lässt hier munter die Instrumente kreisen. Für eine Benefiz-CD der Bewährungshilfe Wien nahm der Kurti 1994 das melancholisch angehauchte "A schlechte Reklam" auf. Rockig-zupackend kommen dagegen "Sowas wia mia" und "Manxmoi", beides Outtakes aus den Sesions zu "50 verschenkte Jahre". Für "Liagn & Lochn" aufgenommen, aber seinerzeit nicht auf dem Album erschienen, avanciert das Elmore-James-Cover "Rotz & Wossa" zu einem bluesigen Höhepunkt dieser CD. Neil Youngs "Trasher" stand Pate für "Catapilla", und für "Da Quöla" - damals nicht für "Saft & Kraft berücksichtigt - lieferte Loudon Wainwright III mit "The Heckler" das Original. Dass "Alt und jung" aus Bob Dylans Feder stammt, ist unschwer zu erraten. Diese Coverversion entstand in Zusammenarbeit mit der Creme der Austro-Pop-Szene, als da wären die Herren Ambros, Steinbäcker und Danzer. Ein noch interessantes Musikertreffen läuft beim sinnigerweise so betitelten "Nachbarn" ab, denn hier wirkt Büne Huber mit. Er ist der Kopf der hierzulande wenig bekannten Schweizer Ostbahn-Gegenstücks Patent Ochsner. Wirklich "kur(t)ios" wird's mit "I mecht' so gern land'n", wenn der Kurti als Maria Bill zu einem Schlager-Playback singt. Zum Abschluss ist der im Jahr 2000 verstorbene "Trainer" Günter Brödl im Spoken-Word-Stück "Da Polifka Rudl & da Engl mitn dreckign Gsicht" zu hören. Alles in allem ein Querschnitt, der Appetit macht auf mehr von dieser Verbindung aus der Sprache der Straße und purem Rock'n'Roll.
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