Die beste Einführung zum "Phänomen" Kurt Schwitters! In einer lockeren Aneinanderreihung von verschiedenen Artikeln zu dem Dadaisten, der als einer der ersten die Idee eines Gesamtkunstwerks verwirklichen wollte, gelingt es dem Herausgeber Gerhard Schaub, die vielen Facetten des Werks von Kurt Schwitters so zu beleuchten, dass man Lust bekommt auf mehr. Berlin, 20er Jahre: der Dadaismus, erfunden von Hugo Ball und Freunden in der Schweiz, wird in Deutschland nach dem ersten Weltkrieg zu einer Anti - Bewegung: gegen die vorherrschende bürgerliche Kunst, aber auch gegen den Krieg. Diese immer stärkere auch politische Ausrichtung passt einem gar nicht: Kurt Schwitters. Er lebt in Hannover, und kreiert dort seine eigen Kunstform: die MERZ - Kunst. Collagen aus Srassenbahnfahrscheinen und Schokoladeneinwickelpapier, aber auch Gedichte: die Lautgedichte. Schwitters erfindet die Ursonate, bei der von der Sprache nur noch die Laute, die Urlaute eben, übrigbleiben. Die radikalste Form der Zerstörung des herkömmlichen Gedichts. Aber auch dadaistische Texte mit einer Menge Humor: Oh Anna Blume, man kann dich von vorne wie von hinten - lesen: A-N-N-A. Von der Bildenden Kunst Schwitters bis zu den literarischen Werken - dieses Buch streift alles in kleinen interessanten Beiträgen und lässt sich dabei stellenweise vom Schwitterschen Humor anstecken. Einige der Abbildungen in dem Buch sind erstmals hier veröffentlicht, einige Briefe Schwitters hier zum erstenmal publiziert. Man merkt, dass die Autoren mit Verstand und Spass bei der Sache waren, und gewinnt einen glänzenden Überblick über dieses dadaistischen Gesamtkünstlers. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)