Eine Kommissarin mit einigen Macken und dem Herz am rechten Fleck, eine spannende Geschichte mit überraschendem Ende und eine Autorin, die ihre Heimatstadt Heidelberg mit viel Liebe zum Detail in eine spannende Geschichte einbettet. Der zweite Krimi von Marlene Bach Kurpfälzer Intrige ist wie bereits der Erstling ein großes Lesevergnügen. Nicht nur für Badener und Heidelberg-Fans.
Hauptkommissarin Maria Mooser ist auch in ihrem zweiten Fall nicht immer die perfekte und linientreue Ermittlerin. Auch ihr Privatleben bringt die sympathische Liebhaberin guten Essens immer wieder in Wallung. Dabei sorgt erneut das schwierige Verhältnis zu ihrem Assistenten Alsberger für zahlreiche Lacher, wenn dieser als Kollege und zugleich Freund der Tochter in Maria Mooser immer wieder den Konflikt zwischen Mutterliebe und innig gepflegter Abneigung gegen Alsberger heraufbeschwört.
Und was ist für eine Frau noch schlimmer als die Wechseljahre? Von anderen immer an das fortschreitende Alter erinnert zu werden. Ein Giftzahn übernimmt diese Aufgabe in der Kurpfälzer Intrige auf besonders indiskrete und amüsante Weise und spielt schließlich eine wichtige und überraschende Rolle bei der Lösung des Mordfalles, der so lange überhaupt kein Motiv zu haben scheint.
Marlene Bach zeichnet in ihrem Roman mit viel Geschick natürliche Charaktere, ohne sie mit Attributen zu überladen. Auch die Handlung bleibt stets nachvollziehbar und der Spannungsbogen reißt bis zum Finale nicht ab. Es bleibt zu hoffen, dass Maria Mooser noch weitere Fälle bei der Heidelberger Kripo lösen darf.