Ich habe fast alle Bücher von André Brink gelsen und dieses ist sicher das ungewöhnichste und für manchen Leser nicht so leicht zugänglich, wie seine anderen. Es wird die Biografie des ersten schwarzen Predigers in Südafrika beschrieben, die höchst ungewöhnlich und für europäische Leser manchmal befremdlich oder auch witzig ist. Kupido Kakerlak wächst mit dem Glauben an traditionell afrikanische Gottheiten auf und wechselt dann später im Leben zum Christentum, nachdem er mit Missionaren in Berührung kommt. Er wird ein sehr überzeugter und überzeugender Prediger, der dann irgendwann selbstständig eine Gemeinde übernehmen bzw. entwickeln soll, allerdings in einer eher wüsten-ähnlichen Gegend, in der die Lebensbedingungen mehr als hart sind. Dort wird er mehr oder weniger vergessen von den europäischen Missionaren und überlebt nur knapp.
Wer sich auf diese Auseinandersetzung mit der Rolle der Mission im südlichen Afrika einlassen will, für den ist das Buch auf jeden Fall lesenswert. Abgesehen davon ist es eben eine wirklich ungewöhnliche Biografie eines ungewöhnlichen Mannes in Südafrika.