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Die Kunst des negativen Denkens

 Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (29 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Norwegisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Alive - Vertrieb und Marketing/DVD
  • Erscheinungstermin: 26. Juni 2009
  • Produktionsjahr: 2006
  • Spieldauer: 76 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (29 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0021VX9C2
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 2.458 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

Geirr, 33, steht auf Weltuntergangs-Kino und fette Joints. Dazu dröhnt düster Johnny Cash aus den Boxen - denn Geirr sieht die Welt in schwärzesten Farben, seit er nach einem Unfall im Rollstuhl sitzt. Seine Freundin Ingvild hält die üble Laune bei aller Liebe kaum noch aus und lädt darum die Gruppentherapeutin Tori samt ihrer Truppe vorbildlich Behinderter ein, alle mit zuckersüßem Lächeln und eiserner Hand darauf getrimmt, ihr Schicksal "positiv" zu sehen ... Als das Feelgood-Kommando gegen Geirrs Widerstand die Villa entert, dreht er den Spieß um und pariert Toris Psycho-Phrasen mit rabenschwarzem Sarkasmus und schlagenden Argumenten. Bald kommt es zum Aufstand gegen die Sozialdompteuse und alle verordnete Heuchelei. Dies ist die Stunde der beißenden Wahrheiten, eine Nacht der anarchischen Lebenslust, rückhaltlosen Konfrontationen und unerwar-teten Einsichten. Als der Morgen anbricht, sehen sie die Welt in einem anderen Licht…

Produktbeschreibungen

Geirr, 33, steht auf Weltuntergangs-Kino und fette Joints. Dazu dröhnt düster Johnny Cash aus den Boxen - denn Geirr sieht die Welt in schwärzesten Farben, seit er nach einem Unfall im Rollstuhl sitzt. Seine Freundin Ingvild hält die üble Laune bei aller Liebe kaum noch aus und lädt darum die Gruppentherapeutin Tori samt ihrer Truppe vorbildlich Behinderter ein, alle mit zuckersüßem Lächeln und eiserner Hand darauf getrimmt, ihr Schicksal "positiv" zu sehen. Als das Feelgood-Kommando gegen Geirrs Widerstand die Villa entert, dreht er den Spieß um und pariert Toris Psycho-Phrasen mit rabenschwarzem Sarkasmus und schlagenden Argumenten. Bald kommt es zum Aufstand gegen die Sozialdompteuse und alle verordnete Heuchelei. Dies ist die Stunde der beißenden Wahrheiten, eine Nacht der anarchischen Lebenslust, rückhaltlosen Konfrontationen und unerwarteten Einsichten. Als der Morgen anbricht, sehen sie die Welt in einem

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
56 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Rache am gute Laune-Terror 10. April 2009
Seit einem Unfall vor zwei Jahren ist Geirr (hart: Fridjov Saheim) querschnittsgelähmt. Seine Frau Invild (hinreißend: Kirsti Eline Torhaug) lädt für ihn, inzwischen zum zynischen Misanthropen geworden, eine Therapiegruppe in ihrer beider Haus ein. Die Patienten, alle behindert oder Partner eines Behinderten, stehen unter dem Regiment von Psychotherapeutin Tori (Kjersti Holmen), sind darauf gedrillt, statt von Problemen von Lösungen zu sprechen und negative Äußerungen in einen Kotzbeutel zu sprechen. Toris Strategien prallen von Geirr ab, innerhalb weniger Stunden hat er ihr Therapiegebäude zum Einsturz gebracht, und unter seiner nun schonungslos ehrlichen Leitung veräußern die Gruppenmitglieder ihren Seelenmüll. Es kommt zu selbstzerstörerischen Exzessen und Verwüstungen, an deren Ende jedoch vieles aufgeräumter ist.

Der norwegische Regisseur Bard Breien zeichnet wunderbare Figuren, konzentriert sich auf einen Schauplatz, auf das Gegenspiel der Charaktere und untermalt dies mit fein ausgesuchter LSD-Musik. So gelingt es ihm, Identifikation mit Geirr zu schaffen, der nüchtern betrachtet wenig Potential dafür bietet. Zwar kommt die Therapeutin etwas sehr schlecht weg, und das Ende könnte origineller sein. Dennoch ist "Die Kunst des negativen Denkens" eine rundum gelungene Rache am gute Laune-Terror unserer Tage, am naiven Glauben, man könne unangenehme Wahrheiten mit einfachen Techniken ausblenden. Warum gelingen den Skandinaviern so viele komische Problemfilme mit verbindlicher Tiefe wie "Hawai - Oslo", "Die Idioten" oder "Elling"? Vielleicht liegt in der Trostlosigkeit vieler kurzer, trüber Tage, ein großes komisches Potential.
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28 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Kunst des negativen Denkens 14. Oktober 2009
"Die Kunst des negativen Denkens" ist eine rabenschwarze Komödie, die viele kleine Einzeltragödien liebevoll aber auch extrem sarkastisch auf die Schippe nimmt.
Zu Anfang amüsiert man sich schlicht über die Leute, die zwanghaft positives Denken praktizieren und den Protagonisten zu bekehren versuchen, nach kurzer Zeit bleibt einem aber das Lachen im Halse stecken und weicht einer leichten Beklemmung, ob der Abgründe die hinter den positiven Fassaden lauern.
Hier wird auf äußerst humorige und intelligente Weise einer populären psychologischen Methode der Spiegel vorgehalten, daß es einem eine Freude ist.
Freunde plattgebügelter Hollywood Komödien werden mit diesem Film nicht viel anfangen können, Liebhaber von skurrilen, tiefsinnigen und beißend humorigen skandinavischen Filmen wie z.B. "Adams Äpfel", "Dänische Delikatessen", etc werden ihre Freude haben.
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von S. Huxel
Tschakka ' Du schaffst es !!! Was für die einen die Phrase für die Überwindung des Unmöglichen ist, stellt für andere blanker Hohn da. Geirr ist seid einem Motorradunfall querschnittsgelähmt und quasi an den Rollstuhl gefesselt. Überfordert von der neuen Lebenssituation, stellt er doch mehr oder minder eine Last für seine Frau da, flüchtet er sich in seine Depressionshöhle. In ihr kifft er, trinkt, zieht sich Kriegsfilme oder Johnny Cash rein.

Ingvild, seine Frau, weiß weder ein noch aus. Auch sie kommt mit der Situation nicht mehr klar und bittet eine Selbsthilfegruppe für Behinderte um Hilfe. Geleitet wird die Gruppe von Leiterin Tori, die ihren durchaus kranken Haufen mit Psycho-Pushing-Phrasen immer wieder aufs Neue zum positiven Denken konditioniert. 'Kleine Veränderungen bringen große Veränderungen mit sich'. Wie sehr das Gruppenmotto im Verlaufe des Therapieabends, der sich über 79 Filmminuten erstreckt, greifen sollte, war hier noch gar nicht abzusehen.

Die durchaus bunt gemischte Behindi ' Gruppe schlägt alsbald bei Geirr und Ingvild zu Hause auf. Der Schlaganfallgeschädigte Asbjörn, der sich nur schwerlich artikulieren kann, die hübsche, intelligente Marte, die nach einem Kletterunfall, den ihr Mann zu verschulden hatte im E-Rolli landete. Gard, zerfressen ob dieser Schuld gleicht mit seinem weinerlichen Narzismus ebenso einem Pflegefall wie die altersegozentrische, Hypochonderin Lillemor. Nach einer anfänglichen Phase der bittersten Ablehnung lässt Geirr die Truppe in sein Haus und findet sich in die Gesprächsrunde bestens ein. Mit seiner derben, unverblümten Art gelingt es ihm innerhalb kürzester Zeit die rosaroten Brillen der Gruppe zu verschmettern und ihre wattene Schutzhülle abzustreifen. Tori, die die Gruppe eher als Karrieresprungbrett sieht, missfällt das Scheitern des Projekts natürlich und als die Situation zu eskalieren droht, verlässt sie die Gruppe.

Was nun folgt sind Dramen, die das Leben fernab von Hollywood schreibt. Das ist, was 'Die Kunst des negativen Denkens' zu einem besonderen Film macht. Die Nähe zur Realität. Ein Thema auf das lange der Mantel des Schweigens gehüllt wurde und immer noch wird. Behinderung und Emotion, Beziehung und Sexualität. Letztlich hinterfragt sich der Zuschauer sicher selbst, wie er, wäre er Protogonist dieser obskuren Possè, seine Entscheidung treffen würde. Die Figuren im Film zerstreiten sich untereinander, nachdem die Gruppe auf sich allein gestellt ist. Auf jeden Handlungsstrang einzugehen würde den Überraschungseffekt und das Momentum des Filmes zerstören.

Doch der schwarz-derbe Humor, der aufgrund seiner Realitätsnähe oft an der harten Schmerzgrenze ist, aber auch den Flair ausmacht, zieht sich wie ein Faden durch den Film.

Natürlich gehört zu einem ordentlichen Selbstfindungstrip eine gehörige Portion bewusstseinsverändernte Substanzen wie Alkohol und Hasch in rauen Mengen. Das man auf dem Gipfel des Geschehen in den Rollstühlen die Hauseinrichtung verwüstet, um anschließend russisches Roulette zu spielen, erscheint da wie ein Nebenkriegsschauplatz.

Wie in jedem Film findet auch 'Die Kunst des negativen Denkens' ein (fast) versöhnliches Ende, allerdings, ernüchternd, geläutert. Politisch korrekt mag er nicht sein, greift aber viele Themen auf, die Behinderte betreffen, um sie darzustellen, verständlich zu machen und zu unterstreichen. Ein Schlag ins Gesicht für jeden Gutmenschen, der sich auch am zweiten Arm offenkundig freut, wenn er den ersten verloren hat. Harte Dinge muss man auch mal nüchtern sehen. Die schwärzeste Komodie seit 'Harold & Maude' ' mit echten Kultfaktor.
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Die neuesten Kundenrezensionen
1.0 von 5 Sternen Die Kunst des negativen Denkens oder Wie gestalte ich einen Abend...
Normal liegt es nicht in meiner Natur direkt nach dem Sehen eines Films an den PC zu springen und eine Kritik zu verfassen, aber ich darf aus ethisch-moralischen Gründen... Lesen Sie weiter...
Vor 12 Tagen von Kritiker veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen This is the life
Nun ja, kann oder darf man einen Film, der so tiefe Einblicke in das Gefühlsleben schwerbehinderter Menschen und ihren Angehörigen oder depressiver und vom Schicksal... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Melly13 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Stellenweise richtig böse!
Selten einen so (fast schon brutal) ehrlichen Film gesehen. Nichts für Zartbesaitete! Und political correctness? Ebenso Fehlanzeige! Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Leoni veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Böse
Das ist doch mal eine Überraschung gewesen! Habe den Film auf Empfehlung gekauft und angenehm überrascht. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Andrea Wittwer veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Hat Längen
Ein etwas ermüdender Film, der irgendwann total abdriftet.
. . . . . . . . . . . .
Vor 5 Monaten von Philipp L. veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Die Kunst des positiven Denkens...
..habe ich versucht während dieses filmischen Erguss zu erlernen und es hat leider nicht geklappt. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Anton Wodarz veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen „Desperado, Why Don’t You Come to Your Senses?“
(Vorsicht, Spoiler nicht ausgeschlossen!)

Es ist sicher kein Zufall, daß die zielstrebige Psychologin Tori (Kjersti Holmen) gerade dieses Lied anstimmt, als sie... Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Tristram Shandy veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Einer der besten Filme die es gibt!!!
Ich bin ja sowieso ein Fan des skandinavischen Kinos.
Die schaffen es einfach so derartig grandios Zynismus, Sarkasmus, Misanthropie und Trostlosigkeit mit beinhartem... Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von freakdax23 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Absolut sehenswert!
Wer "Ziemlich beste Freunde" liebt wird diesen Film ebenso lieben. Humorvoll wird das Thema Wut wegen der eigenen Behinderung behandelt und wie wichtig es ist diese Wut auch... Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Sgt.Pepper veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen jeder psychologe sollte diesen film gesehen haben
wir haben den film im kino in der filmkunst gesehen. menschen die noch nie mit seelischen problemen oder behinderungen in berührungen gekommen sind und diesen film in hoffnung... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von daydream veröffentlicht
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