Also, ich muss sagen, dass ich dieses Buch erst gleich wieder weggelegt habe, weil es mich so geaergert hat, dass man sich nicht einfach lieb haben kann ohne den ganzen zirkus. Ich habe mich aber immer gewundert, warum mir die, die ich nicht haben will hinterherrennen und die, die ich haben will, wegrennen. also wollte ich dahinterkommen, woran das liegt. das buch erklaert logisch, warum das so ist und es funktioniert wirklich fantastisch. Es gibt einem die kontrolle, gerade in der anfaenglichen phase und man kann sogar interesse wieder erneut wecken, wo man die hoffnung schon aufgegebn hatte. ich habe dieses buch gelesen (auf englisch heisst es "how to capture the heart of mr Right), um meinen absoluten traummann, in den ich mich hals ueber kopf verliebt habe, der aber aus mir voellig unklaren gruenden schluss gemacht hat, wiederzubekommen. und es war total verbluffend wie gut es funktioniert hat. ich habe es sooo genossen, als er um ein date gebettelt hat, weil ich mich seit tagen nicht gemeldet hatte und ich hatte nie gedacht, dass ich das ruder noch rumkriege, aber ich bin mir immer noch nicht sicher. natuerlich aergert es mich auch schwarz, dass ich als frau nicht den ersten schritt machen darf, weil ich sonst ja auch alles in meinem leben in die hand nehme. aber es funktioniert eben nicht, es turnt nicht an. entweder ich kaempfe also fuer die emanzipation der frau und sage: ich mach sehr wohl den ersten schritt (und riskiere, dass es nicht funktioniert) oder ich sage: Emanzipation kann ja auch sein, dass man die kontrolle hat, obwohl man nicht taetig wird. wenn ich doch weiss, dass es funktioniert, ihn zu ignorieren und nicht zurueckzurufen, dann kann ich das doch anwenden. ich muss doch als frau nicht auf biegen und brechen immer alles in die hand nehmen. ich darf doch auch ein bisschen spielen, das gehoert doch zur liebe dazu und wenn es doch besser funktioniert? und lasst doch die intellektuellen sich ueber das buch aufregen. das stoert mich gar nicht. niemand wuerde sich trauen zuzugeben, dass es ganz logisch ist, dass diese regeln funktionieren, dass es keine suende ist, sich ueber beziehungen gedanken zu machen und dass die regeln guidelines sind und keine "gebote" wie es der spiegel beschreibt. und wenn der autor so selbstbewusst behauptet, das buch sei oberflaechlich und es sei amerikanischer kitsch und bloedsinn, dann muss ich ein bisschen lachen, denn aus dem buch geht logisch hervor, dass diese dinge eben wirklich funktionieren, auch bei diesem autor. und der autor der kritik ist bestimmt auch nicht besser. er soll erstmal beweisen, dass seine partnerin ihn als erstes angesprochen hat, dass sie ihn jeden tag angerufen hat, dass sie sich gleich geoeffnet hat, dass sie ihm ehrlich und schnell ihre liebe gestanden hat, ihn mit romantischen blicken angeschaut hat und eben alle dinge getan hat, die einen mann sicher machen, aber eben abschrecken und die Ellen Fein als falsche strategie (nicht falsche gefuehle) wertet. ich wette, es ist nicht so. wenn die maenner dieses buch wirklich ernsthaft kritisieren wollen, dann muessen sie zuerst beweisen, dass es falsch ist. Sie muessten beweisen, dass sie faehig sind, diese Liebe zu erwidern, sich in diese frauen zu verlieben, dass sie anders sind, was man ja nicht mit der ratio beeinflussen kann.
also, ich geb ehrlich zu, ich bin auch nicht besser (obwohl ich mich echt dafuer hasse) und ich wuerds andersrum auch nicht so toll finden, wenn er mir nur hinterherrennt und alles fuer mich tut.
das problem ist dann aber: wenn beide die regeln konsequent anwenden, dann sehen sie sich nie, weil keiner keinen zurueckruft...
also, lesen, nachdenken, ausprobieren, mensch sein und ab und zu schwach werden...