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Die Kunst, im Chor zu weinen
 
 

Die Kunst, im Chor zu weinen (Broschiert)

von Erling Jepsen (Autor)
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Produktinformation

  • Broschiert: 267 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 1 (1. Dezember 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518460307
  • ISBN-13: 978-3518460306
  • Originaltitel: Kunsten at groede i kor, 2002 von Erling Jepsen
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 12,8 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 111.299 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

"Wenn Vater eine gute Grabrede hält, dann haben ihn die Leute gern, und wenn die Leute ihn gern haben, dann hat er auch uns gern." Allan, der elfjährige Sohn des Milchmanns, weiß, wie man zu Tränen rührt. Zusammen mit seinem Vater besucht er sämtliche Beerdigungen des Ortes. Die Grabreden des Vaters - unterstützt durch den traurigen Blick des Sohnes - bringen die Angehörigen unweigerlich zum Weinen; und da eine gute Rede dem Umsatz des elterlichen Ladens zugute kommt und zudem die "psychischen Nerven" des Vaters beruhigt, ist die Logik für Allan klar: des einen Tod, des anderen Brot. Aber was tun, wenn die Todesfälle ausbleiben? Wer hat das Feuer gelegt, in dem Allans Großmutter umkam? Wird die große Schwester deshalb wenig später in die Psychiatrie gebracht? Oder etwa, weil sie nicht länger mit dem Vater auf dem Sofa schlafen mag? Eine abgründige Familiengeschichte, geschildert aus dem treuherzigen Blickwinkel eines Elfjährigen, dem die familiäre Harmonie über alles geht und dem es deshalb zunehmend schwerer fällt, "gut" und "böse" voneinander zu unterscheiden.


Über den Autor

Erling Jepsen wurde 1956 geboren. Er begann als Bühnenautor und wandte sich später dem Schreiben von Romanen zu. Dreck am Stecken ist sein erstes Buch in Deutschland.Ulrich Sonnenberg, geboren 1955, arbeitete nach seiner Buchhändlerlehre mehrere Jahre in Kopenhagen und war bis Ende 2003 Verkaufsleiter der Verlage Suhrkamp und Insel in Frankfurt am Main. Seit Anfang 2004 lebt und arbeitet er als freier Übersetzer, Herausgeber und Publizist in Frankfurt am Main.

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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Naivität überstrahlt Grauen, 24. Februar 2009
Es ist erschreckend, dass man schmunzeln muss, wenn ein 11-Jähriger seine Welt beschreibt, die von Missbrauch und Unterdrückung geprägt ist. Aber er versteht so wenig von dem was geschieht, dass die Beschreibung der Ereignisse amüsant gerät. Man muss sich beim Lesen immer wieder ermahnen, dass dort etwas geschieht, was nicht lustig ist. Gleichzeitig fragt man sich, warum denn die Erwachsenen nicht handeln. Mich hat dieser Perspektivenwechsel durchaus gefesselt.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Bizarr, skurril und faszinierend schrecklich, 3. März 2009
Von Gabriele B. (Mülheim an der Ruhr) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REVIEWER)   
Der 11jährige Allan und sein Vater erleben ihre besten Zeiten auf Beerdigungen, wenn der Vater, seines Zeichens Milchmann des Ortes, Reden über den Verstorbenen schwingt und der Junge dazu eine Träne aus seinen blauen Augen zwingt. Dann sind alle gerührt. Je mehr Rührung, desto bessere Geschäfte im Laden und desto steiler die Karriere des Vaters.

Im Grunde geht es in diesem Buch aber um die Familie dieses Jungen und vor allem um seine kindliche Sicht der Vorfälle innerhalb eines Jahres. Einerseits herrlich naiv geschildert, wenn der Vater Sanne, seine Tochter, aufs Sofa zieht, damit er besser schlafen kann. Das kann der Junge ja verstehen. Aber warum landet Sanne dann in Augustenborg, einer nachweislich bekannten Geisteskrankenanstalt? Und warum verbrennt Oma gerade dann in ihrem Haus, als er sich ausgedacht hatte, Oma umzubringen, damit wieder mehr Kunden in den Laden kommen?

Mit einer unglaublichen Beiläufigkeit wird von den dollsten Vorkommnissen berichtet, so, als seien Missbrauch, Mord und die zitternde Sanne eigentlich gar nicht bedeutsam. So schrecklich die Schilderungen im Grunde sind, man kann sich als Leser das Schmunzeln nicht verkneifen. Doch ab der Fahrt nach Augustenborg gibt es einen Bruch in der Geschichte, der für mich die Glaubwürdigkeit in Frage stellen lässt. Und irgendwie hört ab da auch der Witz auf. Leider ganz schwach ist das Ende, bei dieser Geschichte hätte der Autor sich was Besseres ausdenken sollen.
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4 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Aus dem tiefsten Rattenkeller!, 12. Februar 2009
Angeblich soll es sich -laut Klappentext- um eine der besten Kindheitsschilderungen der neueren dänischen Literatur handeln.
Aber das Buch ist einfach "fies"!
Die große Schwester wird zunehmend verstörter und schließlich in die Nervenklinik eingeliefert, weil Sie ständig vom Vater vergewaltigt wird, der Nachbar wird vom 11-jährigen Erzähler ins Jenseits verfrachtet; Oma verbrennt. Wie sagt der Berliner über Hamlet?: "Wenn ich eine miese Familie sehen will, brauche ich nicht ins Theater gehen, da kann ich gleich zu Hause bleiben und spar mir das Geld!".
Ein fieses Buch! irgendwie faszinierend, wie all' das Böse. Aber warum schreibt ein Autor so was? Bei der "Asche meiner Mutter" war der Vater wenigstens "nur" besoffen und hat die Kinder in Ruhe gelassen!
Klar ist, dass es Ratten-Keller gibt; aber muss man denn darin herumgehen und dafür auch noch Geld bezahlen?
Sparen Sie sich das Geld für das Buch und gehen Sie lieber ein Bier trinken!
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