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am 2. April 2014
David J. Rauschning ist freiberuflicher Filmeditor und kann auf über zehn Jahre Berufserfahrung im Bereich Dokumentar- und Kurzfilm zurückblicken. Mit „Die Kunst der Auslassung“ kann der Leser nun an seinem Wissen teilhaben, mit dem er unter anderem 2012 den „Förderpreis Neues Deutsches Kino“ erhielt.

Auf knapp 200 Seiten erklärt der Diplom-Schnittmeister, wie man durchs geschickte Auslassen von Einstellungen Spannung kreieren kann. Immer wieder nutzt er dabei Filme aus der Vergangenheit und analysiert deren Montage, um so den Leser auf bestimmte Techniken aufmerksam zu machen. Direkt zu Beginn erklärt er anhand von drei Beispielen die verschiedenen „Ellipsen“ und weist auf den Unterschied zwischen „Erzählte Zeit“ sowie „Erzählzeit“ hin. Schon hier merkt ein gelernter Mediengestalter, dass sich das Buch auf einem ganz anderen Niveau bewegt wie die übliche Fachliteratur. D. J. Rauschning bleibt stets verständlich und mit dem Leser auf Augenhöhe, öffnet jedoch ganz neue Sichtweisen auf die Montage.

Zur Auflockerung tauchen im Buch immer wieder mal Briefe auf, in denen auf ganz eigene Weise auf den vergangenen Stoff zurückgeblickt wird. Auch der Rest des Buches ist mit großen Kapitelseiten sowie Frameshots aus Filmen sehr ansprechend gestaltet. Das kann nicht jedes Fachbuch von sich behaupten.

Fazit:
Jeder Mediengestalter oder angehende Cutter, der sein Wissen im Bereich Montage vertiefen möchte, sollte sich dieses Buch zulegen. Es eröffnet ganz neue Denkweisen und macht Mut, auch mal etwas nicht zu zeigen.
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Der Weg zur Meisterschaft verläuft über die Kunst der Vereinfachung. Und weil dies selbstverständlich auch beim Filmen gilt, hat der freiberufliche Film- und Videoeditor David J. Rauschning dieses Buch geschrieben. Dass es bei der UVK Verlagsgesellschaft erschienen ist, hatte ich zuerst gar nicht wahrgenommen. Denn obwohl ich das Programm dieses Verlags liebe, reißt mich die Gestaltung der Bücher nur selten zu Begeisterungsstürmen hin. Dieses Werk jedoch kommt in einer Aufmachung daher, die seine Anschaffung noch mehr rechtfertigt. Daher war ich erstaunt, dass der Verantwortliche für Satz und Layout, Samuel Stephan, nicht stärker herausgehoben wird.

Das Geleitwort von Thomas Schäffer, Geschäftsführer der Film- und Mediengesellschaft „nordmedia“ macht Lust auf die Lektüre. Und für einmal finde ich den Textbaustein „ein Muss für...“ sogar angebracht. Vor allem, wenn man „Filmemacher“ durch „Cutter“, bzw. „Editor“ ergänzt. Denn die Kunst des Weglassens zu beherrschen, ist beim Schneiden eines Films ganz besonders wichtig.

Die Geschichte, mit der Rauschning das erste Kapitel eingeleitet, beginnt denn mit dem Satz „Ein sauberer Schnitt“. Allerdings ist damit der Bug eines Segelschiffs gemeint, der unnachgiebig und präzise die Oberfläche des Wassers schneidet. Das ist Storytelling vom Feinsten und für Sachbücher außergewöhnlich. Zu halten ist das hohe sprachliche Niveau jedoch nicht, wenn man viele Fachtermini verwendet und diese so präzise definiert, wie David J. Rauschning das tut. Aber um seine Leserschaft nach längeren Strecken fachlicher Informationsvermittlung wieder aufzumuntern, bedient sich Rauschning des Stilmittels „Brief an...“, das jeweils poetische Rück- und Vorschau zugleich ist.

Zu den Kinoliebhabern zu gehören, steigert den Lesespaß und erleichtert die Lektüre. Denn David J. Rauschning veranschaulicht seine Thesen mit Bildern und kurzen Dialogen aus Filmen. Daher findet sich im Anhang nebst dem Literaturverzeichnis auch ein ausführliches Filmregister. Wenig überraschend ist, dass die anschaulichsten Beispiele Werke anführen, an denen der Autor selber mitwirkte. Das Fehlen eines Stichortregisters fällt deshalb nicht gravierend, weil die wichtigsten Begriffe den Inhalt strukturieren.

Mein Fazit: Da David J. Rauschning bei vielen Filmen als Editor wirkte, kennt er die Kunst der Montage aus eigener Praxis. Obwohl es seit 1935 auch einen Oscar für den besten Schnitt gibt, unterschätzen die meisten Kinobesucher noch immer die Bedeutung eines guten Cutters. Das wird nach der Lektüre dieses Buches bestimmt nicht mehr der Fall sein. Denn David J. Rauschning erklärt an zahlreichen Beispielen, wie schwierig die Kunst der Auslassung ist. Und wo immer möglich, greift er dabei auch auf die Möglichkeiten zu, die Storytelling bietet. Zudem hat er in Samuel Stephan einen Gestalter gefunden, der die Kunst des gezielten Auslassens ebenfalls beherrscht und ein gutes Gespür für zeitgemäße, schöne Layouts hat.
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