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Kunst und Antikunst
 
 
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Kunst und Antikunst [Gebundene Ausgabe]

Susan Sontag , Mark W. Rien
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 374 Seiten
  • Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG; Auflage: Neuausg. (22. September 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3446204288
  • ISBN-13: 978-3446204287
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,6 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 708.239 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
  • Komplettes Inhaltsverzeichnis ansehen

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Den weltweiten Ruhm und Einfluß von Susan Sontag machen die stimulierenden Ideen aus, die sie in die Diskussion neuer kultureller Phänome eingebracht hat: ihre intelligenten Analysen von Happening, Sciencefiction, Undergroundfilm, Pornographie und Camp - die Personen und Werke von Camus, Ionesco, Beckett, Godard, Sartre u.a. betreffen - sind ein wesentlicher Beitrag in der Entwicklung der Moderne.

Der Verlag über das Buch

Diese Fallstudien zu einer Ästhetik der Moderne umfassen Themen der Literatur (von Camus, Genet, Ionesco, Beckett, Peter Weiss, Hochhuth), über Themen des Films (von Godard, Bresson, Resnais), bis zur Philosophie (von Sartre, Simone Weil, Leiris, Norman O`Brown). Dabei bleiben sie nicht bei einzelnen Personen oder Werken stehen, sondern wollen die theoretischen Voraussetzungen für bestimmte Urteile und Entwicklungen und die Rolle der Kritiker dabei reflektieren. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von junior-soprano TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Jeder der sich eingehender mit Rezensionen beschäftigt sollte dieses Buch lesen! Der deutsche Titel dieser Essay-Sammlung aus den 1960er Jahren, die im amerikanischen Original „Against Interpretation" heißt, klingt etwas sonderbar. Was um alles in der Welt soll denn „Antikunst" sein? Der Begriff erinnert mich ein wenig an „Entartete Kunst". So ist er aber nicht gemeint! Wie alles in diesem interessanten Buch wird auch dieser Begriff klug erklärt. Teilweise fühlte ich mich beim Lesen etwas dumm, weil Susan Sontag so belesen und clever wirkt und im Eiltempo die großen Werke der Literatur, Philosophie, des Films, des Theaters, der Happenings, aber auch der Science-Fiction-Filme, der Pornograhie und des „Camp" beleuchtet. Manches Mal konnte ich ihr nur halbwegs folgen, weil ich das gerade besprochene Werk noch nicht kannte. Es sind zwar viele allgemein bekannte Klassiker von Shakespeare, Hermann Hesse und Thomas Mann und Friedrich Nietzsche dabei, aber mindestens ein Drittel der Werke sind mir noch unbekannt. Sicherlich werde ich die Essays noch des öfteren lesen. Es gibt noch einige Lektionen aus diesem Buch zu lernen.
Ein wenig gekränkt fühlte ich mich von Sontags Urteil über „Wem die Stunde schlägt" von Ernest Hemingway. Sie hält es für „schlecht bis zur Lächerlichkeit". Nun ist dies keine repräsentative Stelle dieses Buches, denn in „Kunst und Antikunst" geht es nicht darum, daß Susan Sonntag einzelne Werke Seiten lang im Detail beleuchtet, lobt oder verreißt. Statt dessen bringt sie meist allgemeiner ihre Meinung zu einer bestimmten Kunst oder einem Künstler zum Ausdruck. Oberflächlichkeit und Plattheiten sind ihr zuwider. Etwas störend empfand ich die starke Einmischung ihrer politisch linken Weltanschauung bei der Beurteilung von Kunstwerken. Brecht und Camus waren links, also aus Sontags Sicht, gute Menschen. Wer nicht links steht hat es schwerer, ihre Gunst zu gewinnen. Einen Philosophen wie Sartre hält sie allerdings trotz seiner, von der ihren abweichenden, politischen Meinung für wichtiger als den ihr sympathischeren Camus.

„Kunst und Antikunst" ist ein überaus inspirierendes und interessantes Buch. Es weckt die Neugierde sich selbst mit den von Susan Sontag besprochenen Werken und anderer anspruchsvoller Kunst auseinanderzusetzen und vermittelt einen guten Eindruck davon, wie wichtig und schön Kunst sein kann.

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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von FrizzText HALL OF FAME REZENSENT
Format:Taschenbuch
beim verfolgen der tagespolitischen weltweiten ereignisse, in denen immer die USA eine zuweilen auch unbesonnene rolle spielen, ist es wohltuend, sich zu vergegenwärtigen, dass dort auch sehr reflexionsfähige, zum sensiblen abwägen kleinster details fähige menschen leben. ein lichtblick dieser art dürfte wohl susan sontag sein. typisch für ihr schreiben und denken ist in ihrem essay-band KUNST UND ANTIKUNST zum beispiel ihr exkurs über camus (seite 105-115): etwas spöttisch bemerkt sie: "heutzutage ist das haus der dichtung voll von rasenden liebhabern, heiteren frauenschändern und kastrierten söhnen ..." - und camus - wie sollte es anders sein - packt sie spitzbübisch in die schublade des verlässlichen ehemannes, des gut-menschen pur. "kafka erweckt mitleid und schrecken, joyce bewunderung, proust und gide achtung ..." schreibt sie - camus bekommt die etikettierungen "rechtschaffenheit", "verantwortungsgefühl", "moralische schönheit"; natürlich kommt in ihrem kurz-essay bald die dialektische wende: "moralische schönheit hat die tendenz, sehr rasch in den bereich des unzeitgemäßen abzusinken." zu lebzeiten sei dieser verfallsprozess schon zu beobachten gewesen, nach camus' tod erst recht. "camus war nicht zäh genug, er war nicht zäh auf jene weise, wie sie bei sartre begegnet..." schreibt sontag, über sartres höhere popularitätsdauer grübelnd. sartre hatte klar gegen die weiterführung des algerienkrieges agiert, camus, blockiert in seiner eigenen stoik, hatte sich nicht zu einem öffentlichen urteil durchringen können. denkt man an die heutzutage zu erwartenden statements (habermas sprach sich gerade gegen einen krieg USA - IRAK aus) - so scheint susan sontag klar genug gesagt zu haben, was sie von unengagiertem getue hält. sie ist eine mutige frau. es macht sehr viel spass, sich mit ihrem klaren und dennoch abwägenden schreiben zu beschäftigen ...
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Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Dies Ausgabe kommt leicht vergilbt ins Haus, wie ein altes Taschenbuch, gedruckt auf schlechtem Papier und nur durch einen festeren Pappeinband aufgepimpt. Ein echter Hardcover ist das nicht, eher ein klassischer Ladenhüter (was allerdings bereits an der Banderole "Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2003" zu erkennen ist).
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