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Kunst und Antikunst: 24 literarische Analysen
 
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Kunst und Antikunst: 24 literarische Analysen (Taschenbuch)

von Susan Sontag (Autor)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 384 Seiten
  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: 9 (1. September 1982)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596264847
  • ISBN-13: 978-3596264841
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 85.202 in Bücher (Die Bestseller Bücher)
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Diese Fallstudien zu einer Ästhetik der Moderne umfassen Themen der Literatur (von Camus, Genet, Ionesco, Beckett, Peter Weiss, Hochhuth), über Themen des Films (von Godard, Bresson, Resnais), bis zur Philosophie (von Sartre, Simone Weil, Leiris, Norman O`Brown). Dabei bleiben sie nicht bei einzelnen Personen oder Werken stehen, sondern wollen die theoretischen Voraussetzungen für bestimmte Urteile und Entwicklungen und die Rolle der Kritiker dabei reflektieren. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Der Verlag über das Buch

Diese Fallstudien zu einer Ästhetik der Moderne umfassen Themen der Literatur (von Camus, Genet, Ionesco, Beckett, Peter Weiss, Hochhuth), über Themen des Films (von Godard, Bresson, Resnais), bis zur Philosophie (von Sartre, Simone Weil, Leiris, Norman O`Brown). Dabei bleiben sie nicht bei einzelnen Personen oder Werken stehen, sondern wollen die theoretischen Voraussetzungen für bestimmte Urteile und Entwicklungen und die Rolle der Kritiker dabei reflektieren. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Geistreiche Gedanken über Kunst, 28. November 2004
Von junior-soprano "Powderfinger" (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)   
Jeder der sich eingehender mit Rezensionen beschäftigt sollte dieses Buch lesen! Der deutsche Titel dieser Essay-Sammlung aus den 1960er Jahren, die im amerikanischen Original „Against Interpretation" heißt, klingt etwas sonderbar. Was um alles in der Welt soll denn „Antikunst" sein? Der Begriff erinnert mich ein wenig an „Entartete Kunst". So ist er aber nicht gemeint! Wie alles in diesem interessanten Buch wird auch dieser Begriff klug erklärt. Teilweise fühlte ich mich beim Lesen etwas dumm, weil Susan Sontag so belesen und clever wirkt und im Eiltempo die großen Werke der Literatur, Philosophie, des Films, des Theaters, der Happenings, aber auch der Science-Fiction-Filme, der Pornograhie und des „Camp" beleuchtet. Manches Mal konnte ich ihr nur halbwegs folgen, weil ich das gerade besprochene Werk noch nicht kannte. Es sind zwar viele allgemein bekannte Klassiker von Shakespeare, Hermann Hesse und Thomas Mann und Friedrich Nietzsche dabei, aber mindestens ein Drittel der Werke sind mir noch unbekannt. Sicherlich werde ich die Essays noch des öfteren lesen. Es gibt noch einige Lektionen aus diesem Buch zu lernen.
Ein wenig gekränkt fühlte ich mich von Sontags Urteil über „Wem die Stunde schlägt" von Ernest Hemingway. Sie hält es für „schlecht bis zur Lächerlichkeit". Nun ist dies keine repräsentative Stelle dieses Buches, denn in „Kunst und Antikunst" geht es nicht darum, daß Susan Sonntag einzelne Werke Seiten lang im Detail beleuchtet, lobt oder verreißt. Statt dessen bringt sie meist allgemeiner ihre Meinung zu einer bestimmten Kunst oder einem Künstler zum Ausdruck. Oberflächlichkeit und Plattheiten sind ihr zuwider. Etwas störend empfand ich die starke Einmischung ihrer politisch linken Weltanschauung bei der Beurteilung von Kunstwerken. Brecht und Camus waren links, also aus Sontags Sicht, gute Menschen. Wer nicht links steht hat es schwerer, ihre Gunst zu gewinnen. Einen Philosophen wie Sartre hält sie allerdings trotz seiner, von der ihren abweichenden, politischen Meinung für wichtiger als den ihr sympathischeren Camus.

„Kunst und Antikunst" ist ein überaus inspirierendes und interessantes Buch. Es weckt die Neugierde sich selbst mit den von Susan Sontag besprochenen Werken und anderer anspruchsvoller Kunst auseinanderzusetzen und vermittelt einen guten Eindruck davon, wie wichtig und schön Kunst sein kann.

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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen der mut zum klaren urteil ..., 16. Oktober 2002
Von FrizzText "frizz" (Wuppertal) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)   
beim verfolgen der tagespolitischen weltweiten ereignisse, in denen immer die USA eine zuweilen auch unbesonnene rolle spielen, ist es wohltuend, sich zu vergegenwärtigen, dass dort auch sehr reflexionsfähige, zum sensiblen abwägen kleinster details fähige menschen leben. ein lichtblick dieser art dürfte wohl susan sontag sein. typisch für ihr schreiben und denken ist in ihrem essay-band KUNST UND ANTIKUNST zum beispiel ihr exkurs über camus (seite 105-115): etwas spöttisch bemerkt sie: "heutzutage ist das haus der dichtung voll von rasenden liebhabern, heiteren frauenschändern und kastrierten söhnen ..." - und camus - wie sollte es anders sein - packt sie spitzbübisch in die schublade des verlässlichen ehemannes, des gut-menschen pur. "kafka erweckt mitleid und schrecken, joyce bewunderung, proust und gide achtung ..." schreibt sie - camus bekommt die etikettierungen "rechtschaffenheit", "verantwortungsgefühl", "moralische schönheit"; natürlich kommt in ihrem kurz-essay bald die dialektische wende: "moralische schönheit hat die tendenz, sehr rasch in den bereich des unzeitgemäßen abzusinken." zu lebzeiten sei dieser verfallsprozess schon zu beobachten gewesen, nach camus' tod erst recht. "camus war nicht zäh genug, er war nicht zäh auf jene weise, wie sie bei sartre begegnet..." schreibt sontag, über sartres höhere popularitätsdauer grübelnd. sartre hatte klar gegen die weiterführung des algerienkrieges agiert, camus, blockiert in seiner eigenen stoik, hatte sich nicht zu einem öffentlichen urteil durchringen können. denkt man an die heutzutage zu erwartenden statements (habermas sprach sich gerade gegen einen krieg USA - IRAK aus) - so scheint susan sontag klar genug gesagt zu haben, was sie von unengagiertem getue hält. sie ist eine mutige frau. es macht sehr viel spass, sich mit ihrem klaren und dennoch abwägenden schreiben zu beschäftigen ...
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13 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Das Höchste aber ist die Transparenz, 18. Juli 2001
Von Ein Kunde
Ob sie über Literatur schreibt, über Film oder Sexualität, hier allerdings innerhalb einer dieser Kunstgattungen (!), überall ist Transparenz auszumachen. Eine Philosophin ist sie, die überdies alles, so scheint mir, mit einer Genauigkeit betrachtet und auch erörtert, die ihresgleichen sucht in der Literatur. Ebenso, wie eine fleißige Weberin, die ihren Teppich webt, erscheint sie auf den Gebieten: Roman und Essay. Unbestechlich weiblich und genau. So ist auch diese Sammlung von 24 literarischen Analysen ein gelungenes Werk, das jedem empfohlen werden kann, der sich mit dieser Frau (gerne) auseinandersetzt, sei es als Erzählerin oder Philosophin aller möglichen Richtungen, wobei Humor neben einer Überlegenheit im Geistigen ( wie auch immer geartet ) nicht zu kurz kommt. Eine Botin von Erfahrungen in unserer Zeit.
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