Aus der Amazon.de-Redaktion
Zweimal sei er in seinem aufregenden Leben schon pleite gewesen, gesteht er in seiner unerschrockenen Neigung zur Selbstironie: "Hausse ist Champagner, Mercedes und schöne Frauen, Baisse ist U-Bahn, ein Glas Bier und Mama." Der "Partisan des Kapitalismus" war vor allem ein Philosoph des Alltags. Aus diesem Rohstoff formt er seine Börsenweisheiten -- verlässlich wie die Meteorologie. Und sie trafen, wie er behauptete, zu 51 Prozent zu, während 49 Prozent der Tipps daneben lagen. Von den zwei Prozent hat er glänzend gelebt. Grundsätzlich meint Kostolany, dass der Einfluss der Psychologie auf die Börse nicht überschätzt werden kann, glaubt sogar, dass 90 Prozent der Börse aus Psychologie bestehen. Folgerichtig stellt er fest, "dass an der Börse alles möglich ist -- sogar das, was logisch ist", dass aber die Aktien-Kurse der Logik-AG dem Trend eher nicht folgen.
Wenig lässt sich also vorhersagen, Theorien und Dogmen müssen an der Börsenrealität scheitern. Und dies trotz all der Versuche, die Börsengeschäfte zu systematisieren, zu digitalisieren und Computerprogrammen zu überlassen -- die ja auch nur auf der Basis von Indikatoren arbeiten, die von Menschenhand festgelegt und eingegeben wurden. An seinem 93. Geburtstag antwortete der große Kosto auf die Frage, wie er seinen Mitmenschen im Gedächtnis bleiben möchte: "Mit angenehmen Gedanken. Sie sollen mich für einen netten Menschen gehalten haben. Meine Bücher werden mich überleben, und wenn sie den nächsten Generationen nützen können, wäre ich zutiefst erfreut." --Dietrich Thieden -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Kurzbeschreibung
Er studierte Philosophie und Kunstgeschichte und wäre eigentlich lieber Pianist geworden.
Ende der 20er machte er seinen ersten Börsendeal, und die Welt der Finanzen ließ ihn nie wieder los.
Der 'geistreiche Buchautor, humorvolle Kolumnist und amüsante Plauderer' (DER SPIEGEL) hatte weltweit ein Millionenpublikum, seine Bücher wurden in acht Sprachen übersetzt.
Bis kurz vor seinem Tod nahm er regen Anteil am Welt- und Börsengeschehen.
Am 14. September 1999 ist Andre Kostolany 93jährig in Paris gestorben.
Autorenportrait
Er studierte Philosophie und Kunstgeschichte und wäre eigentlich lieber Pianist geworden.
Ende der 20er machte er seinen ersten Börsendeal, und die Welt der Finanzen ließ ihn nie wieder los.
Der 'geistreiche Buchautor, humorvolle Kolumnist und amüsante Plauderer' (DER SPIEGEL) hatte weltweit ein Millionenpublikum, seine Bücher wurden in acht Sprachen übersetzt.
Bis kurz vor seinem Tod nahm er regen Anteil am Welt- und Börsengeschehen.
Am 14. September 1999 ist Andre Kostolany 93jährig in Paris gestorben.