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Kunst im öffentlichen Raum 2: Kassel vor 1992-2005 [Taschenbuch]

Harald Kimpel
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Kurzbeschreibung

31. März 2005
Die beiden neuen Teilbände setzen die Dokumentation fort, die mit der 1991 erschienenen Bestandsaufnahme "Kassel 1950 - 1991" begonnen wurde: Band 2 bringt die Erfassung der aktuellen Situation auf den neuesten Stand, während Band 3 den historischen Bestand der Stadt Kassel belegt.
Erneut orientiert sich die Inventarisierung der künstlerischen Installationen im urbanen Raum nicht an Popularität oder Qualität einzelner Produzenten oder Kunstwerke, sondern beabsichtigt - auf Vollständigkeit angelegt - die systematische Erfassung des ästhetischen Alltags einer Stadt in Text und Bild. Konsequenterweise zieht auch die fotografische Dokumentation die Publikumsperspektive dem inszenierenden Blick auf die Objekte vor.
Mit seinem systematischen Ansatz kann das mehrbändige Dokumentationsprojekt der Kasseler Situation als Modell für eine visuelle Bestandsaufnahme anderer Kommunen dienen. Zugleich liefert es reichhaltiges Anschauungsmaterial für die grundsätzliche Diskussion um das Verhältnis von öffentlichem Stadtraum und künstlerischer Attributierung.

Produktinformation

  • Taschenbuch: 184 Seiten
  • Verlag: Jonas Verlag; Auflage: 1 (31. März 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3894453478
  • ISBN-13: 978-3894453473
  • Größe und/oder Gewicht: 23,8 x 16,2 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 2.049.652 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor

Dr. phil. Harald Kimpel, geb. 1950 in Kassel, Studium der Kunstpädagogik, Kunstgeschichte, klassischen Archäologie und europäischen Ethnologie in Kassel und Marburg. Arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Kulturamt der Stadt Kassel.

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5.0 von 5 Sternen Nüchtern-distanziert. s/w. vollständig 29. Oktober 2012
Nach Kassel fährt der Kunstinteressierte der documenta wegen. Auch viele Kunstwerke kommen auf diese Weise nach Kassel. Manche bleiben. Permanent an öffentlichen Straßen und Plätzen aufgestellt, lohnen sie auch abseits des medienwirksamen Großereignisses einen Kunstspaziergang durch die Stadt. Etliche von ihnen haben nichts von ihrer spektakulären Wirkung eingebüßt: etwa die Laser-Installation (die erste ihrer Art im öffentichen Raum) von Horst H. Baumann aus dem Jahr 1977 (documenta 6), die Friedrichplatz und Herkules verbindet. Oder der "Man walking to the sky" von Jonathan Borofsky aus dem Jahr 1992 (documenta IX). Beide Ankäufe wurden übrigens durch erhebliche Spenden von Bürgern der Stadt bzw. von ortsansässigen Firmen ermöglicht.

Während erstere Arbeit bereits im Band 1 von "Kunst im öffentlichen Raum Kassel", der die Jahre 1950-1991 abdeckt, besprochen wurde, zählt "Man walking to the sky" zu den prominenten Beispielen des hier besprochenen Bandes 2 der Trilogie. Zu den "Highlights" dieses Bandes zählen weiterin Arbeiten von Kazuo Katase (eine zweite im Justizzentrum ist allerdings nicht öffentich zugänglich), Claus Bury, Antony Gormley, Erich Hauser, Haus-Rucker-Co, Per Kirkeby, Hein Sinken. Offenkundig wird damit, dass es - über die documenta-Hinterlassenschaften hinaus - noch einiges mehr in Kassel zu entdecken gibt! Insbesondere wird der Kunstinteressierte die in Kassel beheimateten Künstler Eberhard Fiebig (Falt-Stahlskulpturen) und Friedel Deventer (kinetische Objekte) anhand mehrerer Arbeiten kennenlernen wollen. (Einen Eindruck mag sich der Neugierige im Katalog 'SkulpTour Kassel' auf dem Fachportal Welt-der-Form verschaffen.)

Die einzelnen Kunstwerke stellt der vom Kunstpädagogen und -historiker Harald Kimpel (der über die Geschichte der documenta promovierte, seit 1980 Kulturamt Kassel) konzipierte und redaktionell betreute Band jeweils auf 1 bis 5 Seiten anhand einer s/w-Abbildung, technischen Angaben, Literaturhinweisen sowie Kurzbiografie vor. Eine authentische Beschreibung des Kunstwerks gelingt meist dadurch, dass Kimpel nach Möglichkeit den Künstler selbst zu Wort kommen lässt, hie und dort wird auch eine Kunsthistorikerin aus der Eröffnungsrede zitiert oder der jeweilige documenta-Ausstellungsleiter. Die Arbeiten sind chronologisch angeordnet (wodurch die Informationen etwa zu Friedel Deventer leider über 5 verschiedenen Stellen verstreut zu finden sind). Eine Übersichtskarte gibt es nicht.

Aus dem Inhalt: Gedenkstätten / Erinnerungsorte - Außenobjekte - Architekturgebundene Arbeiten (Außenbau, Innenbau) - Brunnen - Nachträge zu Band 1 (1950-1991). Mit Künstlerregister.
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