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Kundun
 
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Kundun

Tenzin Thuthob Tsarong , Gyurme Tethong , Martin Scorsese    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Darsteller: Tenzin Thuthob Tsarong, Gyurme Tethong, Tulku Jamyang Kunga Tenzin
  • Regisseur(e): Martin Scorsese
  • Komponist: Philip Glass
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound, Widescreen
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: STUDIOCANAL
  • Erscheinungstermin: 6. November 1998
  • Produktionsjahr: 1997
  • Spieldauer: 128 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00004RYDR
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 30.252 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Es wäre falsch, Kundun eine Enttäuschung zu nennen, oder einen Film, dem Martin Scorsese nicht gewachsen war. Beide Aussagen könnten für einige Zuschauer zutreffen -- die aber übersehen das höhere Ziel hinter Scorseses künstlerischen Absichten und tun einem Film Unrecht, der in jeder Hinsicht einmalig ist. Beim Aufzeigen des Lebens des 14. Dalai Lama widersetzt sich Kundun konventionellen Erzählformen zugunsten eines episodischen Ansatzes und präsentiert eine regelmäßige Folge von Ereignissen aus dem Leben des jungen geistigen Oberhauptes des buddhistischen Tibets. Von dem Moment, da er 1937 als die Reinkarnation des 13. Dalai Lama erkannt wird, bis hin zu seiner Flucht aus Tibet vor der chinesischen Invasion, wird der Dalai Lama als erleuchtete spirituelle Gallionsfigur dargestellt. Das verleiht dem Film seine besondere Note der Bedächtigkeit und Verehrung, verwehrt uns dabei allerdings das Privileg, den Dalai Lama als faszinierende menschliche Persönlichkeit zu bewundern.

Es herrscht ein Gefühl der leichten Distanz zwischen dem Film und seinem Publikum, seine optische Fülle bietet jedoch reichlich Ausgleich. In enger Zusammenarbeit mit dem Kameramann Roger Deakins (Ausnahmezustand) filmte Scorsese Kundun mit großem Prunk und Zeremoniell und peinlich genauer Rücksicht auf Details bei den Kostümen, den Farben und dem Einsatz von echten buddhistischen Mönchen bei den Aufnahmen im Palast des Dalai Lama. Einige Szenen werden noch lange im Gedächtnis verweilen, so auch die alptraumhafte Vision des Dalai Lama, in der er zwischen hunderten von toten Mönchen steht, deren Leben im friedlichen Widerstand gegen die chinesische Aggression geopfert wurden. Als politisches Drama und elegante Geste der Ergebenheit ist Kundun ein hochwertiger Film von inspirativer Schönheit -- einen, den möglicherweise kein anderer als Scorsese hätte drehen können. --Jeff Shannon

Produktbeschreibungen

1937 wird der zweijährige Kundun von einem Mönch als Reinkarnation des 13. Dalai Lama entdeckt. Bald schon zieht er mit seiner Familie in den Palast von Lhasa ein und wird neues Staatsoberhaupt und spiritueller Führer Tibets. 1950 überfallen die Rotchinesen Tibet, neun Jahre später flieht der Dalai Lama vor den Schergen Maos ins Exil. Eine mit viel Sorgfalt und Respekt inszenierte, dem dokumentarischen Blick verpflichtete Jugendbiographie des 14. Dalai Lama, die Scorsese unter seiner Mitarbeit realisierte.

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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein ernsthafter und aufwendiger Film, 28. Oktober 2006
Von 
Dichtung&Kritik "Varush" (Mannheim) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Kundun (DVD)
Dieser Film ist ein wunderbar ernster Spielfilm ueber das Leben des 14. Dalai Lamas. Es erzaehlt die Geschichte von seiner Auffindung als vierjaehriger Junge bis zu seiner Flucht nach Indien in den 50er Jahren.

Gezeigt werden die wunderschoensten bunten herrlichen Aufnahmen aus Tibet, Ritualszenen, Tradition. Dazu eine sehr gute schauspielerische Besetzung fuer die verschiedenen Jugenstadien des Dalai Lama.

Was von anderen Rezensenten kritisiert wurde, naemlich ein zu ernst dargestellter Dalai Lama, der nicht lache, wie wir es von ihm selbst, dem noch lebenden Dalai Lama doch kennen - diese Kritik kann ich nicht nachvollziehen. Ich bin mir sicher, dass der junge Dalai Lama in den Umstaenden seines Aufwachsens nicht derselbe war, der er heute, unter dem Einfluss westlicher Tradition, geworden ist. Sicherlich war er damals ernster, seiner Religion zugewandt und in viel unmittelbarerem Maße seinem Volk verpflichtet. Schwierige Umstaende, Invasion der Chinesen, Morde an seinem Volk liessen ihn sicherlich damals nicht gleichermassen ausgeglichen sprechen wie heute. Auch wenn der Vertreter Buddhas heute Froehlichkeit und Lebensfreude praktizieren kann, bin ich mir sicher, dass auch er einen Wandel durchmachen durfte in seinem Leben, ermoeglicht durch Meditation, Erfahrung, Reife und Umgebung.

Vorliegender Film erzaehlt moeglichst detailgetreu von seiner Jugend und seinen jungen Mannesjahren. Es ist ein Film, der nicht uebertreibt und keine Partei ergreift, der jedem noch Gutes tut und versucht, jede Perspektive verstaendlich zu machen.

Mir persoenlich hat der Film ausserordentlich gut gefallen.

Sein kommerziellerer Bruder "Sieben Jahre in Tibet" schliesst aussergewoehnlich gut an diesen Film an, wie ich finde.

Moechte man sich also mit Tibets Geschichte und der Geschichte des Dalai Lama beschaeftigen, kann ich beide Filme - den bunten , kommerziellen, aber auch den ernsthafteren 'Kundun' - sehr empfehlen.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Eine ungwöhnliche Einsicht, 25. Februar 2001
Rezension bezieht sich auf: Kundun (DVD)
Es ist für Menschen, welche in der westlichen Tradition geboren wurden sicher nicht leicht zu verstehen, was der Dalai Lama für die Tibeter und viele andere Buddhisten bedeutet. Martin Scorsese aber ist es gelungen, mit einer für einen Hollywood-Regisseur vielleicht ungewöhnlichen Einsicht einen Film zu schaffen, der sich dieser ungemein wichtigen Kultur nähert. Daß er einer der wenigen Meister seines Faches ist hilft ihm, mit Bildern, Tönen, Musik, Schauspielern und Geschichte so zu jonglieren, daß man gebannt auf dieses Kunstwerk von einem Film schaut und mit dem Gefühl von Ehrfurcht für diese Menschen, ihr Schicksal und ihren spirituellen Führer zurückbleibt. Der Film kratzt natürlich nur an der Oberfläche, aber er kann auch dazu reizen, sich mit den gezeigten Ideen und dem barbarischen Versuch der Chinesen, diese zu zerstören, auseinander zu setzen. Filmisch ein eher ungewöhnliches Meisterwerk und ideell ein erstaunlicher Beitrag zur Menschlichkeit. Was will man mehr.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Meisterwerk, 26. August 2001
Rezension bezieht sich auf: Kundun (DVD)
"Kundun" mag den durchschnittlichen Kinogänger überraschen. Dies liegt an der Anlage dieses für einen etablierten Hollywood-Regisseurs mutigen Films. Eine Überraschung ist der Film aber für Kenner des Lebenswerks Scorseses keineswegs. Vielmehr knüpft dieser dort an, wo der Regisseur mit "Last Temptation of Christ" 1992 aufhörte. In diesen beiden Filmen interessiert Scorsese nicht zuerst die Lebensgeschichte eines religiösen Führer, sondern die Idee der "göttlichen Inkarnation". Anders als in religiösen Überlieferungen wird die "Gottwerdung" eines Menschen allerdings ernstgenommen und mit allen Verwerfungen dargestellt, die eine solche "Berufung" für ein menschliches Wesen darstellt. Durch diese Perspektive kommt ein soziologisches Moment in die Erzählung und somit eine Distanz zu dem Stoff. Das und die daraus resultierende surreale Überzeichnung mag zu dem Missverständnis beigetragen haben, es handele sich um eine nur blasphemische Intention. Darin liegt aber die eigentliche Stärke dieser Filme. In historischem Duktus werden Dinge geschildert, die in den Bereich des Glaubens gehören und sich der Historisierung damit eigentlich entziehen. Das Changieren zwischen unterschiedlichen Perspektiven und das letztliche Offenlassen der Authentizitätsfrage sind für Anhänger der von den geschilderten "Personen" begründeten Religionen sicher eine Zumutung. Für philosphisch denkende Zeitgenossen resultiert genau daraus der eigentliche Reiz. Es bleibt die Hoffnung, dass Scorsese nach einigen typischeren Hollywoodproduktionen diesen Faden wieder aufnehmen und weiterspinnen wird.
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