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Ein wichtiger Zweig ist dabei das Kundalini-Yoga. In diesem Yoga geht es nicht so sehr um körperliche Übungen, sondern vielmehr um die Erweckung einer geheimnisvollen Energiequelle, die in der Basis der Wirbelsäule schlummert, bis man sie durch Übungen gezielt stimuliert. Danach steigt sie Wirbel um Wirbel (Chakra um Chakra) das Rückgrat hoch, um schlussendlich das Gehirn zu fluten und den Übenden zur Gotteserfahrung zu führen.
Als Überbringer dieser Lehre versteht sich der alte Orden der Nath-Yogis, der sich in seiner Tradition auf die ursprünglichen Rishis beruft, also jene indischen Heiligen, welche die ersten spirituellen Schriften überhaupt (Veden, Upanishaden) verfasst haben. Nath waren immer bereit zu lehren - man musste sie nur finden. "Vereinigung mit Gott" im Sinne der Nath-Tradition ist die Vereinigung des Wahrnehmenden mit der Wahrnehmung, die Vereinigung von Bewusstsein MIT der Welt der Erscheinungen. Weder Subjekt noch Objekt werden als Illusion abgetan - sondern Subjekt und Objekt werden EINS. Kundalini ist dabei zuerst das Fahrzeug, dann die Welt, bis sich am Ende der Übende selbst als Kundalini wiederfindet und sich nicht VON ihr (der Welt), sondern IN ihr erlöst.
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Ein sehr schönes Buch mit hilfreichen Tipps. Ich selbst bin über Jahre durch einen problematischen Kundalini Prozess, mit sehr vielen körperlichen Störungen, gegangen. Es entspricht meiner Erfahrung, dass die Reinigung, bzw Vorbereitung des Körpers, durch Atemübungen und vieles mehr unterstützt werden kann, so wie es in diesem Buch beschrieben wird. Die empfohlenen Übungen beseitigen energetische Blockaden und harmonisieren den Energiefluss.
Das Buch ist für jedermann geeignet, der sich sachlich zum Thema informieren möchte. Dabei verzichtet es auf die „persönliche“ Geschichte des Autors. Und das ist gut, denn letztlich gleicht kein Prozess dem anderen.
Ich möchte das Buch ganz besonders auch Yogalehrern empfehlen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass in der Yogalehrerausbildung das Thema Kundalini oftmals nur sehr ungenügend abgehandelt wird. Die Ausbilder können meist nicht auf eigene Erfahrungen mit der Energie zurückgreifen und vermitteln angelesenes Wissen. Leider wird dann auch vieles missverstanden.
"Kundalini. Das Erbe der Nath-Yogis" ist aus einem Stapel von mehr als einem Dutzend Büchern dasjenige, welches ich immer wieder zur Hand nehme, wenn ich über das Thema etwas nachlesen möchte.
Von diesem Autor werden Angst und Panik wie eine amüsante Begleiterscheinung betrachtet - kann halt vorkommen. Die entsprechenden (zwei oder drei) kurzen Passagen erinnern an OWK's erstes Buch, in dem er schreibt wie er mit den Teufeln sitzt, und darüber lacht, wie die Menschen in ihre selbstgebauten Fallen tappen.
Dieser Autor, egal wie erwacht, weiß nicht, so scheint es mir, was es heißt wirklich stark zu leiden. Es gibt Leute, deren Kundalini-Symptome so unerträglich waren dass Selbstmord die bessere Alternative schien. Andere landen in der Psychiatrie. Wieder andere können für den Rest ihres Lebens nicht ruhig schlafen. Die Folgen können viele Formen annehmen - falls jemand Interesse an Berichten und Erfahrungen hat, empfehle ich die entsprechenden Webseiten im Internet - zu finden über die Suchmaschinen unter folgenden Stichworten: "Kundalini - Risks - Information", oder: "Kundalini - Suvival - Support" (in diesen Rezensionen dürfen keine Web-Adressen angegeben werden).
Inzwischen wundert mich auch nicht mehr, dass das Spiel mit dem Feuer so oft schief geht. Denn wer ist es, der hier die Kundalini erweckt? Es ist das Ego, das erleuchtet werden will. Und zwar nicht dann, wenn es ansteht, sondern so schnell wie möglich. Also wird mit künstlichen Mitteln die Evolution beschleunigt.
Was mir geholfen hat, war der Ansatz der Nicht-Einmischung von Samarpan (Buch: "Glücklich sein in jedem Moment"). Reine Akzeptanz dessen, was in jedem Moment ist - das ist so absolut einfach, wie effektiv. Wer die Kundalini willentlich weckt, möchte es anders haben, als es jetzt ist. Das schreibt der Autor zwar auch, aber das ganze Buch mit seinen ganzen Übungen steht dem entgegen.
Wer sich nach diesen Informationen immer noch definitiv davon angezogen fühlt aktiv einzugreifen, dem will ich nicht abraten. Natürlich dreht nicht jeder durch: Es ist nur wichtig zu wissen dass es erstens nichts für instabile Leute ist, und dass man es zweitens nicht braucht.
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