Wer sich diesen Film anschaut, hat sich in den meisten Fällen schon mit der Kumbh Mela beschäftigt, so auch ich. Für mich stellt sich - auch nach dem Anschauen von vielen anderen Büchern und Filmen - die Frage, ob ich einmal daran teilnehmen möchte, was kein Buch und kein Film beantworten kann.
Dieser Film hier geht anders als die meisten anderen Beiträge an die Kumbh Mela heran, indem er den Aufenthalt und das Erleben von wenigen Besuchern beschreibt. Das gefällt mir, die Auswahl der Personen ist gut und mir sympathisch, der Ton getroffen, weder zu distanziert noch zu esoterisch, zudem humorvoll und ohne Wertung des Gezeigten, sodass genug Raum für eigene Gedanken gelassen wird. Dass überwiegend ausländische, d.h. westliche Besucher, begleitet werden, ist für mich eher Vor- als Nachteil, da auch nur in der Lage sein kann, die Geschehnisse mit meinen westlichen Augen zu betrachten.
Hin und wieder hätte ich mir gewünscht, die Vorstellung der einzelnen "Gurus" wäre etwas mehr in die Tiefe gegangen, ohne gewisse Vorkenntnisse bleiben einige Teile ein wenig oberflächlich.
Alles in allen ist der Film subjektiv, in gutem Sinne, und von angenehm zurückhaltender Art, was bei dem Subjekt des Films nicht einfach ist.
Wer sich viele Fakten über die "Veranstaltung" (Teilnehmerzahlen, Organisation, Ablauf...) verspricht, wird nicht bekommen, was er möchte, darüber gibt es andere Dokumentationen, die das und auch die Seite der indischen Pilger zum Inhalt haben.
Ach ja, und die Bilder sind wirklich schön, und ob ich hin fahre, weiß ich immer noch nicht.