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Kulturgeschichte der Missverständnisse: Studien zum Geistesleben
 
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Kulturgeschichte der Missverständnisse: Studien zum Geistesleben [Taschenbuch]

Eckhard Henscheid , Gerhard Henschel , Brigitte Kronauer
2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 589 Seiten
  • Verlag: Reclam Leipzig; Auflage: 2., Aufl. (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3379016896
  • ISBN-13: 978-3379016896
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 11,6 x 3,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 400.465 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Eckhard Henscheid
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Ein Lobgesang dem Register. Selten ist es so hilfreich wie bei diesem 590 Seiten starken Buch, wo es einen schnellen Überblick über die Häufung von Irrtümern und Missverständnissen in der Welt des Geistes bietet: Eine erstaunlich klare Topografie -- in der Diktion des Bandes -- nicht des Terrors, sondern des errors. Die Kulturgeschichte der Mißverständnisse hält sich bei Theodor W. Adorno auf, der Bibel, bei Johann Wolfgang v. Goethe -- wen wunderts, bei Hitler und Richard Wagner, schließlich bei Friedrich Schiller, wobei man erkennt, dass auch bei Schiffer, Claudia (eine Zeile über Schiller) immerhin drei Missverständnisse vorliegen. Eines davon ist beispielsweise die Idee, Schiffer sei die neue Brigitte Bardot; ein zweites ist ihr dümmliches Kleinreden der deutschen Fremdenfeindlichkeit. Merkwürdigerweise findet es sich nach der Aufklärung darüber, warum die erste Birne, der Bürgerkönig Napoleon, Napoleon III. hieß, wo er doch der zweite Napoleon auf dem Thron war. Schuld ist offenbar dem Drucker zu geben, der die drei Ausrufezeichen von "Vive Napoléon !!!" im allenthalben verbreiteten Aufruf zum Staatsstreich als lateinische Drei gelesen hatte.

Doch das ist, man ahnt es schon, einer der harmloseren Irrtümer. Und selbstverständlich handelt es sich bei der Kulturgeschichte nicht um ein Buch der Herren Henscheid und Henschel -- mit dem ungewöhnlichen Beistand der Schriftstellerin Brigitte Kronauer -- wäre das Missverständnis nicht Anlass, herzhaft über die Missverstehenden herzufallen. Was immer man glaubt, seinen Lieblingsfeinden und seinen Lieblingsfeindmedien anhängen zu dürfen: Hier findet sich noch mehr und noch infameres Material, die Wette sei gewagt. Wer würde schon glauben, dass Jürgen Habermas der FAZ in einem Leserbrief vorwarf, sie wolle ausgerechnet mit Hilfe Eckhard Henscheids "Deutschland deutscher" machen? Und so findet mancher Leser seine Geistesheroen hier durchaus demontiert. Ein aufregendes Buch also, die Kulturgeschichte der Mißverständnisse, die auch -- in Nachfolge Gustave Flauberts -- ein neues Wörterbuch der Gemeinplätze (des aktuellen Journalismus) ist. --Brigitte Werneburg

Kurzbeschreibung

Mißverstanden wurde praktisch alles - das ist das Fazit dieses Buches. In über hundert spannenden, schwergewichtigen oder auch leichteren und launigen Artikeln klärt der Band über vielerlei Mißverständnisse kulturgeschichtlicher Art auf: Da geht es z.B. um Heines nächtliches Gedenken an Deutschland, das seit jeher unsinnig zitiert und falsch verstanden wird, um Karl Kraus' Diktum, daß ihm zu Hitler nichts einfiele, oder um die häufig zitierte Äußerung von der Unfähigkeit zu trauern, die ursprünglich ganz anders gemeint war.Brigitte Kronauer wurde am 29, Dezember 1940 in Essen geboren. Sie studierte Germanistik und Pädagogik und war einige Zeit als Lehrerin tätig. Heute lebt sie als freie Schriftstellerin in Hamburg. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
31 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Eckhard Henscheid und seine zwei Mitstreiter haben sich die Mühe gemacht, einmal genauer unter die Lupe zu nehmen, was eigentlich alles im allgemeinen "Diskurs" falsch verstanden wird. Herausgekommen ist ein trotz seines Umfangs unterhaltsam zu lesendes Werk, das 5 Jahre nach der ersten Auflage als Taschenbuch erhältlich ist. Ob es sich nun um die "Unfähigkeit zu trauern" oder das Heine-Zitat "Denk ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht" handelt - die meisten öffentlichen Beiträger, die sich mit solchen Zitaten schmücken, um ihre angeblich fundierte Bildung unter Beweis zu stellen, haben offenbar gar nicht richtig nachgelesen und sind Gerüchten und Vorurteilen aufgesessen. Bei fortschreitender Lektüre stellt sich beim Leser langsam die Gewissheit ein, das eigentlich das meiste, was allgemein unter "Geistesleben" verstanden wird, auf dem Hörensagen basiert. Man verkaufe also seine opera omnia von Schwanitz und erwerbe dieses Buch. Wer dieses Werk durchgearbeitet hat, wird vieles neu bewerten können, er wird das tägliche Feuilleton anders und den TV-Kulturtrash ("Aspekte"!) als solchen genießen.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Nur für Fachleute 22. Mai 2004
Von rodion
Format:Taschenbuch
Wer, wie ich, nur ein Amateur-Leser ist, wird mit diesem Buch nicht viel anfangen können. Mag sein, dass Fachleute davon begeistert sind ("Gehört in jede Arbeitsbibliothek.") aber ich hatte mir doch mehr erwartet als eine endlose Anhäufung von oft nur halb angedeuteten Hinweisen, was dieser oder jener Autor in dem ein oder anderen Werk nicht richtig dargestellt habe.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Enttäuschend 5. August 2005
Format:Taschenbuch
Das Buch ist ein selbstverliebter Text, ohne Not stilistisch hochkompliziert geschrieben. Man erfährt Interessantes im Detail, kann aber keinen Maßstab entdecken. Anders ausgedrückt: zum Stöbern zu schwerfällig geschrieben, aber für einer Aussage, um sich vom Standpunkt der Autoren ein Bild zu machen, zu zerfahren.
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