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Kulturgeschichte des Klimas: Von der Eiszeit zur globalen Erwärmung [Gebundene Ausgabe]

Wolfgang Behringer
4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 22,90 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

16. Juni 2010
Blitz und Donner zu schleudern war ein Vorrecht der Götter, und Petrus schickte Regen und Sonne, wie es ihm gefiel. Viele Jahrhunderte - wahrscheinlich sogar noch viel länger - funktionierte das ganz gut ohne menschliche Beteiligung. Das war einmal. Heute machen wir das Wetter selber. Fachleute sind sich einig: Der Klimawandel geht weitgehend auf unser Konto. Zeit für einen Rückblick: Wie hat das Klima die menschliche Spezies beeinflußt? Wie haben Klimaschwankungen das Leben unserer Vorfahren verändert, wie ihre Kultur bestimmt? Ein erhellender Streifzug durch die vergangenen Klimaschwankungen vom Holozän bis heute.
Alle sprechen vom Wetter: wir auch. Darüber, wie es werden wird, gibt es derzeit mehr Voraussagen als sonst üblich; aber was wissen wir über Klimaschwankungen vor 500 Jahren, vor 5000 Jahren? Und wie können wir überhaupt etwas über die Geschichte des Wetters wissen? Schließlich: Wie haben sich die Klimaschwankungen auf den Menschen, sein Wohlbefinden und seinen Erfindungsgeist ausgewirkt? Wolfgang Behringer führt uns ein in die historische Forschung zur Klimaentwicklung; er zeigt uns, was heute als gesichertes Wissen gelten kann, welche Schwankungen es gab und wie sie das Fortkommen des homo sapiens behinderten oder beförderten. Ein Stück weit bietet das Buch naturwissenschaftliche Fundierung, um dann für die Geschichte ab dem Mittelalter dem Zusammenhang zwischen Klimaentwicklung und kultureller Entfaltung detaillierter nachzuforschen. Behringers lesenswertes Buch führt uns plastisch vor Augen, mit welchen Schwierigkeiten, manchmal aber auch mit welch außergewöhnlich angenehmen Wetter-Epochen etwa in der Staufer- Zeit unsere Vorfahren konfrontiert waren und wie sie damit umgingen.

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Kulturgeschichte des Klimas: Von der Eiszeit zur globalen Erwärmung + Eine kurze Naturgeschichte des letzten Jahrtausends
Preis für beide: EUR 32,85

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
  • Verlag: Beck; Auflage: 5., aktualisierte Auflage (16. Juni 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 340652866X
  • ISBN-13: 978-3406528668
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,8 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 271.193 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Pressestimmen

»Behringer: Das Einzige, was uns heute von früheren Epochen unterscheidet, das ist, dass es einfach sehr viel mehr Menschen gibt als in allen früheren Epochen der Menschheitsgeschichte, und man könnte sagen, vielleicht unser größtes Problem ist die Überbevölkerung, weil wir weniger flexibel auf die Veränderung des Klimas reagieren können, als wenn wir sagen wir mal 500.000 Menschen auf der Welt leben hätten und nicht sechs Milliarden.«
Jürgen König, Deutschlandradio Kultur 25.01.2010

»Geschichte wird, so stellt es sich oft dar, von Kaisern, Königen und Revolutionären gemacht (...). Ausgeblendet wird dabei vieles – zum Beispiel ein Faktor, der über die Jahrtausende hinweg politisch, historisch und kulturell ausschlaggebend sein konnte: das Klima und seine Schwankungen.«
wom, Die Welt 30.08.2008

»Der geschichtliche Blick auf das Klima der Erde führt vor Augen, dass Klimastabilität eine Fantasievorstellung ist. Zu drastisch wechselten Warm- und Kaltzeiten in erdgeschichtlichen Epochen ab, und zu sehr schwankte das Klima in kleineren Zeiträumen. Die Kulturgeschichte des Klimas zeigt, dass das Klima immer im Wandel war und die Gesellschaft darauf reagieren musste. Vorsorge ist geboten, jedoch nicht das Schüren von Weltuntergangsängsten.«
Peter Düweke, Der Tagesspiegel 10.01.2008

»Wer jedoch erwartet hatte, dass sich Behringer in seinem neuen Buch auf den Zeitraum zwischen 1350 und 1850 und auf Europa beschränken würde, wird mit einem Werk von universalgeschichtlichem Anspruch überrascht. (...) liest man sich durch Jahrmillionen, in einer immer weiter verlangsamten und verdichteten Erzählung bis zu unserer Gegenwart hin – gedrängt auf nicht ganz 300 Seiten.«
Franz Mauelshagen, Neue Zürcher Zeitung 06.12.2007

»Daher hat die Klimageschichte für naturwissenschaftliche Klimatologen eine immense Bedeutung gewonnen, ebenso aber auch für Laien, die sich ein eigenes Urteil zu bilden versuchen. (...) Das Buch stellt die Methoden der historischen Klimaforschung kurz vor und fasst die wichtigsten Ergebnisse gekonnt zusammen.«
Jürgen Osterhammel, Süddeutsche Zeitung 09.10.2007

»Der Saarbrücker Professor Wolfgang Behringer pflegt einen unaufgeregten Ton. (...) Historiker Behringer nimmt die "Kleine Eiszeit" des Mittelalters als Beispiel dafür, wie eine Gesellschaft den Klimawandel nicht nur meistern, sondern sogar gestärkt daraus hervorgehen kann. Die Art, wie die Menschen sich auf die kalten kargen Winter der Kleinen Eiszeit einstellten, so zeigt Behringer, stützt den aufklärerischen Glauben an die Vernunft.«
Gerald Traufetter, Spiegel spezial zur Frankfurter Buchmesse, Nr.5/ 2007 Oktober 2007

»Wer glaubt, zum Thema Klima schon alles zu wissen, den erwartet hier eine Überraschung: Anstatt mit Thesen um sich zu werfen, erledigte der Saarbrücker Frühneuzeitler erst einmal wissenschaftliche Hausaufgaben – und fand bei seiner emsigen Recherche manches, was Untergangspropheten schlecht in den Kram passen wird. (...) Dass die globale Klimabalance in Gefahr sein dürfte, leugnet Behringer keineswegs. Er möchte nur die momentan aufgeheizten Debatten abkühlen, indem er zeigt: Sünden an der Natur bekennen und Strafe von ihr erwarten, dieses betagte Denkmodell wird dem komplexen Biosystem Erde auf keinen Fall gerecht. Behringers faktengespicktes, im Kern nachdenkliches Buch macht einem ganzen Berufsstand ehre.«
Johannes Saltzwedel, KulturSpiegel August 2007 -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Über den Autor

Prof. Dr. phil. Wolfgang Behringer, geboren 1956 in München, studierte Geschichte, Politologie und Germanistik. Seit Herbst 1999 ist er Professor für Geschichte in York/England. Er veröffentlichte Arbeiten zur Hexenverfolgung, zur Geschichte der Kriminalität, des Fliegens und der Kommunikation.

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70 von 73 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen die Kultur-Klima Wechselwirkung 8. Februar 2008
Format:Gebundene Ausgabe
Wolfgang Behringer ist Historiker und führt den Leser auf eine Reise durch die Geschichte der Menschheit, von den eiszeitlichen Jägern über die Antike, das Mittelalter bis hin zur Gegenwart. Das Besondere: immer unter dem Aspekt des Klimas.

Bücher zum Thema Klima stützen sich in der Regel vorwiegend auf naturwissenschaftlich gewonnene Daten, wie z.B:
- Sedimente
- Eisbohrkerne
- Dendrochronologie

Dahingegen nutzen Geschichtsbücher als Quellen meist nur menschliches Schrifttum, welches im Falle des Klimas erst seit dem Mittelalter in brauchbarem Umfang zur Verfügung steht.
Behringer kombiniert beide Sorten von "Archiven".

Im Laufe der Betrachtungen stellt sich immer wieder heraus: Das Klima ist eine einzige Katastrophe! Ob es wärmer, kälter, trockener oder feuchter wird, immer stehen perfekt angepasste menschliche Gesellschaften vor grossen Herausforderungen. Das Austrocknen der Sahara zur Zeit des sehr warmen Atlantikums zum Beispiel führt mit der Konzentration der Menschen im Niltal erst zum Aufstieg Ägyptens, bevor eine weitere Dürre dem alten Reich den Garaus macht. Dann wird es wieder feuchter, so dass Nordafrika zur Kornkammer des römischen Reiches werden kann. Als diese dann trocken fällt, beschleunigt das den Untergang des weströmischen Reiches. Das Wärmemaximum des Hochmittelalters korreliert dann mit der Entstehung der ersten Hochkulturen in Mittel- und Nordeuropa. Mit Beginn der "kleinen Eiszeit" im 14.Jhdt kommt es zu vermehrt zu Missernten, bei denen die Sekundäreffekte (religiöse Verfolgungen, Krieg und Pest) weit gravierender sind als die eigentliche Klimaverschlechterung. Erst als religiöse Schuldzuweisungen von aufgeklärtem Denken abgelöst werden, geht es -trotz anhaltend schlechten Klimas- wieder aufwärts.

FAZIT: Nie hat es ein echt stabiles Klima gegeben, so dass es gerechtfertigt erscheint, den zum Unwort gewordenen Begriff "Klimawandel" fast inflationär benutzen zu dürfen.

Im letzten Kapitel geht es dann um das Modethema "anthropogener Klimawandel". Hier liegt m.E. eine kleine Schwachstelle, da manchmal nicht ganz klar wird, ob der Autor die wohlbekannten gängigen Klima-Apokalypsen eher unter der Kategorie "religiöse Schuldzuweisung" oder als Beispiel für "aufgeklärtes Handeln zum Wohle der Menschheit" ansieht.

Überhaupt erhebt das Buch keinen Anspruch auf wissenschaftliche Exaktheit. So stimmt z.B. weder der physikalische Zusammenhang der Strahlungsbilanz der Erde (S.29), noch der volkswirtschaftliche Zusammenhand zwischen Getreidepreisen und Nachfrage (S.149).
Im ersten Fall reicht der Energieerhaltungssatz bei weitem nicht zur Lösung der Gleichungen, sondern es muss -mit vielen Annahmen!- modelliert werden (daraus resultiert ja die Kontroverse). Im zweiten Fall (Brotpreis in Silber) ist nicht von Belang, ob die Bevölkerung schneller wächst als die Getreideproduktion, sondern, ob die Silbermenge schneller wächst als die Getreideproduktion. (Und das tat sie seit ca. 1500, als die Kulturen Südamerikas von den Spaniern geplündert wurden).

Aber darum geht es im Buch auch gar nicht. Es geht um die Kultur als Instrument zur Anpassungsfähigkeit an unsere Umwelt. Klimawandel anthropogen oder nicht: entscheidend ist, was wir daraus machen!

Das Buch ist gut recherchiert, nett aufgemacht und beleuchtet das Thema von vielen Seiten. Es ist jeden seiner ca. 20 Euro wert!
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52 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nie war das Reden über das Wetter spannender 15. Februar 2008
Von M. Wolf
Format:Gebundene Ausgabe
Empfohlen wurde mir das Buch unter der Prämisse, dass 'endlich mal jemand die Lüge vom Menschen gemachten Klimawandel widerlegt'.
Aber das ist nicht das Thema des Buches.
Der Saarbrücker Historiker Behringer weist spannend wie ein Krimi nach, dass es das 'natürliche Gleichgewicht' der Erde nie gab, dass es immer Klimaschwankungen gegeben hat und dass auf globale Katastrophen wie das Aussterben der Saurier eine neue Blüte des Lebens folgte.

Eine Hommage an das Leben!

Auch die Kulturgeschichte wird unter klimatischen Gesichtspunkten betrachtet. Große Reiche entstehen und gehen unter in Zeiten des Klimawechsels.
Dass die heutige Klimaerwärmung menschengemacht sein könnte, streitet B. nicht ab.
Dass verantwortlicher Umgang mit Ressourcen geübt werden muss, streitet er nicht ab.
Dass der Klimawandel eine Katastrophe sei, das streitet er ab.

Köstlich sind seine Vergleiche mit den Panikmachereien der 60-ger Jahre, als man noch von einer globalen Eiszeit ausging. Man wollte doch tatsächlich die arktischen Gebiete mit schwarzen Folien abdecken und mehr CO² in die Luft blasen, um die Kälte zu stoppen.
30 Jahre später werden ähnlich absurde Maßnahmen vorgeschlagen ' nur in umgekehrter Richtung!

Was habe ich gelernt?
U.a. dass die jüngste Eiszeit eigentlich ganz gemütlich war, kalt aber mit stabilen Hochdrucklagen, wenig Stürmen und selten extremen Temperaturen.
Dass jede Warmzeit (in der Antike und im hohen Mittelalter) zur kulturellen Blüte führte, auch wenn manche Gebiete (die Sahara) unbewohnbar wurden.
Dass die kleine Eiszeit in der Neuzeit schreckliche Folgen hatte (Hungersnöte, Pest und Krieg, siehe Lieder von Paul Gerhard), aber die Menschen auch zu großartigen Innovationen bewegt hat.
Dass alle jammern, wie viele Arten der Klimawandel koste (die schönen Eisbären, die aber auch keiner im Garten will!), aber niemand von einer neuen Artenvielfalt redet, die dorthin zurückkehrt, wo sie vor 1000 Jahren schon mal war.
Grönland war ein grünes Land und in Dänemark hat man guten Wein produziert.
Der Klimawandel ist eine Frage des Blickwinkels, Artenschutz ist nicht selten purer Konservativismus: Alles soll bleiben wie es ist.
War es aber nie.
B. bleibt immer wissenschaftlich misstrauisch seinen eigenen Analysen gegenüber, getreu dem Motto: Meine Aussagen gelten nur, bis das Gegenteil erwiesen wurde, und daran arbeite ich hart.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fakten statt Alarmismus 17. Oktober 2009
Von R. Funk
Format:Gebundene Ausgabe
Im Gegensatz zum internationalen Sprachgebrauch, der Begriffe wie "climate change" und "global warming" umfasst, faseln wir Deutsche gerne von der "Klimakatastrophe". Der Historiker Wolfgang Behringer lässt den von Medien und Wissenschaftsastrologen (welche noch in den 1970er Jahren vor einer Abkühlung gewarnt hatten) verbreiteten Alarmismus beiseite und beleuchtet in seiner "Kulturgeschichte des Klimas" die Fakten vom Treibhauseffekt des Archaikums (ca. 3,8 - 2,5 Milliarden Jahre), der erst die Voraussetzungen für das Leben auf der Erde schuf, bis zur gegenwärtigen globalen Erwärmung, die sich jedoch immer noch innerhalb einer Eiszeitperiode abspielt.

Das Klima befand sich in dieser unvorstellbar langen Periode nie in einem Gleichgewichtszustand. Die Extreme schwankten zwischen Treibhausklima und kompletter Vereisung des Erdballs. In der Erdgeschichte sind fünf große Massenaussterben bekannt. Das verheerendste war die Permkatastrophe, der etwa 75 - 95% der marinen Tierarten und ein großer Teil der Landlebewesen zum Opfer fielen.

Auch die relativ kurze Kulturgeschichte der Menschheit wurde von klimatischen Veränderungen beeinflusst. Die globale Erwärmung des Holozäns ermöglichte erst die Herausbildung menschlicher Hochkulturen und den Übergang von der halbnomadischen Jäger- und Sammlerkultur zur Sesshaftigkeit mit Viehhaltung und Ackerbau. Klimatische Schwankungen führten jedoch immer wieder zu Aufstieg und Niedergang von Zivilisationen wie in Ägypten und Mesopotamien.

Selbst die letzten beiden Jahrtausende waren von klimatischen Einflüssen geprägt. Die Blütezeit des Römischen Reiches fiel mit der Erwärmung vom 1. Jahrhundert bis etwa 400 n. Chr. zusammen. Die Nordausdehnung des Reiches war nur deshalb möglich, weil durch das Abschmelzen der Gletscher die Alpenübergänge ganzjährig passierbar waren. Zur gleichen Zeit entstand das erste chinesische Großreich. Ein ähnliches Klimaoptimum wurde erst wieder während der Mittelalterlichen Warmzeit erreicht, in der Grönland (Grünland) besiedelt wurde. Von dort aus wurde der amerikanische Kontinent erstmals entdeckt. Die Baumgrenze stieg in den Alpen bis auf über 2000 Meter, und Wein wurde in Pommern, Ostpreußen, Südschottland und Norwegen angebaut.

Die "Kleine Eiszeit" setzte im 14. Jahrhundert ein und führte in den folgenden Jahrhunderten zu Missernten, Hunger und Krankheiten, wofür zunächst "Hexen" verantwortlich gemacht wurden. Jenseits aller religiösen Wahnvorstellungen bewirkte die Anpassung an die neuen Lebensbedingungen schließlich einen rationaleren Umgang mit der Krisenbewältigung. Es entstanden staatliche Strukturen, die modernen Naturwissenschaften, technische Entwicklungen und ein weltumspannendes Wirtschaftssystem.

Die gegenwärtigen klimatischen Verhältnisse liegen noch unter den Klimaoptima der Antike und des Mittelalters. Gemessen am Paläoklima, das meist sehr viel wärmer als heute war, leben wir jetzt noch in einer Eiszeitperiode. Dass es anthropogene Ursachen für die momentane Erwärmung gibt, schließt Behringer zwar nicht aus, folgert allerdings, dass eine sofortige Verhaltensänderung oder die Suche nach Sündenböcken den Klimawandel nicht aufhält. Tatsache ist auch, dass die CO2-Konzentrationen ohne menschliche Einflüsse in der Erdgeschichte erheblich schwankten und die Kurven für Temperatur und Kohlendioxydgehalt der Atmosphäre nicht einfach parallel verliefen, obwohl deren Zusammenhang zum klimatologischen Dogma erklärt wurde. Selbst dann bleibt die Frage, ob die veränderten CO2-Konzentrationen Ursache für die veränderten Temperaturen sind oder umgekehrt - oder ob beide von einem dritten, noch unbekannten Vorgang gesteuert werden.

Es bleibt zu hoffen, dass sich - wie im Verlauf der "Kleinen Eiszeit" - die Vernunft gegen den pseudoreligiösen und politisch-ideologischen Alarmismus durchsetzt. Die Suche nach Schuldigen und Sündenböcken als moderne "Hexen" hilft nicht weiter. Gefragt ist eine flexible Anpassung an den ständigen Klimawandel, der auch ohne menschliches Zutun stattfand und in Zukunft immer stattfinden wird, und die Erkenntnis, dass die gegenwärtige Erwärmung nicht nur Risiken sondern auch Chancen birgt. Dafür leistet dieses Buch einen wichtigen Beitrag.
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Vor 13 Monaten von Baratarkil veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Interessantes Thema mit viel Potential
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Veröffentlicht am 11. März 2011 von Die_Fackel
5.0 von 5 Sternen Wirklich sehr interessant.
Eine faszinierende Beschreibung der Geschichte und der Entwicklung Menschlichkeit auf der Grundlage von die dauerhafte Veränderung des Klimas. Lesen Sie weiter...
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Veröffentlicht am 13. Februar 2010 von Heinz-D Knoell
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Veröffentlicht am 6. Oktober 2009 von Nachrichtentechniker
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Veröffentlicht am 1. September 2009 von Michael Grieme
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Veröffentlicht am 8. Juli 2009 von H. F. R. Schoeyer
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