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Es ist von Atlantis die Rede, sogar vom "okulten Atlantis". Und den wilden, noch unberührten Naturvölkern werden geheimnisvolle Fähigkeiten bei der Beherrschung ihres Lebensraumes nachgesagt. Rudolf Steiner wird zitiert, und viel wird über Gott und sein Wirken auf der Erde diskutiert - und das alles allein schon im ersten Kapitel, in der Einleitung, die eigentlich nur etwas zur "Mär der Weltgeschichte" sagen will. Dazwischen erfährt man auch etwas über Kant, die Saurier, Oswald Sprengler und das Verhältnis von Volk und Rasse.

Hätte man nur diese Einführung zwischen zwei Buchdeckel gepresst und als eigenständiges Werk verkauft, wäre das alles wohl im Ozean der esoterischen Welterklärungsliteratur unbemerkt untergegangen. Aber zum Glück folgen hier noch vier weitere Abschnitte, über Ägypten, das Antike Mesopotamien, das alte Israel und Kreta mit einigen Ausflügen zum frühen Griechenland. Und da merkt man dann doch, dass man es bei dem Autor nicht mit einem Träumer, sondern mit einem unglaublich gebildeten Arbeitstier zu tun hat.

Nicht nur gibt er für jede der genannten Kulturen eine prägnante Übersicht der Kulturgeschichte. Er erläutert die Kultur auch aus einer besonderen, sehr lebensnahen Perspektive. Er bringt seine eigene Lebenserfahrung in die Interpretation von Funden und Texten ein. Na gut, dadurch ist vieles Spekulation. Aber auf der anderen Seite wird auch vieles klarer als in anderen Büchern, weil es unser eigenen Erfahrung näher ist. Friedell versteht Menschen, und dieses Verständnis setzt er ein, um uns die Vergangenheit besser verständlich zu machen. Fast möchte man von Weisheit sprechen.

Außerdem erfährt man eine Fülle von Fakten über die Geschichte, und auch über die Geschichtswissenschaft, also die Entwicklung unser Wahrnehmung der Antike bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Nicht alles entspricht heute noch dem aktuellen, wissenschaftlichen Stand. Aber mein Eindruck ist, dass unser heutiges Bild der Geschichte der Menschheit eher breiter geworden ist, als genauer, als tiefer. Und so liest sich das alles auch heute noch unglaublich spannend.

Am Ende habe ich sogar die kuriosen Stories über Atlantis nicht mehr ganz so abwegig gefunden. Aber was solls. Vielleicht ist Kulturgeschichte eben doch keine exakte Wissenschaft.
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am 8. Januar 2002
Mit unglaublich fundiertem Fachwissen erzählt Egon Fridell eine verlorene und teilweise in vergessenheit geratene Welt. Als ob er sie selbst erlebt hätte, weiß er zu berichten von historischen Begebenheiten. Die Faszination Fridell macht aber seine Gabe aus, den Leser diese Welt selber erleben zu lassen, indem er den täglichen Alltag zu berichten weiß. Teilweise sehr spannend, teilweise einfach zu detailiert aber immer informativ und interessant. Kaufen!
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am 8. Mai 2009
Der Titel des Buches ist unglücklich gewählt, denn es geht nicht nur um Ägypten, sondern auch um Israel, Kreta und das Zweistromland (Babylonien, Sumer, Assyrien, Persien).

Zu Beginn des Buches erläutert der Autor Aufgabe und Vorgehensweisen der Geschichtswissenschaften. Als Beispiel wird Atlantis genannt; hier werden die Positionen Platos und Steiners ausführlich dargestellt. Demnach hat es Atlantis gegeben, weil es im Atlantik ein Gebirge gibt und man sowohl in Ägypten als auch in Amerika Pyramiden gibt. Prähistorie (z. B. Dinosaurier) und Steinzeit werden ebenfalls behandelt.

Wie es sich für eine Kulturgeschichte gehört, werden neben denn politischen Ereignissen auch Kultur, Religion, Wirtschaft, Wissenschaften usw. vorgestellt. Dabei werden die Geschehnisse in den besprochenen Ländern miteinander verzahnt. So viel die Eroberung Kanaans durch die Israeliten z. B. in ein Machtvakuum; andernfalls hätte sich dort kein Staat bilden können. Als die Nachbarstaaten wieder mächtiger wurden, ist das Reich Davids zerfallen.

Durch die Darstellung gewinnt man den Eindruck, dass der Autor die christliche Religion für dir richtige hält. Er erläutert besonders die sumerischen, ägyptischen und jüdischen Weltanschauungen. Die Widersprüche zwischen dem Alten Testament (Gott ist eifersüchtig) und dem Neuen Testament (Gott ist gnädig) erklärt er mit der Gnosis bzw. der Lehre des Marcion: Der Gott des Alten Testament ist nur ein schlechter Weltschöpfer, während Gottvater der echte Gott ist. Dazu wird die Entstehungsgeschichte der Bibel mit der Geschichte Israels und der katholischen Kirche verzahnt.

Mir hat das Buch gut gefallen. Die Darstellung ist immer lebendig, aber bisweilen auf einem alten Stand.
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