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Tanz der Kulturen. Kulturelle Identität in einer globalisierten Welt.
 
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Tanz der Kulturen. Kulturelle Identität in einer globalisierten Welt. [Restexemplar] [Taschenbuch]

Joana Breidenbach , Ina Zukrigl
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Rowohlt Tb. (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499608383
  • ISBN-13: 978-3499608384
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,4 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 461.374 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Total global?

lx. Es gibt Kulturpessimisten und Kulturoptimisten. Joana Breidenbach und Ina Zukrigl (geboren 1965 bzw. 1967) sind der zweiten Abteilung zuzuzählen. Wenn sie das Jedermannswort «Globalisierung» hören und dabei an deren kulturelle Folgen denken, so stellen sie sich nicht notwendig die eine amerikanisierte «McWorld»-Welt vor – phlegmatische Menschen in dumpfer Passivität vor dem TV-Set, Coca-Cola in der Hand und «Dallas» verfolgend. Derartige Szenarien, so die beiden Ethnologinnen, seien medienwirksam aufpolierte Visionen einer kulturellen Apokalypse, die einer Überprüfung nicht standhielten. Eines der wichtigsten Merkmale der neuen kulturellen Realität der Globalität sei die Ausdifferenzierung von Lebenswelten. Ausdifferenzierung will hier bedeuten, dass den heutigen Menschen eine noch nie dagewesene Vielfalt von Alternativen und Visionen zur Ausgestaltung ihres Lebens, «wie sie es wirklich wollen», zur Verfügung stünden. Zu diskutieren sei daher vielmehr die Frage, woher die Angst vor kulturellen Wandlungsprozessen komme. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiert .

Kurzbeschreibung

Zur Diskussion "Informationsgesellschaft: McWorld kontra Vielfalt": Globalisierung als Chance, sich gegenseitig Unterschiede der Weltkultur zu präsentieren und verständlich zu machen. "Äußerst erfrischend zu lesen." (Die Presse)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Kankin Gawain TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Von Büchern wie diesem sollte es auf jeden Fall mehr geben. Statt sich auf die einfache Formel einzulassen: Ausbreitung westlicher Kulturgüter = Verwestlichung der Welt, schaut es genauer hin. Menschen übernehmen das Fremde nicht einfach vorbehaltlos, vielmehr interpretieren sie es vor dem Hintergrung ihrer eigenen Kultur und lassen etwas ganz neues aus ihrem Kontakt mit dem Westen entstehen. Damit steht die Aussage des "Tanz der Kulturen" sowohl im Widerspruch zu linken Kulturpessimisten, welche das Schwinden der außerwestlichen Kulturen beklagen wie auch der konservativ-rechten Kreuzzügler einer weltweiten Verbreitung der Demokratie nach amerikanischem Zuschnitt. Wo Huntington vereinfacht, um die Unterschiede der einzelnen "Zivilisationen" herauszuarbeiten, gelingt den Autoren des hier rezensierten Buches eine weitaus gründlichere Differenzierung durch genaues Hinschauen und Beobachten. Schön zu wissen, dass auch die Ethnologie etwas zum politischen Diskurs beitragen kann.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
"Steht uns im Zeitalter der Globalisierung eine Kulturschmelze zu einer McWorld bevor?" Ganz und gar nicht, so die beiden jungen Autorinnen in ihrem ersten gemeinsamen Werk. Die so oft in den Medien negativ dargestellte Werk ist ein Ort des Austausches und der Vielfalt, entstanden aus menschlichen Beziehungen. "Tanz der Kulturen! soll nicht nur mit festgefahrenen Denkschablonen innerhalb der Globalisierungsdebatte aufräumen, sondern dem Leser die Furcht vor einer sich stets wandelnden Welt nehmen. Denn Kultur ist ein Produkt ständigen Gebens und Nehmens, ein "Tauschgeschäft" untereinander. Wenn man das Tänzchen mit dem Buch wagt, so werden einem viele bunte Beispiele begegnen, in denen gezeigt wird, wie verschiedene Kulturkreise Fremdes in ihre Lebensform integrieren oder Neues daraus entwickeln. Wußten Sie z.B daß in Trinidad Weihnachten eines der populärsten Volksfeste ist oder daß die als so typisch klassifizierten italienischen Spaghetti ursprünglich aus China kommen? Eine neue, interessante "Tanzfläche" auf dem Gebiet der Globalisierung, sowohl für Kenner als auch für Laien, daß einem neue Denkanstöße gibt. Jung, kritisch, spritzig.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ethnologie anders herum 7. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
McWorld lautete das Schlagwort Anfang der neunziger Jahre: Die Welt wächst zusammen und es bildet sich im globalen Dorf eine einzige Kultur heraus, geprägt vor allem vom Westen. Hollywood sollte überall sein, ebenso all die Ikonen, Produkte und Marken der westlichen Welt. Als Folge drohte der „Kampf der Kulturen" - der Westen und andere, noch nicht von seinen Segnungen erfaßte Regionen würden sich Kriege um die kulturelle Hegemonie liefern. Die beiden Berliner Autorinnen Joana Breidenbach und Ina Zukrigl wollten das offensichtlich nicht recht glauben und sahen genauer hin. Mit den Methoden der ethnologischen Beobachtung und inspiriert vom Kulturbegriff der Cultural Studies versuchen sie deshalb zu ermitteln, wie denn westliche Kultur in anderen Gebieten der Erde überhaupt verarbeitet wird. Und siehe da: Die Entscheidung fällt keineswegs zwischen Ablehnung oder Übernehmen - vielmehr werden westliche Kulturgüter (im weitesten Sinne) in regionale Kulturmuster eingepaßt. Mit den gelieferten Bildern werden nicht nur andere Interpretationen entwickelt, sondern sie werden von vornherein anders wahrgenommen. Dadurch gewinnen die westlichen Produkte auch lokal an Authentizität, sie werden sozusagen erobert und den lokalen Anforderungen angepaßt. Aber es entsteht so auch ein globales Referenzsystem, welches die interkulturelle Kommunikation zumindest grundsätzlich ermöglicht. Insgesamt also mal was Neues, und auf dem sehr kleinen Markt der „umgekehrten Ethnologie" sicher eher ein Highlight. Allerdings vermißt man zuweilen mehr Details und umfangreichere Vergleiche aufgrund der gleichen Symbole. Dadurch drohen manche aussagen ein wenig ins populistische abzugleiten, der wissenschaftliche Nutzwert sinkt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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